Hühner
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Unser weißes Huhn kam im Sommer 2005 gemeinsam mit vier weiteren Tieren seiner Art zu uns. Einst wurden diese Hühner von einer Familie „für die Kinder“ angeschafft, später wollte man sich ihrer wieder entledigen und schob sie ins Tierheim ab.
Die Aufnahme der Hühner traf uns sozusagen unvorbereitet. Letzten Endes blieb uns nichts anderes übrig, als einen echten Hühnerstall anzuschaffen, denn auch diese Tiere sollten es bei uns so schön wie nur möglich bekommen.
Während sich das weiße Huhn seines Lebens erfreut, starben seine Artgenossen im Laufe der Zeit eines natürlichen Todes. Bis dahin hatten sie bei uns ein schönes Leben: tagsüber Freilauf auf den Wiesen der Hängebauchschweine, nachts sicher untergebracht in ihrem Stall.

Um dem verbliebenem Huhn wieder Gesellschaft zu verschaffen und um anderen Tieren zu helfen, reagierten wir auf einen Hilferuf im Internet und nahmen 7 Hühner aus einer Legebatterie auf. Das sind sehr schöne braune Hühner, deren Schnäbel starkt gekürzt wurden, obwohl dies in Deutschland eigentlich verboten ist. Diese Hühner können es noch gar nicht glauben, dass sie plötzlich so viel Freilauf haben, Artgenossen um sich herum und die Möglichkeit, nach Herzenslust zu scharren und zu rennen.
Uns bleibt ein gutes Gefühl und die Gewissheit, dass man als tierleiber Mensch nur Eier mit der Ziffer 0 oder 1 kaufen sollte: Bioeier nämlich bzw. Eier aus Freilandhaltung. Alles andere kann man mit einem guten Gewissen den Tieren gegenüber keinesfalls vereinbaren!
Gern können Sie eine Patenschaft für unsere kleine Hühnerschar, die im Jahr 2008 aus inzwischen nur noch 4 Hühnern besteht, übernehmen.
Die Hähne Jochen und Jügen sind seit dem 12.11.2009 bei uns im Tierheim. Ursprünglich erblickten sie bei einem Züchter das Licht der Welt. Da sie von diesem als unverkäuflich eingestuft wurden, sollte ihrem Leben schon bald ein Ende gesetzt werden. Eine Tierfreundin erfuhr dies und rettete so die beiden stolzen Hähne vor dem sicheren Tod.
Es ist hübsch anzusehen, wie sie bei unseren Schweinen keinerlei Berührungsängste zeigen und sich inmitten unserer Hühnerschar wohl fühlen. Die Hühner sind ganz aufgekratzt, seit die Hähne bei ihnen sind. Ein jedes Huhn scheint einen ganz besonders guten Eindruck auf die männlichen Vertreter machen zu wollen.

Schweifen wir kurz ab und denken an die vielen Millionen Hühner und Hähne, die nur auf der Welt sind, um Eier zu legen oder als Broiler zu enden. Sie haben nie das Glück, in der Sonne zu liegen, zwischen Blättern zu scharren und um Aufmerksamkeit des anderen Geschlechts buhlen zu können. Dieses Elend sollten wir uns besonders bewußt machen, wenn wir als "Verbraucher" unterwegs sind.
Genau wir unsere Hühner sollen auch die Hähne Jochen und Jürgen bei uns ein langes und vorallem artgerechtes Leben genießen. Möchten Sie mit der Übernahme einer Patenschaft für Jochen und Jürgen dabei helfen? Wir würden uns sehr darüber freuen.
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