Was gestern geschah:

 

20.01.2019

Wir wurden von der Stadt Königsbrück um die Aufnahme einer Fundkatze gebeten. Wir sagten zu. Die Fundkatze entpuppte sich vor Ort dann als potenter hübscher Kater, der leider gar keinen Gefallen daran findet, dass er nun im Tierheim sein muss. Ziemlich miesepetrig liegt er in der hintersten Ecke der Quarantänebox und grummelt vor sich hin. Sicher hat er große Angst. Wir haben nun einen Feliwaystecker aktiviert, um ihm zumindest auf hormoneller Ebene zu vermitteln, dass alles in Ordnung ist. Hoffen wir, dass er bald aus seinem emotionalen Tief herausfindet. 

Leider versagte die Rotlichtlampe, die unseren Hühner etwas Wärme spendet den Dienst. Unser Hausmeister machte sich also zügig auf dem Weg und besorgte ein neues Model. Immerhin soll unsere liebe Hühnerschar, nicht unter der Klirrenden Kälte leiden müssen.

Nach ein paar Anlauf Schwierigkeiten haben die Amseln, Drosseln und Spatzen die eigens für sie errichteten Vogelhäuschen nun vollkommen in Beschlag genommen. Täglich freuen wir uns über die gefiederten Besucher, die sich bei uns die Bäuchlein voll schlagen können. Gratis nachfüllen inklusive. ;-)

 

19.01.2019

Das Meerschweinchenpaar Koko und Candy konnten vermittelt werden.

Während Candy sich gleich forsch im Gehege umsah, machte sich Koko erst einmal über den Salat her. Die Annäherungsversuche der Kleinen beeindruckten ihn in keinster Weise. Er war tiefenentspannt mit Fressen beschäftigt, beschnupperte kurz die Fremden und widmete sich wieder seinem Salat. Mit leisem Quieken näherte sich vor allem das kleine Böckchen vorsichtig unserer Candy, um dann doch wieder unsicher auf Abstand zu gehen, um es kurze Zeit später erneut zu versuchen. Keine Aggression oder Unmut erkennbar. Wie toll.

Nicht weit entfernt durften endlich die beiden Katzen Clarissa und Cäsilia ihre Transportbox verlassen. Schon im Hausflur war ihr Miauen zu hören. In der Wohnung verschlug es ihnen erst einmal die Sprache. Fremde Gerüche, fremde Stimmen, riesige Zimmer: sie wussten gar nicht, wie sie sich verhalten sollten. Mal neugierig, dann wieder schreckhaft erkundeten sie zunächst die Wohnstube. Sie ließen sich kurz streicheln, dann fiel ihnen wieder ein, dass ja alles beängstigend neu war, und schwupps, hopsten sie weg. Um in nächsten Augenblick wieder mutig umher zu tippeln. Nachdem beide die Katzentoilette eingeweiht haben und sich nach einiger Zeit in die - anfangs als gruselig empfundene - Küche trauten, war das Eis gebrochen. Besonders Clarissa flitzte umher und spielte und steckte damit ihre Schwester an. Solch ein Spaß. Geräumig ist die Wohnung sehr, es bieten sich neben Kletter-und Schlafmöglichkeiten viele schöne Freiflächen zum Herumtollen. Genau das Richtige für die beiden jungen Kätzchen.

 

 

18.01.2019

Und wieder waren wir mit dem Tierheimauto unterwegs. Diesmal ging die kurze Fahrt nach Burkau und mit an Bord war die süße Camelia. Wir hatten den Eindruck, dass Autofahren nicht ihre Lieblingsbeschäftigung wird, aber wir haben ihr gut zugeredet, dass es sich lohnen wird. In Burkau angekommen wurden wir freundlich von den drei aufgeweckten Kindern der Familie empfangen. Camelia war gleich Feuer und Flamme und wusste nicht, welches der Kinder sie zuerst abschlecken wollte. Im Haus führten die Kinder Camelia in jedes Zimmer und zeigten ihr alle Körbchen. Camelia folgte brav und wedelte beständig mit ihrem Stummelschwänzchen. Als wir uns dem "Papierkram" widmeten, nutzte Camelia die Gunst der Stunde und erschnüffelte eine besondere Leckerei. Wir staunten nicht schlecht als die kleine Hündin mit einer riesigen Tüte Schweineohren an uns vorbei lief. Camelias neues Frauchen erkannte die Situation, hielt die Kinder zurück und nahm Camelia selbst den Beutel ab. Sehr vorbildlich. Zum Abschied, begleiteten uns Camelias neue Besitzer noch mit der Hündin zum Auto, um in Anschluss noch einen Spaziergang mit ihr zu machen. Was für eine gelungene Vermittlung.

 

17.01.2019

Und in der Katzenkinderstube war es wieder einer weniger. Katerchen Cedric durfte heute nach Dresden reisen, wo bereits eine andere junge Mieze auf ihn wartete. Cedrics neues Frauchen hatte einen Katzenerlebniskletterpark in der Stube aufgebaut. Kratzmatten, Sitzbretter in unterschiedlichen Höhen und sehr hübsche Rückzugsmöglichkeiten. Die bereits vorhandene Mieze, bemerkte rasch den Neuankömmling, doch Cedric gab sich cool und schaute sich lieber sein neues Revier an. Als einziger Kater war er mit seinen vier rauflustigen Geschwistern wohlbehütet in unserer Obhut aufgewachsen. Da lässt er sich wohl jetzt nicht von so einer "Flitzpiepe" ins Bockshorn jagen. Kiddo, Cedrics neue Kameradin, erkannte die Lage schnell und entspannte sich auch recht zügig. Wir haben keinen Zweifel, dass die beiden sich rasch aneinander gewöhnen und dann zusammen über ihren "Catwalk" toben.

 

16.01.2019

Für die beiden hübschen Miezen Simonetta und Dalila stand ein Umzug an. Unter herzzerreißendem Gemaunzte ging die Fahrt ins schöne Moritzburg. Dort war schon alles für die Ankunft der beiden vorbereitet. Ein deckenhoher Kratzbaum stand ansprechend in der Stube, die Fenster waren vernetzt, um ein herabstürzen zu verhindern und das Futter stand auf der Anrichte bereit. Der kleine Mops der Familie freute sich so sehr über den Besuch, dass er erst einmal eine Auszeit im Nachbarzimmer bekommen hat, damit die beiden Samtpfoten sich in Ruhe alles ankucken können. Dalila stiefelte gleich selbstbewusst aus der Transportbox und schmeichelte ihrem neuen Herrchen um die Beine, während sich Simonetta unter der Decke in der Box versteckt hatte. Beides überraschte uns sehr, da wir es eher anders herum erwartet hätten. Wir hoffen sehr, dass die beiden noch viele glückliche Jahre in ihrer neuen Familie verbringen können.

 

15.01.2019

Die liebe getigerte Katze Findus konnte ihre Tierheimkarriere beenden. Eine nette ältere Dame verkuckte sich bei ihrem Besuch in Findus und wollte ihr ein liebevolles Zuhause schenken. Die Fahrt bis nach Neukirch in der Transportbox fand Findus überhaupt nicht toll. Woher sollte sie auch wissen, was für ein Katzenparadies auf sie wartete. Als wir ankamen würden wir sehr positiv überrascht, denn die Rentnerin hatte alles absolut perfekt für Findus eingerichtet. Es dauerte fünf Minuten bis sich Findus von allein aus der Box heraustraute und schwups war sie auch schon unter der Sitzbank verschwunden. Findus neues Frauchen hatte so etwas schon geahnt und vorab schon eine weiche, dicke Decke dort hingelegt. Auch die breiten Marmorfensterbänke waren sehr einladend für Katzen hergerichtet. Vor dem Fenster sah man ein lebendiges Katzenkino in Form eines rege besuchten Vogelhäuschens. Zwischenzeitlich klingelte es an der Tür und wie selbstverständlich verschloss die ältere Dame jede Tür hinter sich, um ein entwischen von Findus zu verhindern. Auch bezüglich des Futters hatten wir keine Aufklärungsarbeit zu leisten, da Findus neues Frauchen genau bescheid wusste über die Besonderheiten der Katzenfütterung wie zum Beispiel Taurin. Auch eine Katzenklappe war bereits eingebaut, aber zur Eingewöhnung natürlich noch verschlossen. Wir sind sehr froh, dass uns diese tolle Vermittlung geglückt ist und Findus nun endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die sie braucht.

 

14.01.2019

Wir hatten Kinderbesuch im Tierheim. Die Nichte(9 Jahre) von Tierpflegerin Josi war im Tierheim, um auszuprobieren, wie unsere Hunde reagieren. Wir sehen uns oft mit der Frage konfrontiert, ob dieser oder jener Hund ein Problem mit Kindern hat. Dem wollten wir auf den Grund gehen. Josi und ihre Nichten hatten gemeinsam viel Spaß mit unsere Vierbeinern und ausnahmslos alle Hunde haben den Test mit Bravour bestanden. Natürlich haben wir auch ein paar Fotos geschossen, die auch in Kürze auf der Homepage erscheinen werden.

 

12./13.01.2019

Erneut gab es Grund zur Freude. Kater Max konnte vermittelt werden! Nach der halbstündigen Stunde fahrt, stieg Max ganz selbstbewusst aus der Transportbox. Er nutzte auch gleich die Gunst der Stunde und zeigte seinem neuen Frauchen, wie artig er die Katzentoilette benutzt. Nach einer halbe Stunde Erkundungstour entschlossen wir uns Max auch gleich seinem neuen Katerkumpel vorzustellen. Als die Tür aufging stiefelte unser lieber Max auch gleich los, hüpfte auf dem Kratzbaum und schaute sich alles ganz genau an. Der neue Kater war von so viel Selbstvertrauen total beeindruckt, machte einen buschigen Schwanz und grummelte etwas. Sein Frauchen erklärte, das der BKH-Kater Linus in seinem Leben immer einstecken musste und er deswegen so defensiv droht. Da Max dieses Verhalten aber keines Blickes würdigte sind wird positiv gestimmt, dass Linus bald erkennen wird, das von Max keine Gefahr ausgeht und die beiden ein friedvolles Leben miteinander führen werden. Wir freuen uns, dass der fast 12 jährige Kater das Tierheim verlassen durfte und so ein tolles Plätzchen gefunden hat, wo er wohlig umsorgt wird.

