Was gestern geschah:

 

19.03.2019

Die kleine Ronda durfte nach gerade einmal einem Monat in unserer Obhut das Tierheim verlassen. Sie bezog Quartier in Königswartha, wo bereits ein Hundekumpel auf sie sehnsüchtig wartete. Nach einer kurzen Runde um den Block ging es zurück in die Wohnung. Ronda zierte sich erst beim Anblick der Treppen. Als Linus bemerkte, dass eine neue Freundin Ronda gar nicht mit ihm die Treppen gestiegen ist, hopste er Schwanzwedeln wieder nach unten, um sie abzuholen. Gerade so, als wollte er Sie an die Hand zu nehmen. In der Wohnung angekommen, sah sich Ronda vielen "gefährlichen" Kuscheltieren gegenüber. Auch hier wollte sie erst überzeugt werden, dass die Plüschgesichter ihr nichts tun. Nach einer guten Stunde war der anfängliche Stress dann doch vergessen und Ronda vergnügte ihre neuen Eltern und Linus mit ihren niedlichen Spielaufforderungen. Wir freuen uns sehr für die kleine süße Hundedame.

 

18.03.2019

Im Hinblick auf den nahenden Frühling, haben wir uns heute unsere Schafe vorgeknöpft. Genau genommen ihre Klauen. Diese wurden durch unsere Tierpfleger gepflegt und, wo nötig, gekürzt. Erfreulicherweise merkt man deutlich, dass sich der allgemeine Zustand der Klauen über die Jahre stetig verbessert. Das bedeute, die Klauenpflege nimmt nicht mehr so viel Zeit in Anspruch, was auch den Tieren Stress erspart. Trotzdem ist es keine leichte Arbeit: gerade die großen Böcke Hendrick und Lenni sind so schwer, dass es volle Körpereinsatz erfordert sie einzufangen und in Position zu bringen. Glücklicherweise halten die Herren aber still, wenn sie erst einmal liegen, was man von den Damen nicht behaupten kann. Schon spannend, wie unterschiedlich sich der Charakter von Schafen widerspiegelt.

Nach dieser "Fußpflege" fehlt nun noch die Schur. Dann sind unsere Wolltiere gewappnet, um den Sommer auf der Weide zu verbringen.

 

16./17.03.2019

Beginn der Krötenwanderung. Am Samstag früh waren die ersten 9 Amphibien in den Eimern, am Sonntag nochmal 2. Bestimmt steigt die Zahl jetzt täglich, vorallem wenn es, wie angekündigt, frühlingshafte Temperaturen werden. Auf jeden Fall sind wir sehr froh, rechtzeitig den Zaun aufgebaut zu haben.

Eine weitere Freude war die elektronische Post, die uns am Wochenende erreichte. Vorallem jene von den Katzen Lea und Lola, die wegen ihrer Ängstlichkeit so lange bei uns im Heim warten mussten. Die jungen Leute, bei denen die Samtpfoten jetzt wohnen, haben eine Kamera in der Wohnung installiert, um ein bisschen am Tag der Katzen teilzuhaben. Denn wenn keiner daheim ist, trauen sich die Beiden auch aus dem Versteck und erkunden die Wohnung. Zwei Fotos davon schickten sie uns mit, einfach herrlich. Dazu noch die Nachricht, dass Lea und Lola zuverlässig die Katzentoiletten benutzen, mit großem Appetit fressen und dass es täglich kleine Fortschritte gibt. Das freut uns unbeschreiblich.

 

15.03.2019

Der Charakterkater Kenny hat heute seine zweite Chance bekommen und durfte in sein neues Heim einziehen. Dort lebt er, genau wie er es sich gewünscht hat, als Prinz und Alleinherrscher über drei Etagen. So ganz traute Kenny diesem Frieden aber nicht und verkrümelte sich im Schuhschrank. Erst nachdem seine neuen Besitzer mit einer Leckerlietüte geraschelt haben, sprang er über seinen Schatten und traute sich weiter in den Wohnraum vor. Noch immer erwartete er hinter jeden Ecke einen Artgenossen und schlich geduckt durch die Stube. Es dauerte eine Weile (und ein paar Leckerchen) bis er begann schnurrend um die Stuhlbeine zulaufen, bis er letztlich auf den Schoß seines Frauchens hopste und sich dort nieder lies. Das zeigte uns, wie wohl sich Kenny fühlte, sodass wir mit ruhigem Gewissen die Heimreise antreten konnte.

 

14.03.2019

Auf den Tag genau einen Monat musste die zarte Hündin Angy nur bei uns warten, bis sie von lieben Menschen adoptiert wurde. Die Fahrt ging nach Dresden-Klotzsche und verlief bestens. Angy hatte ihr neues Brustgeschirr angezogen und ihre eigene Leine dran, sie war ganz stolz. Mit diesem Selbstbewusstsein lief sie vom Auto zum Hauseingang, die vielen Fahrzeuge auf der Straße machten ihr keine Angst. Und selbst die Treppen zum 1.OG erklomm Angy problemlos, da staunten wir wirklich. An der Wohnungstür warteten schon zwei der drei Familienmitglieder und riefen freudig Angy´s Namen. Das war ein Wiedersehen! Auch in der Wohnung stand das Schwänzchen nicht still, die Freude war bei der menschenbezogenen jungen Hündin einfach überwältigend. Nun muss sie noch lernen, was man in einer Wohnung darf und was nicht, ebenso wie die Regeln beim Spaziergang in der Stadt. Wir sind absolut optimistisch, dass es ein perfektes Zusammenleben wird bei den vier "Mädels".

 

13.03.2019

Bei sehr unangenehmen Sturm begannen wir pünktlich um 10 Uhr mit dem Aufbau des Amphibienschutzzaunes am Hofeteich in Großnaundorf. Leider hatten sich auf unseren Aufruf nur zwei Helferinnen gemeldet, die uns stundenweise unterstützten und so waren den größten Teil der Maßnahme vier Leute aus dem Tierheim auf sich allein gestellt. Nach 7 Stunden und argen Rückenschmerzen standen die je 200 Meter langen Zäune auf beiden Straßenseiten, waren sturmtauglich befestigt und mit Heringen sowie Rindenmulch gegen ein Unterwandern gesichert. Noch sind keine Kröten oder Frösche unterwegs, wir sind diesmal überpünktlich fertig. Im Jahr 2019 soll es möglichst kein einziges "Verkehrsopfer" auf diesem Straßenabschnitt geben.

Zur Erinnerung: im letzten Frühjahr haben wir genau 500 Amphibien in den Eimern über die Straße getragen. Bestimmt geht diese Zahl noch zu toppen.

