TASSO-Newsletter 14.09.2008
Katzen melden sich nicht
Leider keine Seltenheit: Unendlich lange Wochen des Wartens und der
Qual für Tier und Mensch müssen manchmal vergehen, bis manche Katze nach
langem Suchen dann doch endlich gefunden wird. Im aktuellen Fall war die
Katze nach sechseinhalb Wochen im Öl-Keller des Nachbargrundstückes
gefunden wurde. Das Tier war offensichtlich durch ein offenes
Glasbausteinfenster in den Keller geraten und konnte sich selbst nicht
mehr befreien. Erst im Todeskampf gab das Tier dann Laute von sich und
wurde daraufhin entdeckt. Obwohl der angrenzende Waschraum fast täglich
benutzt wurde, haben die Bewohner nichts von der Katze gemerkt.
„Katzen melden sich nicht einfach wie ein Hund“, weiß Evelyn
Weilbächer aus jahrelanger Erfahrung in der TASSO Notrufzentrale. Wenn
das Tier eingesperrt ist, hilft ein Rufen so gut wie gar nichts. Eine
Katze verkriecht sich in der Regel verschreckt in den letzten Winkel.
Zirka 60 Prozent aller vermissten Katzen sind laut Erfahrung der
Tierschutzorganisation TASSO in Kellern, Garagen oder Schuppen eingesperrt.
Da hilft nur ein intensives Suchen.
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Frankfurter Str. 20
65795 Hattersheim
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Kater Morli ist wieder Zuhause
Hallo liebes Tierheim,
nun ist bereits ein Jahr vergangen, nachdem ich entführt wurde und alle
schrecklich Angst um mich hatten.
Aber ich bin ein kleiner Lebenskünstler und dank meiner Familie wieder
dort, wo ich so richtig glücklich bin.
Zu meiner Odysse:
Meine Katzenwelt war so richtig toll bis ein Aushilfszeitungbote dachte,
er nimmt mich einfach mit.
Meine Familie war krank vor Sorge, hat alles Versucht
(Radio/Zeitung/Polizei/Steckbriefe bei Tierärzten/-heimen etc.) um mich
zu finden.
Die Oma des Zeitungsboten hatte über Radio die Suchmeldung gehört und
gab den ersten richtigen Hinweis. Dieser Anruf hatte allen damals eine Höllenfahrt beschert...
Die Dame sagte meiner Familie, ihr Enkel habe mich verletzt gefunden und ich könne beim Tierarzt abgeholt werden. Bei diesem Tierarzt bin ich nur niemals aufgetaucht. Die Oma rief nochmal
an und sagte ihr Enkel hätte sie belogen, ich wäre Ihnen abhanden
gekommen, mitten am Brauhaus von Lüdenscheid.
Nur über Umwege haben meine Leute die Telefonnr. des Enkels herausbekommen, da
die Dame angeblich keine Nr. hatte.
Sie ließen sich von dem Zeitungsboten bei Telefongesprächen und Besuchen
die ganze Geschichte immer wieder erzählen und jedesmal kam dabei eine
neue heraus.
Fakt war aber wohl, dass ich stark verletzt in Mitten von Lüdenscheid
war.
Ich war mitten im Zentrum von Lüdenscheid gelandet und musste mich jetzt
allein durchschlagen,
in einer Zeit wo dort richtig was los war (Kirmes, Stadtfest etc).
Als ich gefunden wurde, war in keinster Weise eine Verletzung zu
erkennen (der Zeitungsbote war ein wahrer Münchhausen)- Ich könnte noch
soviel dazu schreiben, es würde bestimmt ein Buch füllen...
Meine Familie hat mich zu allen Tag- und Nachtzeiten überall gesucht,
ist jedem Hinweis gefolgt.
Nur leider haben wir uns oft verpasst, dabei wollte ich nur wieder nach
Hause.
Ganz viele Menschen haben versucht meiner Familie zu helfen und ich bin
noch bis heute ein ganz bekannter Kater in Lüdenscheid.
Zwei Monate hat meine Odysse gedauert. Durch einen Hinweis von einem
Tierarzt bekam meine Familie meinen neuen Aufenthaltsort heraus (ich hab
mich ja auch schon auf die suche gemacht und war jetzt schon außerhalb
von Lüdenscheid.
Die Menschen die mich dort fütterten haben Kontakt mit meiner Familie
aufgenommen und dann ging alles ganz schnell.
Endlich wieder zu Hause.
Ich war psychisch ganz schön durch den Wind und zu allem Unglück ist
dann auch noch mein bester Kumpel Gizmo verstorben.
- Wir werden ihn niemals vergessen-
Meine Familie hat niemals aufgegeben und mit Hilfe von Bachblüten hab
ich nun alles verarbeitet.
Mit meinem neuen Kumpel Benji und meiner Familie genieße ich jetzt
richtig das Katzenleben.
Euer Mohrli
P.S. Was wirklich wichtig ist, man sollte niemals aufgeben und alle Hebel in
Bewegung setzten. Es gibt so viele Menschen, die bereit sind zu Helfen, sie müssen es nur
wissen.
Noch bis heute kommen Anrufe, jemand hat Mohrli angeblich gesehen.
In dieser Zeit wurde jeder noch so kleine Hinweis nachgegangen und mit
jeder weiteren Anzeige etc. steigerten sich diese Hinweise. In den Straßen, wo Mohrli gesichtet wurde
haben wir Flugblätter mit Fotos verteilt und mit Bewohnern gesprochen.
Wir konnten Mohrlis Spur wirklich verfolgen, haben ihn aber oft durch
unglücklich Umstände verpasst und doch zum Glück wieder in die Arme
nehmen können.
Mit viel Liebe, megamäßig Geduld und der Hilfe von verschieden
Bachblütenzusammenstellungen ist Mohrli jetzt wieder
er selbst - nur zu Fremden geht er nun nicht mehr, zum Glück...
Liebe Grüße und allen Tieren
ein schönes Zuhause mit lieben Menschen
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