 

11.01.2019

Heute können wir wieder von etwas positivem Berichten. Unser süßer Senior Blacky durfte endlich ausziehen. Eine liebe Familie aus Crimmitschau machte sich auf den Weg bis zu uns, um Blacky persönlich kennenzulernen. Dieser Besuch sollte nicht folgenlos bleiben, denn alle aus der Familie waren schwer begeistert von dem lieben Hundeopi. Völlig entspannt verbrachte Blacky die Fahrt schlafend in der Transportbox. Im neuen Heim angekommen war Blacky dann aber putzmunter und ganz aufgeregt. Ebenso aufgeregt war sein neues Frauchen, dass endlich wieder eine Fellnase einziehen darf. Während wir den "Papierkram" erledigten schnupperte sich Blacky durch alle Räume. Zwischenzeitlich kam die Tochter der Familie von der Schule nachhause, begrüßte "den Neuen" sanft und zog sich dann auf das Sofa zurück. Sie wollte warten, bis Blacky von allein zu ihr kommt. Wow, wirklich vorbildlich, kann man sich doch vorstellen, 
wie sehr sie sich auch auf Blacky gefreut haben muss. Natürlich folgte Blacky artig und kam kurz darauf auch an der Couch vorbei. Wir sind unglaublich glücklich, dass es Blacky noch einmal vergönnt war, ein liebevolles Zuhause zu finden.

10.01.2019

Egal wo man Hinschaut: Schnee. Die Schneemaßen haben auch das Tierheim fest im Griff. Fast rund um die Uhr schneit es hier und man kommt mit dem beräumen kaum nach. Trotzdem waren wir sehr überrascht, dass als wir am Morgen das ganz Ausmaß sahen. Mehrere Bäume waren aufgrund des Gewichts umgefallen. Besonders dramatisch sah es bei den Hühnern aus. Der alte Baum hat nur knapp das Hühnerhaus verfehlt und die Elektroleitungen beschädigt. Nur mit einiger Kletterarbeit konnten wir uns einen Weg zu den Tieren bahnen. Auch auf dem Hof knicke bei Baum ab. Zum Glück wurde niemand verletzt und nichts beschädigt. Unsere Hunde sahen es wie immer mit Humor, freuten sich über die neue Spiellandschaft und hüpfen über die verschneiten Ästen.

 

09.01.2019

Jede Vermittlungsfahrt ist derzeit aufgrund des Wetters ein kleines Abenteuer, aber wir scheuen uns nicht davor. Heute ging es bei reichlich Schneeregen nach Görlitz, wo die beiden Kaninchen Sammy und Klopfer eine wirklich tolle Behausung beziehen durften. Die Vorbereitungen für diesen Einzug waren bis ins kleinste Detail durchdacht, geplant und ausgeführt und zwar von den beiden Mädels (13 / 15), die sich Haustiere wünschten. Sogar das doppelstöckige Quartier im Wohnzimmer hatten sie selbst gebaut - wow! Dieses Verantwortungsbewusstsein war beeindruckend und sollte Schule machen. Dann würden vermutlich viel weniger Tiere im Tierheim landen. Sammy und Klopfer fanden es auch gleich schnuckelig dort. Nach einem Erkundungshoppeln machten sie sich über den Knuspertunnel aus getrockneten roten Beeten und Blütenblättern her, die verlockend im Laufgehege lag. Das lange Warten auf einen artgerechten Platz hat sich für Sammy und Klopfer definitiv gelohnt. 

 

08.01.2019

"Adieu" sagte uns heute die zutrauliche Mieze Miri. Erneut wurde die hübsch marmorierte Katze in eine weich gepolsterte Transportbox gesetzt. Und erneut unterhielt uns Miri die ganze Fahrt über mit ihrer lieblichen Stimme. Kaum ging die Transportbox auf, verkrümelte sich Miri erst einmal unter dem Sofa. Doch es dauerte keine fünf Minuten ehe sie die holprige Fahrt überwunden hatte und ihr neues Revier unter die Lupe nahm. Dabei wurde jede noch so kleine Ecke intensiv beschnuppert. Miri's neue "Dosenöffner" sind so glücklich endlich wieder eine Samtpfote im Haus zu haben, die sie rund um die Uhr streicheln können. Und wir freuen uns für Miri, dass sie so ein tolles Zuhause bekommen hat, wo ihr sicher jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird.

 

07.01.2019

Wir erhielten eine Mail von unserem lieben Aramis. Aber es waren diesmal keine Grüße aus einem schönen Urlaub, sondern Fotos von dem Rüden am Tropf (!) und sehr besorgte, schockierte Zeilen seiner Familie. Was war geschehen? Aramis hatte offenbar einen Giftköder aufgenommen! In seiner Heimatstadt ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Hundehasser unterwegs, der diese Verbrechen begeht. Aramis hatte riesengroßes Glück. Zum Einen, weil seine Leute den Ernst der Situation erkannten und umgehend einen Tierarzt aufsuchten. Und zum Anderen, weil dieser Tierarzt fachlich kompetent war und sofort die richtigen Maßnahmen einleitete. Aramis war sehr tapfer, blieb auch zu Hause artig liegen, als er weiter infundiert wurde. Er konnte gerettet werden und ist auf dem Weg der Besserung. Bei allen Beteiligten sitzt der Schock über solch eine Untat tief. Mit vielen Helfern wurde Aramis in Russland gerettet, nach Deutschland transportiert, hier gepflegt und vermittelt, so dass er endlich glücklich sein kann. Und dann wird sein Leben fast ausgelöscht von so einem Idioten. Unfassbar.

 

05./06.01.2019

Wir machen uns große Sorgen um unseren Kater Flocke. Der "Nackte" war plötzlich geplagt von einem ganz üblen, wässrigen Durchfall. Da damit ja viel Flüssigkeit verloren geht, war es uns wichtig, dass Flocke an die Infusion kommt. Also brachten wir ihn zur stationären Behandlung und eingehenden Diagnostik in die Tierklinik. Flocke hatte zu allem Übel auch noch Untertemperatur, die sich leider bis zum Sonntagabend hartnäckig hielt, trotz Wärmekissen und allerlei Medikamenten. Ein großes Blutbild und eine Kotprobe wurden ins Laborgeschickt, das Ergebnis steht noch aus. Im schlimmsten Falle hat Flocke einen Tumor im Darm, aber daran wollen wir nicht denken. Wir sind weiterhin optimistisch, dass er sich wieder fängt und es aufwärts geht. Bei Dr. Dziwok ist er in den besten Händen.

 

04.01.2019

Wie bereits am 22.12.2018 an dieser Stelle erwähnt, bekamen wir heute Besuch von der Polizeidirektion Görlitz. Ihr Präsident persönlich sowie eine Mitarbeiterin überbrachten uns den symbolischen Scheck und natürlich auch die Spende, welche wir aus dem Erlös eines weihnachtlichen Marktes erhielten. Im leichten Schneetreiben schauten wir uns gemeinsam ein wenig das Tierheim an, wobei die Tiere in der Scheune am meisten begeisterten. So entstand das Übergabefoto dann auch direkt an Marius seiner Behausung, wovon sich der große Kerl wenig beeindrucken ließ. Wir sagen nochmals Danke für diese finanzielle Unterstützung.

 

03.01.2019

Josi machte sich am Mittag auf den Weg Richtung Löbau, um einen nächsten Schützling von uns zum Glückspilz zu machen. Unterwegs brach der Winter herein, die Autobahn wurde zur Eisstrecke und Josi kam mit Mühe und Tempo 30 nach gefühlter Ewigkeit bei den Tierfreunden an. Zum Glück war weder Mensch, Tier noch Auto auf der Fahrt was passiert. Das grenzt an ein Wunder, standen doch  zahlreiche Fahrzeuge quer auf der Autobahn. Jason, der Auserwählte, konnte also bei seiner Familie einziehen. Man hatte ihm erstmal sein eigenes Zimmer eingerichtet, damit er sich in Ruhe an die Menschen, die Hunde und die Geräusche im Haus gewöhnen kann. Das wird der kleine Tausendsassa schon meistern, da sind wir ganz zuversichtlich.

Und dann knallten im übertragenen Sinne noch die Sektkorken bei uns. Der Anlass war wirklich gigantisch, denn Katze Gerda hat die gewichtsmäßige Schallmauer durchbrochen. Zum ersten Mal beim täglichen Wiegen zeigte die Waage eine "3" vorn, nämlich genau 3010 Gramm. Wow - wir haben uns unbeschreiblich gefreut. Mach bitte weiter so, Gerda, du Tapfere.

 

02.01.2019

Am heutigen Nachmittag ereilte uns eine ganz wunderbare Überraschung. Familie S. kam zu Besuch uns sie hatten unsere ehemalige Hündin Dame mit dabei. Wir hätten uns schon darüber endlos gefreut, denn Dame geht es wirklich blendend - doch es kam noch besser. Familie S. hatte bereits vor der Aufnahme von Dame signalisiert, dass sie gern einer lieben Freigängerkatze ein schönes Zuhause schenken wollten. Und heute war Familie S. da, um dieses Versprechen einzulösen. Beim Besuch in unserem Katzenhaus war die Wahl zwischen all unseren lieben Miezen so schwer, dass die Familie nicht nur eine, sondern gleich zwei Katzen dieses wunderbare Angebot machte. Die Glückspilze waren Betsy und Nea! Natürlich waren wir einverstanden, denn Familie S. hat nicht nur ein Haus mit Grundstück in traumhafter Freigänger Lage, sondern auch das Herz am rechten Fleck. Uns so sagten uns heute ganz überraschend gleich zwei Katzen adé. Ein amüsanter Fakt am Rande: Nea und Betsy sind, mit einem Jahr Abstand, am gleichen Tag im Tierheim abgegeben worden.