 

12.03.2019

Einen riesengroßen Schrecken jagte uns die winzige Hündin Amanda ein. Gerade als Azubine Selina zu einer Gassirunde mit Laji aufbrechen wollte, sah sie etwas vor dem Tor hin und her huschen. Es war Amanda, die glücklicherweise gleich wieder freudestrahlend ins Tierheim wackelte. Offenbar hatte der Minihund ein Schlupfloch zu unserem Schwein Marius ausgemacht und ist dort durch eine kleine Öffnung, die eigentlich für unsere Scheunenkatzen gedacht ist, nach draußen gelangt. So ein kleiner Frechdachs! Wir verbarrikadierten alle potenziellen Fluchtmöglichkeiten für den Winzling, sodass sie nun wieder sicher mit ihren Kameradinnen im Gehege laufen kann.

 

11.03.2019

Die rumänische Hündin Alma zog am Mittag bei uns ein. Sie war bereits am Sonntag in Sachsen angekommen und hatte eine Nacht bei Marion verbracht, da wir Sonntags aus Lärmschutzgründen keine Besucher empfangen, geschweige denn Hunde aufnehmen können. Alma zeigt sich hier im Tierheim noch etwas schüchtern, aber sehr lieb. Sie ist tadellos stubenrein. Ein ruhiges Seelchen, welches nicht nur Schönes erleben durfte. Das merkt man ihr deutlich an. Aber wir geben unser Bestes und werden Alma die Lebensfreude bestimmt wieder einhauchen.

Der Dank des Tages geht an Herrn H. aus Großröhrsdorf. Er ist quasi unser Pate fürs Tierheim-Auto und hat dieses heute wieder so wunderbar geputzt. Innen und außen glänzt alles, Wischwasser und Diesel sind aufgefüllt und ein Duftbaum namens "Relax" sorgt für Wohlbefinden. Wirklich genial.

 

09./10.03.2019

Neues von unseren Patienten:

- der pathologische Befund der veränderten Wolfskralle von Ronda ist da und sagt aus, dass es zum Glück kein tumoröses Geschehen ist

- Katze Gerda hat sich wunderbar von ihrer großen OP erholt. Ihr Appetit und ihr Schmusebedürfnis sind ungebrochen und der Garant, für weitere Genesung

- die drei abgemagerten Meerschweinchen nehmen langsam zu. Sie haben erfreulicherweise bereits am zweiten Tag begonnen, Heu zu fressen, was überlebenswichtig ist

- die lange OP-Naht an Gretas Milchleiste sieht gut aus, sie ist trocken und nicht entzündet. Am Freitag werden die Fäden gezogen. Leider haben die Interessenten für Greta abgesagt, sie fühlen sich dem nicht gewachsen. Tja...

 

08.03.2019

Am internationalen Frauentag zogen zwei unserer Katzenmädels genau dorthin, wo dieser Tag ein Feiertag ist - nach Berlin. Mario war erneut der Fahrer und berichtete, dass Lea und Lola im Auto ganz ruhig waren. In der Wohnung angekommen, geschah das, was zu erwarten war: beide Katzen verzogen sich sofort unters Sofa. Es sind eben wirklich schüchterne Mädels, deshalb mussten sie vermutlich auch so lange im Tierheim warten. Nun haben sie einen eigenen Raum, ganz passend eingerichtet mit vielen Verstecken. Von dort aus können Lea und Lola nach eigenem Ermessen die große Wohnung erkunden, vielleicht erstmal in der Nacht, wie das oft der Fall ist. Und sie können sich jederzeit zurückziehen. Wir sind unbeschreiblich dankbar dafür, dass diese beiden Katzen nach mehr als zwei Jahren Tierheimaufenthalt nun adoptiert worden und endlich die Chance bekommen, das schöne Zusammenleben mit lieben Menschen in einer gemütlichen Wohnung kennen und schätzen zu lernen.

 

07.03.2019

Ein überaus erfreulicher Tag.

Am Morgen startete Mario in Richtung Rostock, um die beiden Nacktkatzenmischlinge Jimbo und Flocke in ihre neue Residenz zu bringen. Ende Februar waren die jungen Leute bei uns im Heim, dann stand der Entschluss fest, Jimbo und Flocke sollen an die Ostsee umziehen. Und so geschah es. Bereits am Abend erhielten wir eine wunderbare Mail mit Fotos, welche zwei glückliche Katzen zeigen, die auf dem Schoß ihrer Menschen sitzen. Fressen und Benutzung des Katzenklos funktioniert bestens, also steht einer tollen Zukunft nichts im Wege.

Am Mittag hatte der süße Rüde Skipy den nächsten Termin zur Chemotherapie. Seine liebevollen Pflegeeltern hatten sich extra Urlaub genommen, um Skipy bei dieser Prozedur beizustehen. Wie wir erfuhren, verhielt sich der Rüde wieder äußerst tapfer. Zur Belohnung gab es die gute Nachricht, dass der Tumor weiter geschrumpft ist und aller Wahrscheinlichkeit nach nur noch einmal Chemo nötig ist. Das freut uns total.

Und da alle guten Dinge Drei sind, brachte auch der Abend noch ein positives Ereignis. Vereinsmitglied Frau Z. adoptierte unser Notfall-Meerschweinchen Franz-Herbert. Der knuffige Typ leistet nun zwei Mädels in einem schönen großen Gehege Gesellschaft. Die einsame Zeit ist damit endlich vorbei, ihm wird es von nun an nicht mehr langweilig. Wunderbar.

 

06.03.2019

Helga im Glück. Die Hündin durfte endlich zu ihrer Familie umziehen, in ein schickes Reihenhaus im Norden von Dresden. Die Autofahrt meisterte sie wie ein Profi, sie ist es eben gewöhnt durch die vielen Tierarztbesuche im Zusammenhang mit ihrer OP. Der Fußweg zum Haus war da schon beschwerlicher, vorallem, weil es dort "böse Radfahrer" gibt und Furcht erregende Autos. Zum Glück ist das Wohnareal großflächig autofrei und umzäunt und somit wirklich ruhig. Helga war in den neuen 4 Wänden ziemlich aufgeregt und wir mussten gemeinsam mit ihrer Familie einen Plan entwerfen, wie die Vorgehensweise sein soll. Die Erwachsenen und die zwei äußerst lieben Kinder hörten geduldig zu und waren dankbar für die Ratschläge. Es ist so schön zu erleben, wie Menschen so vorbehaltlos einen Hund aufnehmen, der einen großen chirurgischen Eingriff hinter sich hat. Sie sehen einfach das liebe, vorallem auch kinderliebe Wesen von Helga und das zählt. DANKE! Wie wir erfuhren, verlief die erste Nacht ruhig und Helga verhält sich tadellos. Das freut uns riesig. Wir wünschen, dass alle zusammen richtig glücklich sind.

