Der Anfang der schweinischen Geschichte in unserem Tierheim:
Elli war die Erste, die am 31.10.1996 zu uns kam, das war kurz nach Eröffnung des Tierheimes. Wir holten sie zu uns, weil eine Gaststätte pleite ging, zu der ein kleiner Streichelzoo als Attraktion gehörte. Da der Wirt über alle Berge war, drohte den Tieren des kleinen Zoos der Hungertod. Zum Glück fanden sich für alle
neue Unterkünfte. Wir haben die damals noch junge Elli und die beiden Ziegen Lotte und Bruno übernommen.
Anfangs lief Elli noch im Hunderudel, denn innerhalb des Grundstückes gab es noch keine Zäune. Damit Elli nicht
so allein unter Hunden leben musste, haben wir damals aus dem Tierpark Bischofswerda noch eine
Hängebauchschweindame gekauft. Eigentlich liegt es uns absolut fern, solche Einrichtungen und ihre Züchtungen zu unterstützen, aber wir wussten zu diesem Zeitpunkt kein anderes Anlaufziel für den Kauf einen solchen Tieres. Also holten wir
Bärbel am 11.1.1997 zu uns. Die beiden fanden sich auch gleich klasse und haben sich immer gut verstanden.
Im April 1998 erhielten wir einen Anruf mit der Frage, ob es möglich wäre, bei
uns zwei Hängebauchschweine abzugeben.
Die Familie hatte gehört, dass wir schon
solche Tiere haben. Sie zogen vom Land direkt in die Stadtmitte von
Dresden und hatten da logischerweise keine Möglichkeit, ihre beiden Eber
mitzunehmen. Wir sagten zu und so wurden die beiden Männer am 5.5.1998 zu uns gebracht.
Leider waren die beiden unkastriert, was sich als nicht so günstig herausstellte. Denn schon am ersten Tag waren die Messen gesungen und unsere beiden Damen trächtig. Eigentlich sollte wir uns darüber keine Sorgen machen, so unser Tierarzt, bei Schweinen ginge das nicht so fix und eine Kastration würden wir noch vorher hinkriegen.
Denkste! Jetzt wissen wir es besser... Die Eber wurden natürlich umgehend kastriert, damit wir nicht noch
einmal solch eine Überraschung erleben.
Leider überlebte unsere Bärbel die Trächtigkeit nicht. Sie bekam schlimme Entzündungen in den kurzen Beinen, bis hin zu Missbildungen. Konnte letztendlich nicht mehr aufstehen und musste schweren Herzens eingeschläfert
werden. Elli hingegen bekam 8 kleine Schweinchen. 7 der Jungtiere haben wir gut vermittelt und ein Weibchen als neue Kumpeline für Elli behalten.
Die kleine tauften wir auf den Namen
Helga.
Max und Moritz (Moritz ist am 04.01.2010 leider verstorben), unsere Eber, sind Brüder und im November 1996 geboren. Beide sind ein absolutes Dreamteam. Leider waren sie auch mit wunderbarem Futter und allerlei anderen Mitteln nicht dazu zu bewegen, mit in der großen Scheune zu schlafen. Der Stall dort ist wirklich sehr geräumig und bequem, aber er sagte ihnen aus irgendwelchen Gründen nicht zu.

Also bekamen die beiden ein Schlafhaus außerhalb der Scheune gebaut, welches sie auch innig lieben.

Leider hat einer der beiden seit wenigen Monaten sehr große Probleme mit Arthrose an den Hinterbeinen. Ihm fällt das Laufen ziemlich schwer, er liegt und schläft dadurch sehr viel. Jetzt bekommt er homöopatische Mittel, die ihm das Ganze etwas erleichtern. Mehr kann man nicht tun, sagt unser Tierarzt.
Hoffen wir, dass er damit noch einige Zeit gut leben kann.


Seit dem 16.06.2011 wird die Damenrunde durch den noch jungen Eber Marius
ergänzt.






Schweinedame Otylia leistet Marius & Co. seit dem 01.07.2011 Gesellschaft



Unseren Schweinen geht es im Gegensatz zu vielen Artgenossen sehr gut, sie können sich in Ihrem Auslauf frei bewegen. Unsere
Schweine können Sie mit einer Patenschaft unterstützen, aber Sie können auch etwas für die geschundenen Artgenossen tun:
Kaufen Sie kein Fleisch aus Intensivtierhaltung, sondern aus artgemäßer und ökologischer Produktion und/oder probieren Sie öfter vegetarische Gerichte - damit tun Sie nicht nur den Tieren etwas Gutes!