 

01.01.2019

Die Silvesternacht ist überstanden. Zum Glück ohne Verletzte bei den Tierheimbewohnern oder anderen Schäden. Das würde uns gerade noch fehlen.  Vereinzelt hörte man noch Knaller, die das ein oder andere Bellkonzert zur Folge hatten. Wenn die Fellnasen doch nur eine Idee davon hätten, welche Sorgen uns derweil plagen. Pünktlich zum Jahresbeginn buchte der Heizöllieferant seine Rechnung ab. 1163 € kostete das Befüllen der Tanks. Schon war das Budget des Tierheimkontos rapide geschmälert. Noch dazu kommt, dass wir ab dem heutigen Tag eine neuerliche Erhöhung des Mindestlohnes um 0,35€ / Stunde mittragen müssen, einhergehend mit der Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge und der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft). Wie man das als gemeinnütziger Verein stemmen soll, hat uns leider niemand verraten. Und so sind wir künftig noch ein bisschen mehr auf Sie, liebe Tierfreunde, angewiesen. Helfen Sie uns, dass wir auch im Jahr 2019 für die Tiere da sein können und ihnen die Hoffnung auf ein besseres Leben geben dürfen. 

 

31.12.2018

Silvester. Der Horror für Haus- und Wildtiere. Obwohl unser Tierheim so abgelegen ist, gab es natürlich einige unter unsere Bewohnern, die der Knallerei nichts Vergnügliches abgewinnen können. So waren wir heute lange damit beschäftigt unsere Hunde zu beruhigen und ihnen zumindest durch unsere tägliche Routine etwas Normalität zu schenken. Fünf Hunde, die sich gar nicht beruhigen wollten, erhielten von uns etwas Adaptil Express, was "Entspannungsbotschaften" auf Pheromonbasis sendet und durch stressreiche Situationen hilft. Damit konnten wir den armen Nasen wenigstens etwas Druck nehmen. Weniger entspannt waren unsere Miezen. Besonders heftig reagierten Jimbo und Flocke. Der Stress durch die Knallerei schlug den beiden gehörig auf den Magen. Wenn man ihnen doch nur erklären könnte, dass sie keine Angst haben brauchen.

 

29/30.12.2018

Der kleine Rüde Skipy hatte einen neuerlichen Termin zur Chemobehandlung seines Tumors. Wie bereits das letzte mal, war Skipy ganz brav und artig, ließ sich Blut abnehmen und ertrug die Infusion mit der Chemotherapie. Da das Bein kurz nach der Injektion jedoch leicht angeschwollen war, ermahnte uns die Tierärztin dazu genau zu beobachten, ob sich dort eine negative Veränderung ergab. Wir behalten das Beinchen jetzt genau unter Beobachtung und hoffen, dass sich alles normalisiert.

 

28.12.2018

Große Aufregung herrschte heute im Tierheim. Es klingelte das Telefon und am anderen Ende war der Patenonkel von Hündin Bonny. Wie viele male zuvor war er auch an diesem Nachmittag mit der Hündin in einem nahe gelegenen Waldstück unterwegs, als sich Bonny vor einem Böller oder Schuss von einem Jäger so erschrak, sich in Panik aus dem Geschirr zog und in den Wald flüchtete. Sofort machten sich Josi, ihr Hund und Annett auf dem Weg, um bei der Suche mit zu helfen, denn das Waldgebiet grenzt direkt an die Autobahn. In der dort gelegenen Gaststätte gaben wir Bescheid und man versprach Augen und Ohren offen zu halten. Nach gut zwei Stunden erhielten wir den Anruf, dass Bonny auf der anderen Seite der Autobahn gesund und munter aufgegriffen wurde. Wir konnten sie also wieder im Empfang nehmen doch der Schreck sitzt tief. Liebe Hundebesitzer: Sichern Sie Ihre Hunde gerade um den Jahreswechsel doppelt mit Halsband und Geschirr. Auch der entspannteste Hund kann in Panik verfallen und entlaufen. Im schlimmsten Fall bezahlen die Tiere für unsere Bequemlichkeit mit dem Leben, also nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter!

 

27.12.2018

Dieser Tag hielt ein Ereignis für uns bereit, welches für so manche Enttäuschung der letzten Zeit entschädigte: wir durften unseren alten Hund Andrew in sein vermutlich erstes gemütliches familiäres Zuhause bringen! Die Fahrt ging ins Erzgebirge, Andrew war während der Reise ganz brav. Dort angekommen, stand erstmal ein kleiner Spaziergang im Garten auf dem Programm, anschließend ging es ins gemütliche Häuschen. Andrews Familie hat sich ganz bewusst für diesen armen Tropf entschieden, möchte ihm seinen letzten Lebensabschnitt so schön wie möglich gestalten. Sie ließ sich auch von Andrews Grummeligkeit nicht abschrecken, überhaupt waren diese Menschen erfreulich vorbehaltlos. Der alte Zottelbär Andrew lebte 9 Jahre in der Smeura in Rumänien und anschließend 1,5 Jahre bei uns. Nun hat er das, wovon er bestimmt sein Leben lang geträumt hat. Möge es für immer halten, möge Andrew dort eines Tages friedlich einschlafen. Hoffentlich erst in ein paar Jahren, damit er dieses Glück noch ein großes Weilchen genießen kann.

 

26.12.2018

Da auch dieser Tag zum Glück für uns alle hier absolut ruhig und friedlich verlief, berichten wir an dieser Stelle von einem weiteren Rückkehrer, der schon ein paar Tage vorher abgegeben wurde. Es ist der kleine Franz-Herbert, seines Zeichnens Meerschweinchen. Wir hatten den hübschen Braunen vor reichlich zwei Monaten gemeinsam mit seinem Kumpel Hans-Ole vermittelt. In dem wahrhaft paradiesischen neuen Zuhause lebte ein weiteres Meerli namens Toffy und dieses war leider Franz-Herbert ein Dorn im Auge. Während sich sein Kumpel und Toffy wunderbar arrangierten, suchte der Braune immer wieder Streit, wurde richtig böse. Die Familie hatte Geduld und startete zahlreiche weitere Versuche der Vergesellschaftung. Leider ohne Erfolg. Wir berieten gemeinsam eine vernünftige Lösung und diese sah dann die Rückgabe von Franz-Herbert vor. Da  erfahrungsgemäß einzelne Meerlis recht gesucht sind, wenn ein Partner verstirbt, hoffen wir auf eine baldige nächste Vermittlung des kleinen Raufboldes. Wir geben ihn nur noch zu einem Weibchen ab, da ist die Erfolgsaussicht einfach größer.

 

25.12.2018

Auch der erste Weihnachtsfeiertag ging friedlich vorüber. Wir nutzten die ruhige Zeit, um bei Marius mal richtig Reine zu machen. Zwölf volle Schubkarren mit altem Stroh holten wir aus Marius Schlafhäuschen, um es im Anschluss mit frischem Einstreu zu bestücken. Marius war bei der ganzen Aufregung im wahrsten Sinne des Wortes "aus dem Häuschen" und beschnüffelte und beäugte alles, was sich in seinem Revier so tat. Nicht nur wir, sondern auch Marius waren zufrieden mit dem Ergebnis. Als wir fertig waren, gab es für Marius noch lecker Schokobrötchen für seine Geduld, die er gierig und mit Inbrunst verputzte.

 

24.12.2018

Weihnachten. Wie jedes Jahr versuchen wir, es unseren Tieren so angenehm wie möglich zu gestalten, damit wir das fehlende Zuhause wenigstens ein Stück weit ersetzen können. Es gab also wieder den großen Weihnachtsschmaus, eine wunderbare Tradition, der sich vorallem Frau I. aus Dresden verschrieben hat. In ihrer Familie sind mehrere Vierbeiner aus unserem Heim glücklich, somit stehen wir in regem Kontakt. Bereits vor Wochen schrieb Frau I., dass sie gern erneut den Weihnachtsschmaus zubereiten würde. Nichts lieber als das. Es gab wieder viele Schachteln, Döschen und Tüten, es war wieder für jeden Geschmack etwas dabei. Alles bestens beschriftet, schon klein geschnitten oder portioniert. Alles frisch und artgerecht - wir und unsere Tiere hatten erneut große Freude daran. Fotos gibt es in diesem Jahr keine, aber wir können Ihnen versichern, dass dieser Schmaus dem Anlass würdig war. Tausend Dank sagen wir Frau I. und wünschen uns, dass die Tradition zum nächsten Weihnachten fortgesetzt wird.

 

22./23.12.2018

Wir sind immer wieder sehr erfreut, wenn tierliebe Menschen speziell für unser Heim initiativ werden, um uns mit einer Spende zu unterstützen. 

So zum Beispiel eine große Baufirma aus Bautzen, welche die von den Praktikanten gefertigten Vogelhäuschen für 5 Euro verkaufte und uns den gesamten Erlös zukommen ließ. Immerhin eine 300-Euro-Spende, für die wir uns vielmals bedanken möchten.

Auch die Kollegen einer Polizeidirektion sammelten anlässlich des Weihnachtsfestes in ihrem Kreise Geld, um es einem guten Zweck zu spenden. Es ging eine Liste rum, in der die Beamten eintragen konnten, wenn sie für spendenwürdig halten. Unser kleine Einrichtung stand mit an vorderster Stelle! Und so bekommen wir am 4.1. eine Spende von den Polizisten übergeben. Toll, oder? Zwei ausgesprochen nette Aktionen mit echtem Weihnachtscharakter. Wir sind wirklich gerührt und sagen von Herzen DANKE!

 

21.12.2018

 Die letzte Tierarztrunde dieses Jahr war schnell abgehandelt. Lediglich zwei Katzen mussten geimpft werden. Weder die scheue Ronja noch die alte Lumpi konnte der Behandlung besonders viel abgewinnen. Trotzdem hielten beide tapfer durch und erhielten ihre Impfung.

Außerdem hatten wir noch Skipys erste Chemotherapie auf dem Programm. Zum Glück kennt Skipy das Autofahren, sodass es ihm nicht viel ausgemacht hat mit uns diesen Ausflug zu unternehmen. Und auch in der Praxis war alles super entspannt. Einmal Blut ziehen, dann die Infusion und schwup waren wir mit Skipy schon wieder auf dem Rückweg. Es werden im wöchentlichen Abstand noch weitere Sitzungen folgen, bis zur vollständigen Heilung.