 

05.03.2019

OP-Termin für Greta. Die Hündin fuhr mit uns am Vormittag in die Tierarztpraxis, wo man sie liebevoll in Empfang nahm. Es wurden nochmal kurz die Einzelheiten besprochen, dann konnten wir nur noch Daumen drücken. Und das hat offenbar geholfen, denn die Nachrichten, die wir bei der Abholung von Greta am Abend bekamen, waren durchweg positiv. 1. keine Metastasen in der Lunge, 2. Milchleiste erfolgreich entfernt, 3. Umfangsvermehrung am Auge entfernt, es handelte sich um eine gutartige Zubildung, 4. die große Beule am Schwanz per Punktion ausgeleert. Auch diese war zum Glück kein Tumor, eine Schwanzamputation ist somit vom Tisch. Puh, da fielen uns einige Steine vom Herzen. Nun werden wir dafür sorgen, dass Greta´s große Narbe gut verheilt und sie vielleicht in zwei Wochen doch zu ihren Interessenten umziehen kann. Das wäre dann das Sahnehäubchen.

Außerdem stand am Mittag der Heizungsmonteur vorm Tor, die Jahresinspektion lag an. Der gute Mann musste uns leider die schlechte Nachricht überbringen, dass die Ölpumpe an der Heizung undicht geworden ist. Verschleißteil, kann passieren. Also wurde eine neue Pumpe eingebaut. Die Rechnung erhöhte sich dadurch bedauerlicherweise auf fast 500 Euro. Aber eine Heizung muss reibungslos laufen, da gibt es keine Frage.

 

04.03.2019

Wir erhielten Nachricht von Pria. Diese Mail ist so beeindruckend, dass ich sie hier veröffentliche. Wir würden uns so sehr wünschen, dass es viel mehr Menschen gebe, die derart nachsichtig und verständnisvoll den Tieren gegenüber sind. Aber lesen Sie selbst:

Wertes TierheimTeam, liebe Frau Falkenberg. Ja morgen werden es 4 Wochen, das Priamaus unser Herz erfreut. Der Anfang war bissl chaotisch, aber das war auch unsere Schuld. Am 3.Tag hat sie ganz doll gebrochen und Durchfall. Wahrscheinlich die Futterumstellung und zuviel Leckerli und die Angst vor allem neuen. Sie hat in die Wohnung gekackt und gepullert .Aber man kann alles waschen. Da habe ich Hühnchenfleisch gekocht und das mit Trockenfutter und Brühe gegeben. Dann wurde alles wieder besser mit dem Bauch. Nach 2 Wochen ging sie ohne das wir was dazu taten (also kein reden oder Leckerli ) alleine die Treppe hoch. Das runtergehen kam eine Woche später. Darüber haben wir uns so doll gefreut. Jetzt geht sie immer alleine hoch und runter und kommt mir sogar die Bodentreppe hinterher. Draußen wirft sie sich auf den Rücken und will gestreichelt werden. Freut sich riesig, wenn das kleine und große Geschäft gemacht sind. Abends liegt sie mit mir auf dem Sofa, schnüffelt mich überall ab und legt dann ihren Kopf an meinen Hals. Dann kommen meine lieben Hände und kraulen sie durch. Auch mein Mann, der ja immer da ist, hat sie sehr ins Herz geschlossen. Sie taut nun immer mehr auf und folgt mir am Wochenende überall hin. Die Nächte schläft sie ruhig in ihrem Korb und wartet bis jemand aufsteht. Wir sind so dankbar. Natürlich ist sie noch sehr ängstlich, aber das braucht noch Zeit. Und die geben wir ihr gern. Hauptsache ist jetzt, das wir alle gesund bleiben auch Pria . Dieses kleine Hundeherz so voll Liebe macht uns so froh. Und auch von uns bekommt sie die Liebe zurück und davon eine ganze Menge. Danke nochmals liebes Tierheim und danke, das Priamaus unser Leben jetzt mit uns teilt. Auto sind wir noch nicht gefahren, da warten wir noch etwas. Sie ist auch nicht mehr so unterwürfig und das Schwänzchen wird schon auch stolz oben gehalten. Sie hat soviel Schlimmes durch und trotzdem nicht eine Spur von böse. Wir lieben sie von Herzen und bei uns darf sie gern Prinzessin sein. Bleiben Sie alle gesund und nochmals ein großes Danke.  Mit lieben Grüßen.

 

02./03.03.2019

Ankunft der drei Zwerge aus Rumänien. Gegen 17 Uhr stand der Transporter einer Organisation vorm Tor, welche ausschließlich dafür da ist, die geretteten Hunde aus Rumänien in die Zielländer zu verteilen. Wir waren auf dieser Route die erste Station. Beide Fahrer wirkten schon geschafft und man kann diese Leistung gar nicht hoch genug anerkennen. Die Männer gingen äußerst liebevoll mit den Hunden um, jeder wurde auf den Arm genommen, fotografiert und uns dann übergeben. Amanda und Luise sind kein bisschen schüchtern, Ilse zeigt sich ein wenig vorsichtig. Aber der Bann wird auch bei ihr schnell brechen, die Zeichen stehen gut. Wir sind sehr froh, diese Zwerge in Sicherheit zu wissen und für sie nun die besten Plätze zu suchen. Unser Dank gilt vorallem der rumänischen Tierschützerin Georgiana, außerdem den tapferen Fahrern, die anschließend noch nach Frankreich mussten und natürlich unseren lieben Aufnahmepaten.

 

01.03.2019

Ein spannender Tag stand für die alte Mieze Gerda und auch unser Nervenkostüm bevor. Heute war es soweit, dass Gerdas äußerst großer Nabelbruch operiert wurde. Wir machte uns große Sorgen, da Gerdas Gesundheitszustand in der Vergangenheit immer wieder schwankte. Doch wir wollten es wagen und ihr so die Schmerzen nehmen. In der OP fand die Ärztin dann noch eine große Zyste an der Gebärmutter, die sicher auch ihren Teil zu Gerdas teils schlechtem Befinden beigetragen hatte. Was waren wir froh, als der Anruf kam, dass Gerda munter ist und abgeholt werden möchte. Noch etwas benebelt halfen wir Gerda in ihr Körbchen, wo sie sich erst einmal in Ruhe von den Strapazen ausschlief.

Am Nachmittag erhielten wir einen Anruf von einem jungen Mann, der vor einigen Monaten zwei Meerschweinchen völlig unverhofft von der Nachbarschaft geschenkt bekam. Seit einigen Wochen befand sich dann im Käfig auch noch ein Jungtier. Es muss sich also um ein Weibchen und einen Bock handeln. Am Telefon klang der Mann sichtlich überfordert und wir sagten schnelle Hilfe zu. Vor Ort erklärte man uns, dass die Leute sich mit Meerschweinchen gar nicht auskennen, die Tiere nie Heu bekommen hätten, sondern nur Trockenfutter. Uns fiel sofort auf, dass die Tiere absolut unterentwickelt und untergewichtig sind. Man hatte bei der Geschlechtskontrolle schon Angst, die Leichtgewichte zu verletzen, da sie natürlich auch keine menschliche Berührung kennen gelernt haben und heftig strampelten. Jetzt müssen wir die armen Tierchen erst einmal an Heu und dann ganz langsam an normales Grünfutter wie Salat gewöhnen. Das Letzte was diese ausgezehrten Körper brauchen können, wäre Durchfall. Da Meerschweinchen nach der Niederkunft sofort wieder empfängnisbereit sind, gehen wir davon aus, dass das Weibchen innerhalb der nächsten  Wochen erneut Jungtiere bekommt. All dieses Leid nur, weil es da draußen immer noch Menschen gibt, denen nicht klar ist, dass man ein Lebewesen nicht verschenkt.