 

20.12.2018

Die Stadtverwaltung Königsbrück bat uns um die Aufnahme einer jungen Fundkatze. Bereits seit einem Monat suchte man vergeblich nach einem Besitzer. Die dreifarbige Katze war äußerst freundlich und aufgeschlossen, sodass vermutet wurde, ein Leben unter Menschen ist ihr nicht fremd. Doch niemand vermisste dieses verschmuste Tier. Wir kamen der Bitte der Stadtverwaltung nach und nahmen Kiwi, wie wir sie nannten, in unsere Obhut. Sie ist wirklich kein bisschen schüchtern und bringt einen sofort zum lächeln, wenn man sie erblickt. Wirklich seltsam, dass niemand dieses nette Tier vermisst. Gewiss werden wir ein schönes Zuhause für Kiwi finden.

 

19.12.2018

Wie wichtig es ist, ein Tier nicht einfach in die Hände fremder Menschen zu geben, sondern sich vorher das Zuhause der Interessenten genauer anzuschauen, haben wir erneut an gleich zwei Beispielen festgestellt. Josi fuhr in einen Nachbarort, um eine Vorkontrolle für einen Verein aus den alten Bundesländern zu machen, welcher eine vielversprechend klingende Anfrage für eine Hündin aus einem italienischen Canile hatte. Was sie vorfand, war eine verqualmte Wohnung mit Matrazen auf dem Fußboden, einen 15 qm großen Gemeinschaftsgarten mit löchrigem Zaun und Menschen, die ziemlich gleichgültig auftraten. Um nur Einiges zu nennen. Das teilten wir dem Verein umgehend mit, der daraufhin von einer Vermittlung Abstand nahm.

So ähnlich verhielt es sich leider auch bei Katze Miri. Wir fuhren schon zu zweit in die sächsische Schweiz, da es gewisse Zweifel gab, wir aber dennoch die Chance nicht ungenutzt lassen wollten. Aber auch in dieser Wohnung wurden wir ernüchtert. Eine Decke in einer Gemüsekiste und ein Lappen auf der Fensterbank, dass waren die Plätze für Miri. Kein Kratzbaum, nichts. Fressen sollte sie direkt vorm Katzenklo. Die vorgesehene Treppe für den Balkon war nicht vorhanden, auch das angegebene Nebengelass als Unterschlupf gab es nicht. Wir möchten hier keine weiteren Einzelheiten nennen, jedenfalls fuhr Miri wieder mit uns ins Tierheim. Für diese liebe Miez gibt es gewiss einen besseren Platz.

 

18.12.2018

Woran merkt man, dass das Weihnachtsfest naht? Der Postbote schwitzt trotz Minusgraden. Uns erreichten zahlreiche Pakete und Sachspenden - nicht nur per Post sondern auch in unserer Öffnungszeit. Wir waren also einige Zeit damit beschäftigt, alles auszupacken und aufzuräumen. Es ist einfach wunderbar wie viele nette Menschen auch an die Tiere im Tierheim denken, die das Weihnachtsfest nicht im Kreise einer Familie verbringen können. Und auch für das leibliche Wohl der Mitarbeiter wurde gesorgt. Wir möchten auf diesem Wege noch einmal allen Danken, die es uns ermöglicht haben, auch dieses Jahr das beste für unsere Schützlinge zu erreichen. DANKE.

 

17.12.2018

Der Baumarkt Werkers Welt in Pulsnitz machte uns eine große vorweihnachtliche Freude: wir durften uns Holzlasuren und Holzfarben in gewünschter Menge raussuchen und mit ins Tierheim nehmen. Lediglich eine Spendenbescheinigung sollten wir ausstellen. Durch einen Sortimentswechsel waren verschiedene Bestände im Lacke-/Farbenbereich übrig und aus denen konnten wir wählen. Das machte unserem Hausmeister natürlich großen Spaß. Die Lücken im Laderaum unseres Autos füllte der Markt dann noch mit einer Futterspende.

Wir bedanken uns vielmals für diese tolle Unterstützung.

 

15./16.12.2018

Kater Moritz konnte aus der Klinik abgeholt werden und seinen angestammten Platz im Tierheim wieder einnehmen. Es geht ihm wieder richtig gut, was uns über die Maßen freut und beruhigt. Seine Blutwerte weisen für sein Alter tadellose Werte aus. An was Moritz gelitten hat und woher die seltsame Symptome rührten, wird sein Geheimnis bleiben. Bei all den durchgeführten tierärztlichen Untersuchungen wurde keine Ursache gefunden. Nun hoffen wir, dass Moritz stabil bleibt.

 

14.12.2018

Ein kleiner Stern leuchtet für uns am Ende des Tunnels und will uns Mut machen. Wir durften eines unserer älteren Tiere in ein absolut passendes, wunderbares Zuhause bringen. Der Glückspilz ist Kater Rocky. Er wohnt seit gestern im Spreewald in einem Ortsteil von Lübben und dort in einem hübschen Häuschen. Das noch viel Bessere daran ist aber, dass in diesem Haus drei besonders liebe Zweibeiner für ihn sorgen werden und - das er von drei Hunden umgeben ist. Rocky liebt doch Hunde so sehr! Wir werden gewiss nicht gleich euphorisch, zu sehr enttäuscht worden wir in der letzten Zeit. Aber eine gewisse Portion Freude kommt schon auf angesichts dieser Vermittlung. Möge sie bitte dauerhaft halten.

 

13.12.2018

Wie soll man es noch nett umschreiben? Katze Lumpi verlor nach 14 Jahren ihr Zuhause. Grund dafür ist, dass ihre Besitzerin pflegebedürftig wurde und niemand sich um die alte Mieze kümmern konnte oder wollte. Für die Katzenomi ist das natürlich ein ganz enormer Einschnitt in ihrem Leben, den sie nicht ohne weiteres hinnimmt. Lumpi verkrümelte sich also in der hintersten Ecke des Quarantänekäfigs und wollte uns nicht einmal anschauen. Es bricht uns das Herz immer wieder so alte Tiere aufnehmen zu müssen und sie derart leiden zu sehen.

 

12.12.2018

Die Abwesenheit unseres Glücks sollte sich keinesfalls auf unsere Tiere auswirken. Darum gab es heute mal wieder eine ganz besondere Leckerei. Wir kaufte leckere Broiler (Brathähnchen) für unsere Schützlinge! Mit etwas Friemelei trennten wir das Fleisch von den Knochen und es gab für jeden ein wenig in den Napf. Gerda, die im Nachbarraum der Futterküche gerade ein Nickerchen hielt, wurde durch den herrlichen Duft sofort munter. Sie miaute aus voller Kehle, bis wir ihr endlich etwas in den Napf füllten. Das machten wir natürlich gern. Diesen vorweihnachtlichen Schmaus wollten wir unseren Schützlingen einfach gönnen. 

 

11.12.2018

Leider scheint sich unser "Glück" dem Wetter anzupassen. Im matschigen Schneeregen wurde uns heute der kleine Rüde Skipy zurückgebracht. Grund dafür war, dass Skipy ein Sticker-Sarkom hat. Eine Erkrankung, welche ordentlich behandelt eine sehr gute Heilungschance hat. Unglücklicherweise erkannte dies der behandelnde Tierarzt nicht, verordnete stattdessen Antibiotika. Diese führten bei Skipy zusätzlich zu hartnäckigen, wiederkehrendem Durchfall. Die Nerven lagen blank, Skipy wurde unverschuldet zur Last. Erst als auf unsere Drängen hin unser Tierarzt konsultiert wurde, erhielt man die Diagnose Sticker-Sarkom. Doch das Urteil war gesprochen: Skipy soll wieder ins Tierheim. Der kleine Rüde versteht die Welt nicht mehr und beklagt nun lautstark sein Schicksal.

 

10.12.2018

Derzeit scheinen wir von einer Pechsträhne verfolgt zu werden. Kater Moritz machte einen schlappen Eindruck, schlief auffallend viel und wollte nichts fressen. Nach etwas Motivation rappelte er sich doch auf, kam uns allerdings sehr steif vor. Das gefiel uns ganz und gar nicht. Wir fuhren sicherheitshalber zum Tierarzt, wo er stationär aufgenommen wurde. Hoffentlich findet man heraus, woran er leidet. Auf dem Rückweg bemerkten wir, dass unser Tierheimauto einen Platten hat. Auch das noch. Es hilft ja nichts: Wir stellten das Gefährt bei der Werkstatt unseres Vertrauens ab. Als wir dann am Nachmittag zu Fuß im Tierheim ankamen und uns wenigstens am schönen Weihnachtsbaumschmuck erfreuen wollten, mussten wir feststellen, dass freche Mäuschen sich am Kabel vergangen hatten. Die Lichter blieben dunkel. Hoffen wir, dass unser Hausmeister in den nächsten Tagen noch etwas retten kann.

 Manche Tage sollte man wirklich aus dem Kalender streichen. 

 

08./09.12.2018

Eine tierliebe Frau aus Bischofwerda brachte uns eine Barspende in einem Umschlag. Aber das war nicht irgendeine Spende. Diese Dame hatte sich richtig Mühe gemacht und wunderschöne Adventsherzen aus Naturmaterial gefertigt, welche sie auf einem kleinen, feinen Weihnachtsmarkt verkaufte. Der Erlös wanderte in das Kuvert, welches uns gemeinsam mit einem dieser äußerst geschmackvollen Schmuckstücke übergeben wurde. Wir bedanken uns auf das Herzlichste für diese tolle Initiative.

 

07.12.2018

Zwei weitere Miezen haben die Quarantänezeit erfolgreich und ohne besondere Vorkommisse hinter sich gebracht. Der hübsche junge Kater Jason und die achtjährige getigerte Findus sind in unsere Katzenhäuser umgezogen. Findus verkrümelte sich gleich unter dem Sofa, wo sie sich in der Gesellschaft der scheuen Gabi wieder fand. Wir hoffen, dass sich Findus in ein paar Tagen eingelebt hat und sich dazu entschließt lieber auf dem Sofa zu ruhen. Jason fand den Trubel in unserem "Katzenkindergarten" in gleichem Maße spannend wie beängstigend. Bestimmt wird er bald wieder zu alter Form zurück gefunden haben und dann miauend alle Besucher empfangen.