 

28.02.2019

Bei der Tierarztrunde wurden alle neuen Hunde von der Veterinärin gründlich in Augenschein genommen. Aufnahmeuntersuchung heißt der Fachbegriff dafür. Die Tierärztin war äußerst zufrieden mit dem gesundheitlichen Zustand von Adabal, Silvia, Angy, Barbu und Eugen. Bei Laji haben wir vorsorglich Blut abnehmen lassen, er ist ja schon ein Senior. Am Abend kam bereits der Befund: alle Werte im Normbereich. Das macht uns echt froh. Leider gab es aber auch ein ganz großes Oh je! an diesem Tag. Bei der Hündin Greta stellte die Tierärztin einen ca. 4 cm großen Mammatumor an der rechten Gesäugeleiste fest, außerdem eine Umfangsvermehrung über dem linken Auge und eine am Schwanz. Gretas liebe Interessenten kamen am Nachmittag zu einem weiteren Spaziergang, wir mussten ihnen die Hiobsbotschaft überbringen. Während Greta am Dienstag zur ersten OP geht, haben diese Menschen nun Zeit, sich zu überlegen, ob sie den langen Genesungsweg mit Greta gehen und ihr dann ein tolles Zuhause geben oder ob sie lieber Abstand nehmen. Auch dafür hätten wir Verständnis.

 

27.02.2019

Reichlich ein Jahr dauerte die Wartezeit der Hündin Bonny in unserem Tierheim. Eigentlich ziemlich unbegreiflich, handelt es sich doch um eine hübsche, sportliche, menschenbezogene Zeitgenossin im besten Alter. Aber nun war auch Bonnys großer Tag gekommen. Sie fuhr mit Mario nach Chemnitz und war ganz erstaunt, als sie ausstieg und die vielen Häuser sah. In der Wohnung dann der nächste Schreck, denn die Fußböden sind mit recht glänzenden Fliesen bestückt. Die Familie hatte bereits 3 Hunde und versicherte, dass es nie Probleme in dieser Richtung gab, aber Bonny schien es erstmal unheimlich. Sie "rettete" sich auf einen Teppich wie auf eine Insel. Offenbar besserte sich dies in den nächsten Stunden auch nicht, denn am Abend riefen ihre Menschen bei uns an und wollten Rat. Wir sagten, dass es gut wäre, etwas größere Flächen auszulegen, aber auch Geduld zu haben. Bonny ist kein Angsthund, sie wird die Situation meistern. Das Gassigehen klappt bestens, wurde uns berichtet. Nun hoffen wir von Herzen, dass die Hündin sich mit der Wohnung arrangiert und erkennt, welches Glück sie hat, in diesem Zuhause zu sein.

 

26.02.2019

Wie man auf dem Foto der Woche schon gesehen hat, haben wir uns heute der Integration unserer neuen Hunde gewidmet. Barbu und Angy nutzten gleich das komplette Areal zum rennen und schnuppern. Immer wieder kam Barbu auch zu uns, wedelte und wollte gekrault werden. Natürlich mit seinem kleinen Schatten Angy im Schlepptau. Als wir ihm dann das vorhandene Spielzeug zeigten, war er nicht mehr zu halten und flitzte umher. Davon ließ sich dann auch Roxy anstecken und wollte mit machen. Derweil durfte der Opi Laji ganz gemütlich unseren Hof erkunden. Ganz artig machte er sich mit allen bekannt und zeigte den anderen durch sein Verhalten, dass er nichts böses im Sinn hat. Als er alles gesehen hatte, ließ er sich bequem auf den Liegebrettern nieder, als würde er schon immer hier sein. Nur im Haus traut er sich noch nicht eine Decke oder ein Körbchen in beschlag zu nehmen und liegt lieber auf dem Boden. Es wärmt einem das Herz, wie er sich freut das man ihn krault. Aus Dankbarkeit schleckert er einem die Hand ab. So ein bescheidener, braver und lieber Knabe.

 

25.02.2019

Unser kleiner lustiger Wildfang Kiwi hat einen neuen Wirkungskreis, ganz nach seinem Geschmack. Ein großes Haus in einer sehr verkehrsberuhigten Gemeinde, angrenzende Wiesen, Nebengebäude mit Heuboden und dazu eine sechsköpfige Familie. Da hat doch immer Einer eine Hand frei zum Streicheln. Kiwi verhielt sich ruhig während der Fahrt dorthin. Im Haus angekommen, brauchte sie einen Moment, um die Situation einzuordnen, dann ging die Süße schon auf Entdeckungsreise. Natürlich voller Selbstbewusstsein, teilweise schnurrte sie sogar bei ihrem Rundgang. Das Schwänzchen stand steil in die Höhe. Kiwi wird in ihrem neuen Reich voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Darüber freuen wir uns sehr für diese äußerst menschenbezogene Katze. Eine Glückskatze eben.

 

23./24.02.2019

Am Samstag wurde es spannend für Truly. Unsere kleine Dickmadame bekam Besuch aus Berlin mit der Absicht, die Hündin zu adoptieren. Frau L. hatte bereits vor 4 Jahren die liebe rumänische Hündin Amalia (genannt Mali) aus unserer Einrichtung übernommen, welche leider vor Kurzem über die Regenbogenbrücke gehen musste. Der schöne Platz sollte nicht leer bleiben und so wurde Truly in Erwägung gezogen. Das Kennenlernen hier vor Ort verlief absolut positiv. Als dann die Autotür geöffnet wurde, hopste die Hündin von selbst hinein und war abfahrbereit. Da staunten alle. Bereits am Nachmittag bekamen wir folgende Mail:

Wir waren schon vor 14 Uhr wieder hier. Die Fahrt war für Truly sehr aufregend. Die ganze Zeit gucken nach allen vier Seiten, man könnte ja irgendwo etwas verpassen. In einer Parkplatzpause schnell mal erleichtert und weiter. Inzwischen hat sie hier schon andere Hunde getroffen, zwei Rüden wurden mit Küsschen begrüßt. Kuscheleinheiten hier im Haus wurden auch schon eingeholt. Die Treppen schafft sie – wie Mali – schneller als ich. Ich glaube, sie fühlt sich ganz wohl.