Außerdem waren wir heute einige Zeit damit beschäftigt unsere Scheune auszumisten. Grund dafür ist der bevorstehende Termin zur Sperrmüllabholung. Kaputte Kratzbäume, zernagte Hundekörbchen und andere Zeugen des Lebens in unserem Tierheim sammelten sich im letzten Jahr reichlich an. Nach dem "Budenschwung" in der Scheune hat man jetzt wieder allerhand Platz und freie Fläche. Die Scheunenkatzen beäugten soviel Bewegung lieber aus sicherer Entfernung. Nur der Frechdachs Friedrich wollte vor Neugier überall seine Nase hineinstecken.

 

06.12.2018

Leider gab es wieder einen Rückkehrer zu vermelden. Kater Kenny musste von uns abgeholt werden. Er durchlebte nach seiner Vermittlung eine absolute Wesensänderung, die uns allerhand Rätsel aufgibt. Er terrorisierte nicht nur Kater Steffen, mit dem er gemeinsam vermittelt wurde, sondern auch alle Katzen der Umgebung. Er spulte sich regelrecht hoch, bevor er nach draußen ging, als wäre er auf Ärger aus und würde die Konfrontation suchen. Nach und nach richtete sich sein Frust dann auch gegen Zweibeiner, bis die Stimmung kippte und der Entschluss feststand, dass Kenny zurück ins Tierheim muss. Wie aus "unserem" Kuschelkenny dieser Rambo werden konnte, ist uns nicht klar. Nun werden wir sehen, ob sich Kenny bei uns wieder etwas akklimatisiert und auf den Boden der Tatsachen zurückkommt.

 

05.12.2018

Zur Tierarztvisite gab es diese Woche für drei Miezen einen Pieks. Die liebe Findus, der kecke Jason und der gemütliche Peter wurden gründlich untersucht und im Anschluss geimpft. Nachdem Peter zuletzt wegen einer Entzündung in der Blase behandelt wurde, stand eine Nachkontrolle an. Leider war diese nicht zufrieden stellend und nur eine minimale Besserung war zu erkennen. Es stand der Verdacht im Raum, dass er Struvitkristalle hat, die den entzündlichen Prozess befeuern. Um Klarheit zu erlangen, wird Peter in den nächsten Tagen zum Ultraschall der Blase in die Klinik müssen. Danach waren die Hunde an der Reihe. Lediglich zwei Hunde mussten nach dem Gesundheitscheck mit der Spritze geärgert werden. Alles in allem, war es diese Woche ein kurzes Vergnügen mit der Tierärztin.

 

04.12.2018

Der hübsche Kater Ricardo packte sein Köfferchen und verließ das Tierheim. In einer großen Transportbox reiste er nach Großerkmannsdorf, wo bereits ein weiterer junger Kater auf den hübschen Burschen wartete. Trotz der überschaubaren Fahrtdauer, machte Ricardo seinem Unmut Luft und miaute die ganze Fahrt unablässig. In dem großen Haus angekommen, startete er gleich seine Erkundungstour. Obwohl wir erwartete hätten, dass er sich erst einmal versteckt, stapfte er mutig durch alle Zimmer in allen Etagen. Als der bereits vorhandene Kater Ricardo erblickte, entwich ihm ein leises knurren. Doch Ricardo war nicht beeindruckt und stiefelte fröhlich weiter. Als Auskuck wählte er dann das Sofa und beobachte dann seinen, hoffentlich bald, besten Freund und sondierte die weitere Lage. Wenn sich Ricardo dann vollends eingelebt hat, steht ihm nicht nur das riesige Haus, sondern Freigang in einer wundervollen Katzenfreundlichen Umgebung. Wir hoffen, dass die beiden Katerchen bald richtig dicke Kumpels sind und die Umgebung zusammen unsicher machen können.

 

03.12.2018

Nächster Kontrolltermin für Helga bei Dr.Dziwok. Drei Wochen waren seit der letzten Inaugenscheinnahme vergangen und wir fuhren mit einem guten Gefühl in die Praxis. Helga ist mittlerweile stundenweise im Hofrudel und bewegt sich fast "rund". Aber was sagt der Doc dazu? Er hat ja immer den kritischen Blick und das ist auch gut so. Um es kurz zu machen: Dr.Dziwok war begeistert vom Heilungsprozess nach der Femurkopfentfernung. Das Beste ist, dass sich die luxierte Kniescheibe durch die Korrektur des Beines  von selbst eingerenkt hat und bombenfest an der richtigen Stelle sitzt. Sensationell! Über eine weitere OP brauchen wir also nicht mehr nachdenken. Helga muss nun weiterhin kontrolliert bewegt werden, damit sie das Bein noch mehr belastet. Dies ist für den Aufbau der Muskulatur überaus wichtig. Also heißt es wieder 3x täglich Gassigehen mit ihr, was sie natürlich sehr genießt.

 

01./02.12.2018

Leider haben wir einen nächsten Rückkehrer zu vermelden. Die kleine weiß-braune Hündin Lenuta zog wieder bei uns ein. Ihre Besitzerin hat offenbar große gesundheitliche Probleme, außerdem ist ihre finanzielle Situation instabil. So sah sie keinen anderen Weg, als Lenuta zu uns zurück zu geben. Im Anfrageformular, welches vor der Vermittlung im Sommer 2017 ausgefüllt wurde, steht allerdings auch, dass sich im Krankheitsfall Familie und Freunde um den Hund kümmern. Tja, Papier ist geduldig. Mann und Kinder haben offenbar andere Interessen und die Eltern übernahmen lediglich den Weg ins Heim, um Lenuta zurück zu bringen. Für die hübsche Vierjährige wird es eine neue Chance geben. Am Abgabetag zeigte sie uns allerdings deutlich, wie ihr die Situation gerade missfällt. Uns auch, kleine Hündin, aber wir machen gemeinsam das Beste daraus. Versprochen.

 

30.11.2018

Eine eher ungewöhnliche Aufgabe ereilte unseren Hausmeister. Er durfte heute einen kleinen Weihnachtsbaum hübsch mit LED-Lichterkette verzieren und im Eingangsbereich unseres Tierheims aufstellen. Diesen eher ungewöhnlichen Wunsch erfüllte uns die liebe Frau B. aus Bautzen. Danke dafür! Nun erstrahlt das hübsche Bäumchen weithin sichtbar für uns und unsere Besucher. Auf das die besinnliche Zeit auch im stressigen Tierheimalltag ankommen möge. Wir sind guter Hoffnung und werden uns nun täglich an diesem schönen und dekorativem Anblick erfreuen. Der Advent kann kommen.

 

29.11.2018

Unser Katzenbestand zählt zwei Kandidaten mehr. In unsere Hände wurden zwei bildhübsche griechische Katzen gegeben, welche eine tierliebe Frau aus ihrem Urlaub in Athen mitgebracht hatte. Sie versorgte die Tiere dort, ließ sie auch impfen, chippen und sterilisieren. Die Reise überstanden die beiden Samtpfoten prima, doch dann erhielt der Erfolgsweg einen Knick. Der Vermieter duldete die Katzen nicht in der Wohnung, setzte eine Frist zur Abgabe. Wir nahmen die Beiden auf, die auf die klangvollen Namen Dalila und Simonetta hören. Und wir sind optimistisch, dass es für diese Göttinnen doch noch ein Happy End geben wird, denn sie haben wirklich Charme, wenn auch noch etwas Angst aufgrund der neuen Situation.

 

28.11.2018

Unsere Gerda scheint auf dem Weg der Besserung. Gierig wartet sie darauf, dass es endlich wieder Futter gibt und verspachtelt es dann meist in einem Rutsch. Sie genießt die Wärme der Rotlichtlampe oder schmiegt sich an die Wärmflasche. Nun durfte sie sich wieder unter Aufsicht im Raum die Beine vertreten, als unser lustiges Bild der Woche entstand. Aktuell steht Gerda noch unter Medikamenten aber wir sind voller Hoffnung, dass sie auch diese Hürde meistert. Die alte Kämpferin Gerda ist so tapfer. Danke an alle, die mit uns Daumen gedrückt haben. 

 

27.11.2018

Die drei hübschen Kater Ricardo, Rosario und Roberto sind in unser kleines Katzenhaus, zu dem "Jungvolk" umgezogen. Auch wenn die drei um einiges größer sind als Miris Kids, sind sie dennoch nicht sehr viel älter. Unsere Tierärztin vermutet, dass irgendwo im Stammbaum der drei Brüder ein Main Coone versteckt sein muss. Anders ließe sich nicht erklären wieso die drei Kater derart groß gewachsen sind. Auch bei der letzten Untersuchung fanden wir noch Milchzähne, die noch nicht gänzlich durchgewechselt sind. Als wir die drei Brüder im Katzenhaus aus der Transportbox ließen, machten sie erst einmal große Augen bei dem Trubel, den die fünf anderen Jungtiere veranstalteten. Ricardo war der erste, den es nicht mehr auf dem Stuhl gehalten hat. Er flitzte und tobte umher, rannte durch den Rascheltunnel und schoss die Spielzeugmäuschen umher. Nun fehlt den drei Katerchen nur noch ein liebevolles Zuhause.

 

26.11.2018

Katzenvermehrung einzudämmen ist ein ganz wichtiger Punkt des Tierschutzes. Am heutigen Tag haben wir erneut einen Beitrag dazu geleistet. Auf einem Hof in einer Gemeinde ca. 15 km entfernt von uns, gab es seit Jahren 2x jährlich reichlich Katzennachwuchs. Von mehreren Seiten wurden wir darauf aufmerksam gemacht. Nun endlich konnten wir die Leute davon überzeugen, uns die 4 Mutterkatzen zum Zwecke der für sie kostenlosen Kastration zu übergeben. Die Mädels wurden erfolgreich unfruchtbar gemacht und werden morgen wieder zurück gesetzt. Damit haben wir innerhalb von wenigen Wochen aus diesem Ort bereits 9 weibliche Katzen kastrieren lassen, denn an einer anderen Stelle waren es 5 Mädels. Wieviel ungewollter, ungeliebter Nachwuchs damit verhindert wurde, kann sich Jeder ausrechnen. Wichtig ist eben, dass es bei den Besitzern/Versorgern "Klick" macht und sie bereit sind, mit uns gemeinsam diesen Schritt zu gehen. 