Mit vielen lieben Grüßen. I.L. und Truly

Wir bedanken uns von ganzem Herzen, dass nun wieder eine rumänische Hundeseele in diesem Zuhause glücklich sein darf. Alles Gute für Sie Beide!

 

22.02.2019

Um ein Haar hätte die schwarze Katze Milli den "Schwarzen Peter" gezogen, die Loser-Karte beim Quartettspiel. Aber nicht mit uns, wir fahren ja zum Glück mit all unseren Tieren selbst zu den Interessenten hin. Und heute machten wir auf dem Absatz kehrt. Als erstes fiel der unangenehme Geruch in der Wohnung auf, danach die Unordnung. Es ging weiter mit einem schmutzig verklebten Futternapf ("den tun wir alle 2 Tage in den Spüler") und einem wackeligen Kratzbaum, der gerade noch an der Wand hielt. Im Wasserspender schwammen die Krümel, aber das war noch nicht die Krönung. Als wir nach der Katzentoilette schauten, wurde der Geruch unerträglich. Grund: ein voller Müllbeutel mit Exkrementen aus Selbiger stand gleich daneben auf der unteren Etage des Kratzbaumes. Voller Verwunderung hoben wir den Sack hoch und fragten, was das sein soll. Die Antwort: "ja, das habe ich gerade aus dem Klo entfernt". So viel? "Naja, wir bringen das Zeug nicht jeden Tag runter...".
Das wars dann. Milli hat ganz sicher einen viel besseren, sauberen, liebevolleren Platz verdient als diesen Pfui-Haushalt. Also fuhr sie wieder mit ins Tierheim und wartet sicher nicht lang auf neue Fans.

 

21.02.2019

 Die kleine "Sofarolle" Ronda fuhr am frühen morgen in die Tierklinik. Ihre rechte Wolfskralle war sehr geschwollen. Wir folgten dem tierärztlichen Rat und ließen die schmerzhafte Zehe amputieren. Ronda, die ansonsten bei bester körperlicher Verfassung ist, verkraftete den Eingriff sehr gut. Dennoch legte man uns Nahe, die Meinung eines Pathologen anzufordern, da es sich um ein tumoröses Geschehen handeln konnte. Um alle Eventualitäten abzuklären willigten wir auch hier ein. Das Ergebnis steht also noch aus. Ronda durfte aber schon wieder mit zurück ins Tierheim und sollte sich noch eine Nacht richtig ausschlafen, ehe sie wieder zu ihren Kumpels darf.

Außerdem verabschiedeten wir uns am frühen Nachmittag von der großen Andromeda. Nach einem Besuch im Tierheim, war die ganze Familie Feuer und Flamme. Besonders freut es uns, dass Andromeda bereits der zweite Hund aus unserer Einrichtung, der dort ein liebesvolles Zuhause auf Lebenszeit findet. Die unscheinbare Hündin hat es so sehr verdient endlich Prinzessin zu sein. Sicher wird ihr dort jeder Wunsch von den Augen abgelesen.

 

20.02.2019

 Unsere Profi-Waschmaschine macht seit einiger Zeit laute Nebengeräusche, wir befürchteten schon, dass das Trommellager kaputt geht. Das machte uns große Sorgen, schließlich war dieses Gerät nicht billig und ist absolut unentbehrlich.  Also riefen wir beim zuständigen Service an und vereinbarten einen Termin zur Kontrolle. Der Monteur kam gestern Nachmittag und konnte in punkto "Lager" gleich Entwarnung geben. Wie sich herausstellte, sind die Stoßdämpfer sehr in Mitleidenschaft gezogen und verursachen den Lärm. Sie sollten also dringend gewechselt werden. Wir sagten zu, die Teile werden nun bestellt und zeitnah eingebaut. Alles in Allem wird uns diese Reparatur 218 Euro kosten, ein durchaus vertretbarer Preis.

Ebenfalls am Nachmittag war auch der Schornsteinfeger im Haus und kontrollierte die Emissionswerte unserer Heizung. Alles im grünen Bereich, was uns wirklich freut, denn diese Heizung läuft nun schon fast 23 Jahre (und hoffentlich nochmal so lange).

 

19.02.2019

 Gleich am Morgen starteten wir mit dem großen Rüden Tristan in Richtung neue Heimat. Der hübsche Kerl hat künftig in Meerane sein Lager aufgeschlagen. Da wir wussten, dass Autofahren wohl nie zu Tristans Lieblingshobbys zählen wird, machten wir uns zu zweit auf den Weg. Zum Glück verging die Fahrt ohne größere Vorkommnisse. Ach, was war Tristan glücklich als er endlich aussteigen durfte. Der kurze Weg durch den Vorgarten führte durch das Haus direkt in die Küche, wo es sich die Nachbarskatze gerade gemütlich gemacht hatte. Als Tristan zum Hallo-sagen seine Nase in ihre Richtung streckte bekam er prompt eine gewatscht. Er nahm es gelassen hin und erkundete derweil die restlichen Wohnräume, aber nicht ohne sich zwischendurch immer wieder Streicheleinheiten abzuholen. Auch in seinem großen weichen Körbchen nahm er kurz Platz, bevor er doch lieber wieder zum schmusen vorbei kam. Kuscheln wird dem Rüden einfach nie langweilig. Aber auch ausgedehnte Spaziergänge werden sicher nicht zu kurz kommen, immerhin läd die Lage des Hauses gerade zu zur Bewegung an der frischen Luft ein. Wir hoffen, dass Tristan noch viele glückliche Jahre mit allen Annehmlichkeiten dort verbringen kann und auch seine neue Familie viel Freude mit dem lieben Knaben haben wird.

 

18.02.2019

 Und wieder gab es einen Abschied und kurz danach einen freudigen Empfang. Ganz brav fuhr Irene die kurze Strecke nach Großröhrsdorf mit, wo sie schon sehnsüchtig erwartet wurde. Ihre neue Familie hat bereits seit einigen Jahren Katze Conny von uns, die sogar einen Probehund vorgesetzt bekam, um zu schauen, ob diese Anschaffung überhaupt möglich ist. Conny fand den Probehund toll und freute sich auch richtig über Irene. Vor lauter Übermut versuchte die freche Miez sogar, mit Irenes Schwanz zu spielen :-) Die Hündin blieb ganz locker, schaute sich im Haus um und wollte partout nicht wieder mit, als Josi sich verabschiedete. Das ist ein gutes Zeichen und der Beweis, dass durch die zahlreichen Spaziergänge bereits eine feste Bindung zwischen der etwas schüchternen Irene und ihrer neuen Familie entstanden war. Wir wünschen ein wunderbares, langes Zusammenleben.

 

16./17.02.2019

 Nicht nur das Wetter war herrlich an diesem Wochenende, sondern auch die Ereignisse.

Am Samstag konnten wir Hündin Merry in ihr neues Zuhause bringen. Die Hündin mit den großen Ohren wohnt nun in Ottendorf-Okrilla bei einem älteren Herrn und beide sind bestimmt sehr glücklich. Der Mann hatte erst vor wenigen Wochen seine alte Hündin verloren und war beim ersten Besuch hier sehr gekickt. Aber mit jedem weiteren Spaziergang mit Merry kam die Freude zurück, ein richtiges Strahlen erschien im Gesicht dieses Herrn, wenn er Merry am Tor begrüßte. Das hat uns alle begeistert. Und nun sind die Beiden jeden Tag zusammen, gehen große Runden und Merry schläft neben oder im Bett. Da kann man doch von einer Win-Win-Situation sprechen, oder?

Am Sonntag hatte das Tierheim-Team Weihnachtsfeier. Besser spät als nie :-) Wir fuhren gemeinsam zum Frühstücks-Bowling nach Dresden und verbrachten nette, sportliche Stunden. Die Frühschicht im Tierheim übernahmen Zuzana und Sandra, sie wollten an dem Event nicht teilnehmen. Somit lief auch hier vor Ort alles bestens. Wir bedanken uns vielmals bei Familie H. aus Naumburg, welche uns bereits das zweite Mal eine Weihnachtsfeier spendierte. Einfach klasse!

 

15.02.2019

 Heute hatten wir ein sportliches Programm: Zuerst hatten wir einen Termin in der Praxis, um die Meerschweinböckchen und die junge Mieze Kiwi zur Kastration zu bringen. Gegen Mittag macht sich Tierpfleger Mario auf den Weg, um die kleine Lenuta in ihr neues Zuhause zu begleiten. Die ganze Zeit über hatte die hübsche Hündin ein "Lächeln" im Gesicht, als wüsste sie, dass jetzt etwas Großartiges passiert. Man spürte gleich die große Zuneigung auf beiden Seiten und so konnte Mario mit einem guten Gefühl Lenuta in der Obhut der jungen Familie entlassen.

Zeitgleich ist im Tierheim die schwarze Mieze Lumpi in die Transportbox gestiegen. Nachdem wir den aufschlussreichen Vorbericht des behandelnden Tierarztes hatten, nahmen wir sie mit in die Tierklinik. Dort wurde mittels Röntgen und Ultraschall untersucht, ob Lumpi wieder Nieren- und/oder Blasensteine hat. Tatsächlich fanden sich einige kleine runde Steinchen in der Blase. Die anschließende Urin- und Blutuntersuchung legte aber nahe, dass es Lumpi damit gut geht und sie keine Operation benötigt. Was für ein Glück für die schwarze Miez! Wir versuchen nun über spezielles Diätfutter die Steine aufzulösen. Wir denken, dass ist ein guter Kompromiss.

Auch konnten wir gleich die fünf Meerschweinchen und Kiwi wieder mit zurück ins Tierheim nehmen. Alle hatten ihren Eingriff gut überstanden und waren wieder munter.

Als am Abend dann auch noch die nette Familie kam, um Skipy einen Krankenpflegeplatz anzubieten, war unser Glück perfekt. 

 

14.02.2019

 Gegen 16:30 Uhr stand der große Transporter der Tierhilfe Hoffnung vor unserem Tor. An Bord waren neben vielen weiteren Hunden unsere 8 Auserwählten. Das Ausladen der Boxen verlief reibungslos. Alle Hunde durften sich anschließend in einem großen Auslauf gemeinsam von der Fahrt erholen, den Durst stillen und einen Happen essen. Außerdem konnten sie sich an die neuen Gerüche und Geräusche gewöhnen. Besonders aufgeschlossen und anhänglich zeigten sich Barbu und Angy, aber auch Greta sowie die kleine Ronda suchten den Kontakt zu uns. Eugen und der Senior Laji hielten sich eine Weile im Hintergrund, tauten später jedoch ebenfalls auf und genossen das Streicheln. Anders war es bei Adabel und vorallem bei Silvia. Diese Beiden verzogen sich in eine Hütte, wollten so gar nichts von uns wissen. Die lange Reise und nun all das Neue - da waren sie sehr skeptisch. Sicher hat das Leben in Rumänien sie gelehrt, vorsichtig zu sein. Wir können damit umgehen und geben den Hunden Zeit, sich an das neue Terrain mit den neuen Menschen zu gewöhnen. Am Abend ließen sich alle "Neuen" brav ins Körbchen bringen, die Nacht verlief ruhig. Nun beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt, der für diese Geretteten sicher viel Gutes bereit hält.

 

13.02.2019

Am Mittag holten wir Hündin Lara bei ihrer Familie ab, aber nur für zwei Wochen Urlaubsbetreuung. Lara sieht wundervoll aus, sie hat ganz weißes, samtiges Fell bekommen und das nur durch tägliches Bürsten. Und was sie alles gelernt hat! Von wegen, alten Hunden kann man nichts beibringen. Es kommt nur auf das WIE an und bei Lara geht alles mit Liebe und Ruhe. Es tut so gut, diese sanfte große Lady so glücklich zu sehen. Wir werden die zwei Wochen direkt etwas genießen :-)

Am Nachmittag folgte dann eine Fahrt nach Ullersdorf, wo wir eine Vorkontrolle für den Verein Straßenhunde Kreta e.V. zugesagt hatten. Nachdem Garten und Wohnung angeschaut und die Fragen aus dem Formular beantwortet waren, konnten wir grünes Licht für eine Vermittlung geben. Es ist ein guter Platz für Benni aus Griechenland. Kurze Zeit später folgte eine Vorkontrolle bei uns im Heim. Wie bitte? Ja, ein Hamburger Verein, von dem wir eine rumänische Hündin auf Bitten einer Tierfreundin übernehmen möchten, macht sich echt die Mühe, das Tierheim in Augenschein zu nehmen. Die Dame war vollkommen begeistert und so wird Alma in absehbarer Zeit die Reise zu uns antreten.

 

12.02.2019

Bei all den positiven Nachrichten der letzten Zeit, haben wir heute einen Verlust zu beklagen. Eines der sechs Meerschweinböckchen ist verstorben. Den Grund dafür werden wir wohl nie erfahren. Es macht uns traurig, dass wir dem kleinen Kerl, den wir Fauli nannten, nicht mehr helfen können ein schönes Zuhause zu finden. Er wird nie erfahren, wie schön das Meerschweinleben in einer Familie sein kann. Darüber sind wir wirklich bestürzt.