 

24./25.11.2018

Nach 8 Monaten und zwei großen Operationen ist Dame am Ziel ihrer Wünsche angekommen. Von nun an hält das Leben ganz bestimmt nur noch sonnige Tage für diese tapfere Hündin bereit. Ihre neue Familie hat in der Vergangenheit bereits bei zwei Hunden aus unserem Tierheim bewiesen, über welch großes Herz sie verfügt und das sie alles für ihre Tiere tut. Dame fühlte sich in dem wunderschönen, geräumigen Fachwerkhaus mit Fußbodenheizung auch sofort wohl. Sie legte sich während unseres Gespräches zwischen die Stühle und relaxte, gerade so, als wäre sie schon lange dort daheim. Die selbstsichere kleine Hündin Gömbi aus Ungarn, die bereits dort wohnt, nimmt Dame die Restskepsis, die vielleicht noch vorhanden ist. Beide Hunde haben sich auf Anhieb verstanden, auch schon bei den Besuchen hier vor Ort. Wir sind also guten Mutes, dass dies eine Vermittlung von Dauer ist, verbunden mit Freude und Glückseligkeit bei allen Beteiligten. Unser großer Dank geht an Familie Sch. für diese Adoption. Keine Gezeter bezüglich der "zusammengebastelten" Knochen von Dame, keine Vorurteile, keine Angst vor dem, was kommen könnte. Einfach nur Liebe und Willkommenskultur. Das tut so unbeschreiblich gut.

 

23.11.2018

Gestern noch lobten wir Gerda für ihre gute Genesung. Heute bot sich ein beunruhigendes Bild. Gerda erbrach sich, wollte nicht fressen, speichelte und hatte Untertemperatur. Es half nichts: sie musste dringend zum Tierarzt. Unsere Sorge war groß, immerhin ist Gerda noch immer sehr dünn und ihr kleiner Körper hat keine Reserven. In der Praxis wurde sie gründlich durchgecheckt, erhielt mehrere Aufbauspritzen, etwas gegen die Übelkeit und wurde infundiert. Es besteht der Verdacht, dass sie einen Katzenschnupfen ausbrütet. Sofort bauten wir eine Rotlichtlampe vor Gerdas Schlafplatz und bestückten das Körbchen mit einer Wärmflasche. Neben einer Aufbaupaste, sollten wir Gerda mit Futter gegen Durchfall und Erbrechen versorgen. Außerdem sollten wir in den nächsten Tagen täglich mit Gerda vorstellig werden, um sie auch medizinisch engmaschig zu versorgen. Drücken Sie bitte alle Däumchen und Pfötchen, dass sich Gerda wieder fängt und es ihr bald besser geht.

 

22.11.2018

Bei der Tierarztrunde diese Woche konnten 6 Katzen erfolgreich geimpft werden. Bei niemandem hatte die Tierärztin Grund zu klagen. Lediglich bei Max und Moritz war es unmöglich das Herz abzuhören, da beide um die Wette schnurrten. Unkooperativ durch Freundlichkeit. Lieber so, als anders. Außerdem holten wir uns noch einmal Rat, weil Kater Peter, trotz unauffälliger Nierenwerte, viel trinkt. Wir kamen überein, dass man der Ursache mit einer Urinprobe näherkommen könnte. Und tatsächlich! Peter hat Eiweiß und Blut im Urin. Sogleich bekam er Medikamente verordnet, die ihm hoffentlich zu einer raschen Genesung verhelfen. Als nächstes versicherte sich die Ärztin, dass auch bei der alten Gerda alles in bester Ordnung war. Im Anschluss baten wir die Tierärztin einen Blick auf die Hündin Sandy zu werfen, die erst diese Woche bei uns ankam. Sie lobte gleich, was für ein glänzendes Fell die Hündin hat. Bis auf den sichtbaren Überbiss gab es auch hier keine Beanstandungen. Zum Schluss schauten wir noch bei Florel vorbei. Seine Daumenkralle bereitete uns immer noch Sorgen und tat ihm offenbar weh. Doch auch da wusste die Tierärztin Rat und entfernte das kaputte Stück. Damit Florel nicht weiter daran leckt und sich das Pfötchen am Ende noch entzündet, muss er die nächste Woche einen Trichter tragen. Wenn er nur wüsste, dass dies zu seinem Besten ist, würde er uns bestimmt nicht so vorwurfsvoll anschauen.

 

21.11.2018

Bitte halten Sie sich fest: Hund Runner musste bereits heute wieder abgeholt werden. Zwei Tage nach seinem Umzug trat er den Rückweg mit Mario an. Der Grund lässt uns nur noch Kopf schütteln: für einen 10-jährigen Hund ließe sich keine Krankenversicherung mehr abschließen, somit könne man die Verantwortung für Runners Zukunft nicht übernehmen.

Außerdem würde der Hund nicht rennen (Runner?) und kenne keine Kommandos. Ein Hund, der der rumänischen Hölle entkommen ist, der einfach nur anschmiegsam, lieb und sanftmütig ist, noch dazu super an der Leine läuft, wird nach zwei Tagen daran gemessen... Auch über das Alter hätten wir nicht richtig informiert, wurde gesagt. Dabei kann man sogar unter "Aufnahmepatenschaft" Runners Alter lesen. Wir sind wieder einmal fassungslos und einfach nur bitter enttäuscht. Das es für den hübschen Runner eine zweite Chance gibt, daran zweifeln wir jedoch keine Minute.

 

20.11.2018

Und noch ein lieber Hund durfte uns verlassen. Der unfassbar hübsche Marco hat das Herz einer netten Familie im Sturm erobert und residiert jetzt nahe Neustadt in Sachsen. Im neu gebauten Häuschen auf einem riesigen Grundstück lebt er nun mit diversen anderen Tierarten. Schon bei der Ankunft beäugte er neugierig die Enten. Und die Enten schauten neugierig zurück. Als wir an den Ziegen und Schafen vorbei liefen, hatte Marco etwas Bammel. Aber das ließ er rasch hinter sich, als wir im Wohnhaus angekommen waren. Dort wälzte er sich genüsslich auf dem Teppich, der direkt vor dem warmen Kamin lag. Ins Obergeschoss wollte er erst einmal nicht, aber auch diese Hürde wird bald überwunden sein. Wir freuen uns, dass Marco nicht so lange im Tierheim ausharren musste und hoffen, dass er noch viele glückliche Jahre mit Bauernhofflair in seiner neuen Familie verbringen darf.

 

19.11.2018

Gegen Mittag fuhr Mario mit dem süßen Rüden Runner nach Dresden, um ihn seiner neuen Familie zu übergeben. Der 10-jährige rumänische Hund hat es nicht mal bis auf die Homepage geschafft, so schnell hatten sich Tierfreunde für ihn interessiert. Gesehen und geliebt und das auf beiden Seiten. Runner protestierte auf der Fahrt lautstark, aber nach der Ankunft war der Kummer vergessen. Es gab sooo viel zu schnuppern! In der Wohnung verlief alles reibungslos, Runner saß neben Mario. Und er wollte wieder mit ihm mit, als der Abschied nahte. Es ist gut, dass es den Hunden bei uns gefällt, aber ein Zuhause ist noch was ganz Anderes. Dies wird das wuschelige Kerlchen bestimmt bald zu schätzen wissen.

Den freigewordenen Platz nahm eine Stunde später die sanftmütige, zierliche Hündin Sandy ein, von der wir am 1.11. unter "Neues" berichteten. Sandy war bereits eine Woche bei Marion, um sich in aller Ruhe von der schlimmen Zeit in Rumänien zu erholen. Dies gelang ganz prächtig, Sandy ist eine äußerst liebenswerte kleine Maus. Morgen wird sie ins Hofrudel integriert, was dann hoffentlich der nächste Schritt in Richtung eigenem Zuhause ist.

 

17./18.11.2018

Über diese Vermittlung haben wir uns besonders gefreut: Katze Mo durfte das Tierheim verlassen. Als letzte der 4 "M" Katzen (Markus, Marlies, Madeleine) hat Mo nun ein feines Plätzchen in einem geräumigen Haus gefunden, bei Menschen, die ihr viel Liebe geben möchten. Ihre Motivation Mo aufzunehmen war tatsächlich, dass diese Katze unbedingt Zuwendung braucht. Und damit haben sie so recht. Wie nicht anders zu erwarten, versteckte sich die schüchterne Mo nach der Ankunft erstmal im Kellerraum, wo es gefühlte tausend Verstecke gab. Ihre Toilette stand auch dort unten, außerdem stellte das neue Frauchen noch einen Wassernapf hin. Der gefüllte Futternapf blieb oben in der Küche, damit Mo einen Grund hat, ihre Deckung zu verlassen und in die Nähe ihrer Menschen zu kommen. Vermutlich wird dies ein paar Tage dauern, aber wir sind zuversichtlich, dass Mo "auftaut". Es ist ein sehr gutes Gefühl, diese unscheinbare Katze, die sich immer im Hintergrund gehalten hat, so gut aufgehoben zu wissen. Wir sagen vielmals DANKE an ihre neue Familie.