Trotz der gedrückten Stimmung haben wir uns gegen Mittag auf den Weg nach Glashütte gemacht. Dort wartete schon Sandys neues Frauchen und ihr Huskymischling auf ihrem großen Bauerhof. Sandy tat alles dafür sich in das Herz der netten Dame zu schleichen und so verfestigte sich bei mehreren Besuchen der Wunsch, dass Sandy demnächst zur Familie gehören soll. Als gelassener Ruhepol stand Sandy der agilen Natur des Huskymischlingshündin gegenüber und beide verstanden sich auf Anhieb. Dies spiegelte sich auch beim erneuten wieder sehen vor Ort wieder. Während Ajumi den Klassenclown raushängen ließ, fühlte sich Sandy nicht dazu animiert dem rumgealber Beachtung zu schenken. Sandy soll nun künftig ihr Frauchen bei allen Wegen auf dem Grundstück begleiten, egal ob Hühner füttern, Pferdestall ausmisten oder gemeinsame Kuschelstunden auf dem Sofa. Übrigens hatte Sandy auch keine Angst vor den Pferden

Ist es nicht unfassbar, dass dieser tolle Hund jetzt schwanzwedelnd ihr neues Frauchen begrüßte und einen neuen Lebensabschnitt beginnt, während sie in Rumänien bereits auf der Todesliste stand?

 

11.02.2019

Reichlich fünf Monate ist der Hund Whisky nun in unserer Obhut. Wie Sie auf seiner Seite lesen können, war es zu Beginn seines Aufenthaltes hier nicht ganz einfach mit ihm. Vieles von seinen Verhaltensweisen war sicher der furchtbaren Vergangenheit geschuldet, diesem Dasein in einem Verschlag mit Unterschlupf im Erdloch. Daher hatten wir stets Nachsicht mit Whisky und versuchten alles, um einen krankhaften Defekt auszuschließen. Die Gabe von Epilepsietabletten als Dauermedikament erwies sich als richtig, und so hat es Mario gestern gewagt: er hat Whisky mit ins Hofrudel integriert. Allen Unkenrufen zum Trotz klappte es auf Anhieb und ganz hervorragend. Man merkte dem kleinen Kerl deutlich an, wie er die Gegenwart der anderen Hunde genießt, ebenso unsere Nähe, den vielen Platz und all die Gerüche. Whisky kam wie selbstverständlich in die Futterküche gucken, er ging zu den Schlafkörbchen der Artgenossen, er musste sich alles anschauen. Selbst wenn wir Whisky nicht vermitteln können, so hat er doch sehr an Lebensqualität gewonnen und führt nun ein artgerechtes Hundeleben. Das freut uns ungemein.

 

09./10.02.2019

Frau H. aus Köln, welche im Oktober 2012 die ältere polnische Hündin Molly von uns adoptierte, ist vielleicht Einigen von Ihnen "bekannt". Es gab vor einiger Zeit mal einen Artikel in einer großen Zeitschrift über sie und Molly, welchen wir auch auf unserer Homepage zeigten. Leider hat Molly diese Welt verlassen und Frau H. war auf der Suche nach einem neuen Grauschnäuzchen. Sie fand es bei Marion, einem Mitglied von uns, welche eine etwas krummbeinige, kleine, ältere Hündin aus Rumänien als Pflegehund hatte. Ginni 9 Jahre. Am Samstag schrieb Frau H. dazu Folgendes: 

"Der kleinen Ginni, die ich von Marion übernommen habe, geht es prächtig; sie bringt mich wieder in Form und fünfzig mal am Tag zum Lachen. Übrigens waren die Leute von dem Landhotel nahe Bautzen, in dem wir übernachtet haben, fassungslos, dass wir für so ein kleines altes unscheinbares Mischlingshündchen quer durch die ganze Republik fuhren! Die hielten ihren Golden Retriever im Zwinger."
Dem ist nichts hinzuzufügen. Höchstens ein Kopfschütteln.

08.02.2019

Nach den vorangegangen täglichen Besuchen war heute auch für die liebe Trinity der große Tag gekommen. Am frühen Nachmittag bekam sie das Geschirr an und wir machten uns auf den Weg. Dabei mussten wir erst einmal eine logistische Hürde nehmen, da die Straße zum Tierheim gesperrt war. Ein großer LKW versperrte den Weg und mir wusste mit Trinity an der "Baustelle" vorbei. Dies gelang zum Glück und wir erreichten das Auto unversehrt. Auf der Fahrt wurde es Trinity dann doch etwas zu viel und ihr Magen rebellierte. Ein großer Stein fiel uns vom Herzen als die schüchterne Trinity ihre neue Familie wieder erkannt und sich sehr gefreut hat. Nach der ersten Runde durch den Garten, gingen wir nach drinnen. Auch dort unternahm sie einen kleinen Rundgang und begann ein kleines Spiel mit ihrem neuen Herrchen. Nachdem alles besprochen war, setzten sich Trinitys neue Besitzer zu ihr und knuddelten sie intensiv, damit sie nicht merkt, dass wir uns wieder auf den Weg machen. Für die junge Hündin beginnt jetzt ein neuer, spannender Lebensabschnitt.

 

07.02.2019

Der schlanke Rüde Paolo verabschiedete sich heute zum dritten, und hoffentlich letzten mal von uns. Bereits zwei mal war er vermittelt, musste aber aus unterschiedlichen Gründen wieder zurück ins Tierheim. Diese bewegte Vergangenheit schreckte die aktive Familie aus Dresden aber keineswegs ab. Immerhin lebten in der Familie nacheinander mehrere Hunde, wo jeder sein Päckchen mitgebracht hat. Und immer fand man eine Lösung, um dem Tier mit seinen speziellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Mit soviel gesundem Verständnis für Hunde gewappnet, war es nur logisch das wir uns dafür entschieden haben, Paolo dorthin zu vermitteln. 

Nach der kurzen Fahrt, die Paolo nahezu verschlief, waren wir im Randbezirk von Dresden angekommen. Paolo Rute wedelte ganz doll, als er seine Familie erblickte, die er auf mehreren vorangegangenen Spaziergängen kennen lernen konnte. Er schmiegte sich gleich an und wollte gekrault werden. Nach einem kurzen Rundgang in der Stube, ließ er sich auf den Boden plumpsen und wollte nicht mehr aufstehen. Getreu dem Motto: "Hier gefällt es, hier bleib ich liegen." Alles klar Paolo, dein Wunsch sei uns Befehl. Wir hoffen sehr, dass es diesmal wirklich für immer sein wird.

 

06.02.2019

Für einen unserer Senioren schlug heute die glückliche Stunde. Kater Moritz wurde in eine bequeme Transportbox geladen und fuhr mit Josi nach Thüringen. Auf der Fahrt unterhielt er sie in bester Weise, so wie wir es von ihm gewöhnt sind. Sein neues Reich ist ein kleines Haus mit einem komplett eingenetzten Freigehege daran. Weil dort bereits 3 Artgenossen wohnen, sollte der ältere Kater langsam rangeführt werden. Bedeutet, erstmal ein separates Zimmer und dann Schritt für Schritt. Da war Moritz ganz anderer Meinung. Er kratzte so lange an der Tür, bis die neue Besitzerin nachgab und öffnete. Selbstbewusst stolzierte Moritz durch die Räume, grüßte hier und da die etwas verdutzten Katzen und ging dann durch die Katzenklappe in den Auslauf. Als wäre er nie woanders gewesen. Die Zweibeiner staunten nicht schlecht. Mit bester Laune fuhr Josi zurück ins Tierheim. Vielen Dank an Frau M., die vor Moritz bereits einen Kater von uns über viele Jahre glücklich machte.