 

16.11.2018

Wir waren einmal mehr mit unseren Schützlingen beim Tierarzt. Mitgefahren sind die vier Jungtiere von Miri, die einen Kastrationstermin hatten. Einzig das Katerchen blieb allein zurück im Tierheim. Der kleine Cedric verstand die Welt nicht mehr, dass wir ihm seine Schwestern entführt haben. Und so jammerte er kläglich. Erst als wir ihm eine große Portion Nassfutter brachten, war die Trauer vergessen. Er verspachtelte seine Portion gierig, putzte sich dann etwas und hielt ein Nickerchen. Schon ein paar Stunden später konnten wir die Mädels wieder abholen, die Kastration verlief problemlos. Bei Candy wurde neben der Kastration auch ein Nabelbruch operiert. Auf die Kleine sollen wir ein Auge haben, da ihre Gebärmutter etwas angeschwollen war und die Ursache dafür nicht ganz klar ist. Cedric war heilfroh, seine Schwestern wieder bei sich zu haben.

Wir hatten mit der Tierärztin vereinbart, dass wir Gerda gleich noch einmal zur Nachkontrolle vorstellen wollten. Auch hier war die Veterinärin voll der Lobesworte über die gute Wundheilung. Die Ohrränder wiesen keine Verkrustungen auf und beim Kontrollwiegen brachte Gerda ein neues Spitzengewicht auf die Waage. Als Sahnehäubchen gab es den pathologischen Befund der eingeschickten Gewebeprobe von Gerdas Ohr. Ergebnis: die Wundränder sind frei von Krebszellen. Dies bedeutet, es wurde beim Schneiden alles erwischt. Wunderbar. Wir sind so froh, dass Gerda gefunden wurde und jetzt auf dem aufsteigenden Ast ist. Nicht auszudenken, wie elendiglich die arme Mieze ganz allein da draußen zugrunde gesiecht wäre.

 

15.11.2018

Am späten Mittag brachte Mario den großen Rüden Fozzy zu seiner neuen Familie nach Klipphausen. Diese berichtete uns am Abend Folgendes: Gleich nach Ankunft fläzte sich Fozzy aufs Sofa und betrachtete von dort aus das Geschehen. Als Mario gegangen war, folgte ein gemeinsamer Mittagsschlaf mit Herrchen, denn der Rüde signalisierte deutlich, dass er erstmal die neue Situation überdenken muss. Im Anschluss gab es "Futter für Alle". Während seine Menschen aßen, saß Fozzy brav auf seinem Platz, machte keine Anstalten zu betteln oder sich aufzudrängen. Von diesem tadellosen Verhalten waren seine Leute ganz entzückt. Sein eigenes Futter verschlang der Rüde nicht halb so gierig wie im Tierheim, im Gegenteil. Offenbar hatte er schon erkannt, dass ihm dort niemand die Bissen streitig macht und er die Mahlzeit genießen kann. Der anschließende Aufenthalt im Garten war ebenfalls entspannt bis eine kleine freche Katze aus der Nachbarschaft aufkreuzte. Die schien es wissen zu wollen und kam ganz nah an Fozzy ran. Der Hund war an der Leine, saß bei Herrchen am Stuhl und - machte gar nichts. Er schaute die Katze nur grimmig an, als wolle er mit einem Blick sagen, dass dies hier sein Revier ist und das genügte. Der kleine Provokateur trollte sich. Am Abend ging dann die Familie gemeinsam noch eine ausgiebige Runde Gassi. Es ist interessant mal zu hören, wie so ein Ankunftstag verläuft und wie vorbildlich sich ein Hund aus dem Tierheim verhält. Wir wünschen, dass diese Harmonie für immer anhält.

 

14.11.2018

Heute durften wir eine Menge Futterspenden abholen. Unter anderem aus unserer Spendenbox, die im Rewe Pulsnitz steht und auch von der WerkersWelt in Pulsnitz. Zeitgleich erreichte uns auch das gespendete Futter vom Edeka aus Radeberg. An dieser Stelle einmal mehr ein herzliches Dankeschön an die vielen anonymen Gönner. Mit vereinten Kräften buchsierten wir die vielen Kisten, Beutel und Säcke in unsere Scheune und sortierten dann die Futterspenden an den dafür vorgesehenen Platz. Nach gut 45 Minuten war es geschafft und unser Vorratslager stand gut da. 

Ein bisschen Sorgen hatten wir am Nachmittag. Florel humpelte. Als wir uns den Senior genauer beschauten, stellten wir fest, dass seine Daumenkralle eingerissen war und etwas blutete. Rasch die Krallenschere geholt und das Übel beseitigt. Noch eine ganze Weile würdigte uns Florel keines Blickes und leckte wehleidig sein Pfötchen. Am Abend war dann aber alles vergessen und er nahm freudig sein Betthupferl in Empfang. 

 

13.11.2018

Zuwachs in unserem Katzenbestand: eine Fundkatze fand den Weg zu uns. Eigentlich wollten die Finder den älteren Kater behalten, fütterten ihn, stellten ihn dem Tierarzt vor. Doch leider zeigte sich Rocky, wie die Finder den Kater nannten, äußerst aggressiv gegenüber seinen Artgenossen. Das gefiel der bereits vorhandenen Katze überhaupt nicht und führte dazu, dass Rocky zu uns umsiedeln musste. In den Wochen, die Rocky das Übergangszuhause hatte, konnten die Leute einige nützliche Informationen sammeln. Zum Beispiel liebt der Kater Hunde über alles, streift um deren Beine, schnuppert am Mäulchen, kuschelt mit ihnen - aber reagiert gegenüber Katzen mit erbarmungsloser Härte. Außerdem kann Rocky Türen öffnen und ist sehr anhänglich. Wir werden dem Kater nun einen Einzelplatz zuweisen und hoffen, dass er rasch ein Für-Immer-Zuhause findet.

 

12.11.2018

An diesem Tag hieß es 2x Fahrt zum Tierarzt. Es standen die Nachkontrollen der OP´s bei Helga und Gerda an. Die erste Tour ging um 12:30 Uhr in Richtung Steina, wo sich Dr.Dziwok den Heilungsverlauf und das Gangbild von Helga anschaute. Er war mit Beidem hoch zufrieden. In der Tat ist es sensationell, wie gut Helga 6 Tage nach dem großen Eingriff läuft. Sie ist ja kaum zu bremsen, aber wir müssen auf langsames Gehen achten. Nur keine Überlastung, das könnte fatale Folgen haben. Die nächste Kontrolle findet bei weiterhin gutem Verlauf erst am 3.12. statt. Wir sind wirklich glücklich mit dem, was Dr.Dziwok wieder geleistet hat.

Um 17:00 Uhr fuhren wir dann mit Katze Gerda zu Frau Brandt. Die Tierärztin schaute sich das "verschnittene" Ohr genau an, auch sie war überaus erfreut über die Heilung. Sogar der geschwollene Lymphknoten war bereits um die Hälfte kleiner geworden, wunderbar! Anschließend  wurde Gerda noch gewogen. Auch hier gab es Grund zur Freude, die Waage zeigte 2575 Gramm. Also wieder eine kleine Gewichtszunahme. Mit solch guten Nachrichten im Gepäck fuhren wir zurück ins Heim und hoffen, dass dieser Trend anhält.

Fotos von Helga und Gerda haben wir für Sie bei "Neues" eingestellt.

 

10./11.11.2018

Einen Monat nach seinem Bruder Steffen hat nun auch Kater Arne ein Zuhause gefunden. Ihn konnten wir fast zu Fuß hinschaffen, denn sein neuer Wirkungskreis liegt am Ortseingang von Ohorn. Ein kleiner, gemütlicher Dreiseitenhof, welcher nicht mehr bewirtschaftet wird, aber für einen Kater natürlich der reinste Abenteuerspielplatz ist. Zuerst jedoch heißt es "Eingewöhnung" und die findet bekanntlich im Haus statt. Arne huschte aus der Transportbox direkt unters Bett. Seinem neuen Besitzer war klar, dass der Kater erstmal Ruhe benötigt und es eine Weile dauern kann, ehe er sich vortraut. Auf Arne wartet dann eine geräumige Wohnung, in der alle Türen offen stehen und eine Katzenklappe zum ganz individuellen Freigang einlädt. Einem schönen Katerleben durfte also nichts im Wege stehen.

Am Samstag traf dann noch die gerettete Hündin Sandy aus Rumänien bei Marion ein. Sie wird dort die ersten Tage verbringen, ehe sie zu uns ins Tierheim kommt. Die Fahrt hat Sandy gut weggesteckt. Sie ist nicht ängstlich, aber etwas vorsichtig, was Niemanden wundert. Und vor allem ist sie sehr mager. Dem können wir gewiss Abhilfe schaffen, auch Dank der lieben Aufnahmepaten, die für Sandy gespendet haben.

 

09.11.2018

Am Vormittag starten wir mit Gerda in Richtung Tierarzt. 12:00 Uhr sollte die bei der Tierarztrunde am vorigen Tag vereinbarte OP durchgeführt werden, Gerda sollte sich vorher noch etwas in der Praxis vom Autofahren aklimatisieren. Wir alle dachten den Tag über an diese tapfere alte Katze und drückten ihr in Gedanken die Daumen, dass sie alles gut übersteht. Als am Nachmittag der Anruf kam, Gerda sei abholbereit, waren wir wirklich erleichtert. Bei der Übergabe berichtete die Tierärztin, dass die einen Großteil des Außenohres entfernt und das Gewebe eingeschickt hat. Es ist mit Sicherheit ein Plattenepitelkarzinom. Wichtig ist daher zu wissen, ob die Wundränder frei von Krebszellen sind und somit alles erwischt wurde. Das hoffen wir natürlich sehr. In der Narkose bekam Gerda auch gleich noch eine Gebisssanierung, etliche Zähne wiesen Löcher auf und mussten gezogen werden. Wir staunten echt, wie die gute alte Gerda diese Prozeduren wegsteckte und sogleich bei Ankunft im Tierheim Futter einforderte. Mit dem Halskragen zu fressen, muss Gerda noch lernen. Vorläufig halten wir ihr mehrmals täglich das Näpfchen direkt hin, das klappt prima. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass für Gerda jetzt ein wunderbares Leben ohne Schmerzen beginnt und sich dies auch endlich an ihrem Körpergewicht zeigt. An uns soll es nicht liegen, beste Versorgung ist garantiert.

 

08.11.2018

Tierarztrunde mit einem wahren Mamut-Programm.

Los ging es mit der Impfung von 9 (!) Katzen und Hund Whisky. Nachdem die Untersuchungen im CT und im MRT keine Auffälligkeiten in seinem Kopf zutage brachten, sind wir nun durchaus gewillt, Whiskey zu vermitteln. Offenbar sind die kleinen Verhaltensänderungen, die er manchmal zeigt, eine Marotte und keine Krankheit. Das stimmt uns optimistisch für eine Vermittlung.

Nach all den Impfungen wurden die 7 neuen Hunde aus Rumänien auf "Herz und Nieren" geprüft, d.h. Anschauen von Augen, Ohren und Zähnen, Abhören des Herzens, Kontrolle der Gliedmaßen. Außer etwas Zahnstein bei Truly und einen Satz geröteter Ohren bei Andromeda war alles in Ordnung. Letztere bekommt nun 7 Tage Ohrentropfen, dann müsste die Sache ausgestanden sein. Als nächstes schaute sich die Tierärztin unsere alte Katze Gerda an, dabei besonders das blutige Ohr. Dieses soll nun umgehend entfernt werden, da der Lymphknoten darunter bereits eine Schwellung aufweist. Wir machten einen OP Termin für den nächsten Tag aus. Zum Schluss setzten wir noch eine Mutterkatze von einer Futterstelle in eine Transportbox, welche wir mittels Falle vor einiger Zeit eingefangen hatten. Sie soll kastriert werden, damit der weiteren Vermehrung vorgebeugt wird. Ronja, wie wir diese Katzen nannten, fuhr gleich mit der Ärztin in die Praxis. Am Abend konnten wir sie "unfruchtbar" wieder abholen.

 

07.11.2018

Fast 8 Jahre alt musste Abby werden, ehe sie ihr Tierheimdasein beenden und in ein richtiges Zuhause einziehen durfte. Was für eine unfassbare Wartezeit! Abby kam im Februar 2014 zu uns, eine Hündin aus Bulgarien, die als Welpe vorm sicheren Tod gerettet wurde. Seitdem waren Tierheime ihr Zuhause. Bei uns fühlte sich Abby zweifellos wohl, aber wir waren stets der Meinung, dass sie ausziehen darf, wenn die richtigen Menschen kommen. Tierfreunde, die sich dieser Mission annehmen und einem Hund ohne jegliche Erfahrung bezüglich Zivilisation eine Bleibe voller Verständnis und Liebe geben. Und diese Menschen kamen vor ein paar Wochen hier her und sie waren sofort in Abby verliebt. Es folgen zahlreiche Besuche, bei denen man immer deutlicher spürte, welche Harmonie zwischen beiden Seiten herrschte. Ja, wir konnten es wagen und mit Abby durch das Tierheimtor marschieren, ins Auto einsteigen und sie zu ihrem Frauchen zu bringen. Und was sollen wir sagen? Abby war beeindruckend entspannt, als sie den Garten und später auch das Haus inspizierte. An ihrer Seite neben Josi und ihrem neuen Frauchen auch immer die bereits vorhandene Berner-Sennenhündin Brandy, die Abby zeigte, dass alles "halb so wild" ist. Wir bedanken uns über alle Maßen bei Frau B. für die Aufnahme von Abby und für ihren grenzenlosen Optimismus. Der übertrug sich vom ersten Treffen an auf alle Beteiligten. Es ist unbeschreiblich, wie gut sowas tut in einer Zeit, in der Misstrauen und Vorbehalte gegenüber Tieren und Personal aus Tierheimen leider an der Tagesordnung sind. Genieße dein neues Leben in vollen Zügen, liebe Abby und lass mal von dir hören!

 

06.11.2018

Zwei weitere Katzen im Glück. Und das quasi doppelt, denn Gustl und Bastl mussten nur anderthalb Monate im Tierheim ausharren, eher sie von einer Familie auserwählt worden. Das ist eine Seltenheit. Ab jetzt dürfen die Zwei wieder als umsorgte Wohnungskatzen leben und dies mit Sicherheit tausend Mal besser als beim Vorbesitzer. Ihre neue Herberge ist ein sehr geräumiges, modernes EFH in Ullersdorf, in dem der Einzug der Katzen liebevoll vorbereitet war. Besonders die Kinder hatten sich dafür ins Zeug gelegt. Offenbar war das den beiden Katzen aber erstmal egal, sie verzogen sich in die Kellerräume und warteten in einem Versteck, bis sich die Aufregung legt. Wir vermuten, dass Gustl und Bastl bereits am Abend mal einen kleinen Rundgang gemacht haben und werden bestimmt in den nächsten Tagen die News erfahren. Bis dahin sagen wir Danke für diesen tollen Platz für zwei nicht mehr ganz junge Stubentiger.

Um 11:00 Uhr hieß es für Helga "Einsteigen bitte!", denn ihr OP-Termin (Femurkopfentfernung) stand an. Am Abend übergab uns Dr.Dziwok die Hündin mit den Worten, dass alles gut verlaufen sei und wir am Montag zur Nachkontrolle kommen sollen. Bis dahin erhält Helga Schmerzmittel, darf sich nur ganz wenig bewegen und muss dringend Halskragen tragen. Wir haben ihr ein gemütliches Krankenlager eingerichtet und werden uns natürlich besonders um Helga kümmern.

 

05.11.2018

Gleich früh musste unser Tierheimauto wieder auf die bekannte Strecke nach Steina zum Tierarzt. Mutterkatze Miri hatte einen Termin zur Kastration. Vor Ort informierte man uns auch noch über das Blutbild von Kater Peter, der so auffällig viel trinkt. Seine Nieren scheinen in Ordnung zu sein, keine abweichende Werte waren festzustellen.

Am Nachmittag wurde die Rückkehrerin Ophelia in ihr ehemaliges Rudel wieder eingegliedert. Offenbar erkannten sich alle gleich, denn ohne viel Geschnupper wurde umgehend gespielt. Darüber waren und sind wir wirklich froh.

 

03./04.11.2018

Auf den Tag genau einen Monat nach Ihrem Umzug fuhr die Hündin Ophelia den gleichen Weg wieder zurück. Ankunft: Tierheim. Schon gegen 5 Uhr in der Früh waren D.& D. mit unserem Auto gestartet, um Ophelia aus der Nähe von Nürnberg wieder abzuholen. Das neue Frauchen kam leider mit der etwas speziellen Ophelia nicht zurecht, sie war nicht konsequent genug und hat in der Eingewöhnungsphase bereits zahlreiche Fehler gemacht, die sich kurzfristig nicht reparieren ließen. Dazu kam eine Antipathie von Ophelia gegen den Hund der Familie, bei der sie ab und zu ein paar Tage in Pension sein sollte. So wie früher unser Hund Kamil, der vorher auf diesem Platz wohnte. Aber Hunde sind eben verschieden. Es ist nicht zu erwarten, dass sie 1:1 austauschbar sind. Die Autofahrt bekam Ophelia offenbar nicht gut, sie war verängstigt und wollte mit niemandem etwas zu tun haben, als sie am zeitigen Nachmittag eintraf. Aber das wurde schlagartig mit dem Schichtbeginn von Mario besser. Und am Abend war die Hündin wieder ganz die Alte. Morgen werden wir sie in ihr bekanntes Rudel wieder eingliedern und dann alle gemeinsam auf eine neue Chance hoffen. Und die kommt bestimmt.

Eine gute Nachricht gibt es auch noch: der zweite Bluttest von Katze Gerda ergab, dass sie nicht an FIP, FIV oder Leukose erkrankt ist.

 

02.11.2018

Wunder gibt es immer wieder - der Glaube daran hat uns noch nicht verlassen. Und nun durften wir erneut Eines erleben. Ein Ehepaar aus Dresden hat ihr Herz für ein krankes Tier geöffnet und wird von nun an unserem liebenswerten Bürokater Markus in der 108 qm großen Wohnung mit eingenetztem Balkon und Wendeltreppe ein wunderbares Leben bereiten. Dabei nehmen sie es wie selbstverständlich auf sich, dass Markus wegen seiner chronischen Darmentzündung nur Spezialfutter bekommen darf sowie täglich Medikamente benötigt. Wir sind über diese Vermittlung unbeschreiblich glücklich und bedanken uns von ganzem Herzen ! Markus liebt Menschen über alles, er möchte so oft wie möglich gestreichelt werden, nicht selten ringelte er sich auch auf unserem Schoß ein oder legte sich auf die Tastatur, um soviel Aufmerksamnkeit wie möglich zu erhaschen. Nun wird er voll auf seine Kosten kommen. Er zeigte sich bei Ankunft auch sofort angetan von dem neuen Domizil, erkundete alles, sprang auch aufs Fensterbrett, um die Umgebung zu begutachten. Dann, offenbar platt von den vielen neuen Eindrücken, legte er sich unter den Tisch im Wohnzimmer und relaxte. Gewiss bleiben wir in Verbindung und stehen diesen wahren Tierfreunden mit Rat und Tat zur Seite. Genieße dein neues Leben, Markus !

 

01.11.2018

Wir begrüßen nach einem reichlichen Jahr Josi Braun wieder als Mitarbeiterin im Tierheim. Darüber sind wir wirklich erfreut, denn Josi ist eine exzellente Tierpflegerin und auch im logistischen Bereich eine große Unterstützung.

Wir hoffen auf eine gute langfristige Zusammenarbeit.

Der OP-Termin für Helga wurde festgelegt. Am kommenden Dienstag den 6.11. wird bei der Hündin eine Femurkopfresektion durchgeführt. Herr Dr.Dziwok nahm diesbezüglich noch Rücksprache mit der Spezialklinik in Hofheim. Die dortigen Mediziner sind ebenfalls der Meinung, dass diese OP zwingend nötig ist, um der Hündin Spätfolgen durch die schiefe Körperhaltung zu ersparen (siehe auch "Was gestern geschah" vom 29.10.) Wir sind sehr optimistisch, dass die OP erfolgreich verläuft, es ist nicht das erste Mal, dass bei einem Hund von uns dieser Eingriff durchgeführt wird. Lediglich die Kosten bereiten uns Bauchschmerzen. Vielleicht finden sich zum Wohle der lieben Helga auch Unterstützer?