 

05.02.2019

Neben zahlreichen neuen Fotos stand auch heute auf dem Programm, der gründliche Gesundheitscheck der sechs neuen Meerschweinchen. Mittlerweile quiekeln sie auch am Tage durchs Gehege und verputzen fleißig ihre Rationen. Leider ist jedes der Männchen auf irgendeine Weise lädiert und auch entsprechend scheu. Narben auf der Nase, Bissverletzungen an den Lippen, Grind an den Ohren und am Rücken. Man mag sich kaum vorstellen, wie schlimm es für die kleinen Tiere in ihrem vorherigen "Zuhause" gewesen sein mag. Wir sind erst einmal froh, dass sie den stressigen Umzug überstanden haben und auch soweit fit sind. 

Am frühen Nachmittag hatte Frau Falkenberg-Dziumla eine Verabredung bei einer alten Lady, die unserem kleinen Tierheim schon viele Jahre die Treue hält. Die Dame rief bei uns an und beklagte, dass ihr geliebter Kater (aus unserem Heim) und einziger Alltagsbegleiter eine kahle Stelle am Bauch hat. Dort angekommen stellte sich heraus, dass das moppelige Kerlchen tatsächlich einen kleinen Holzsplitter in der Haut stecken hatte. Dieser wurde gleich entfernt und die Wunde desinfiziert. Wäre es etwas Schwerwiegenderes gewesen, hätten wir das Tier auch zum Tierarzt gebracht. Dies zählt natürlich nicht zu den alltäglichen Aufgaben eines Tierheims. Dennoch fühlen wir uns in der sozialen Verantwortung, einer allein stehenden Dame zu helfen, wo kein Verwandter oder Pflegedienst helfen kann oder will. Die alte Dame war Frau Falkenberg-Dziumla so dankbar für diesen Freundschaftsdienst, dass sie uns eine Spende für das Tierheim überreichte.

 

04.02.2019

Fast auf den Tag genau 1 Jahr musste die kleine Pria in unserem Tierheim warten, bis die richtigen Menschen für sie kamen. Oft waren Besucher für Pria da, leider erlosch das Interesse an der Hündin stets, wenn sich Pria nicht sofort streicheln ließ und auch nicht gleich freudig mit spazieren ging. Es machte uns wirklich traurig, dass so wenig Verständnis für die Skepsis eines Hundes existiert, dem während seiner Lebensjahre in Rumänien gerade von Menschen übel mitgespielt wurde. Aber nun wird Pria bestimmt für all das entschädigt. Vom ersten Besuch an signalisierten diese Tierfreunde, dass sie Pria Zeit geben und es gemeinsam schaffen werden. Gestern nun der große Tag des Umzugs. Im Auto verhielt sich Pria absolut vorbildlich. Im Haus dann legte sie sich flach an die Seite des Sofas, ganz nah bei uns und machte große Augen. Alles war neu und anders. Oh du kleine Angstmaus, das ist doch nun dein Zuhause.  Ein gekochtes Hühnerbein brachte am Abend den Durchbruch und Pria zum auftauen. Ihre Familie ist weiterhin optimistisch, dass Pria ihre Angst ablegt und das wunderbare neue Leben genießen wird. Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite und danken von Herzen.

 

02./03.02.2019

Schneemassen am Sonntag im Tierheim. Innerhalb weniger Stunden lag eine weiße Pracht von fast 30 cm. Das bedeutete für das Sonntags-Team Schwerstarbeit. Zuzana und Sandra mussten sich neben dem täglichen Programm Wege durchs Gelände bahnen, begehbare Flächen für die Hunde schaffen und Türen freischaufeln. Außerdem galt es, die obere Drahtbespannung vom Auslauf des großen Katzenhauses vom Schnee zu befreien, denn diese drohte runterzureißen. Dann wäre der Fluchtweg frei für alle Samtpfoten, was katastrophal geendet hätte. Zu Dienstschluss mussten die beiden Frauen dann gemeinsam unseren über 100 Meter langen Weg zumindest soweit freischaufeln, dass sie die Heimfahrt antreten konnten. Sie waren wirklich nicht zu beneiden. Von einem Räumdienst war leider keine Spur. Mario, der 14 Uhr die Spätschicht übernimmt, hat es erst gar nicht bis ins Tierheim geschafft. Aus der Bautzner Richtung ging absolut nichts mehr, Landstraßen und Autobahn waren dicht. Zum Glück sprang Jana, die fußläufig beim Tierheim wohnt, ganz kurzfristig ein. Das ist Teamgeist.

 

01.02.2019

Eine Tierfreundin bat uns um Hilfe. Nachdem die Kinder einer anderen Familie ein paar Meerschweinchen mit Heim brachten, vermehrten sich die Tiere unkontrolliert bis es ca. 50-60 Tiere waren. Ein unhaltbarer Zustand für Mensch und Tier. Schnelle Hilfe war gefragt also sagten wir die Aufnahme von 6 Tieren zu. Es fühlt sich an wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, doch wir müssen auch unsere Kapazitätsgrenzen akzeptieren. Am Nachmittag haben wir die Nager also in unsere Obhut genommen. Alle Meerschweinchen sind männliche Jungtiere und von einigen Blessuren gezeichnet. Die Enge in der die Masse von Tieren leben mussten, führte sehr wahrscheinlich zu viel Stress und Rangeleien. Wir lassen die Schweinchen jetzt erst einmal ankommen und überlegen dann, wie es weitergehen soll. Erst am Abend haben sie sich soweit akklimatisiert, dass sie mit fressen begonnen haben. Die erste Hürde haben sie somit schon genommen.

Im übrigen ist die Tierfreundin mehrere Tierheime angefahren, um die Meerschweinchen unterzubringen und so der ungewollten Vermehrung Einhalt zu gebieten.

 

31.01.2019

Kleiner Kerl in der großen Stadt. Als unser kleiner Rüde Nick in Dresden aus dem Auto stieg, war er förmlich erschlagen von all den neuen Eindrücken. Er wusste gar nicht, was er zuerst anschnuppern soll und so dauert es eine ganze Weile eh wir die kurze Strecke vom Wagen bis zur Eingangstür geschafft hatten. Schon auf der Fahrt hat er jede Kurve durch aufgeregtes Brummen kommentiert. Als Nick dann seine neues Herrchen erblickte war er ganz aus dem Häuschen von folgte ihm auf Schritt und Tritt - man könnte ja etwas verpassen. Als wir uns setzten um den Papierkram zu erledigen, nickte der kleine Kerl dann doch kurz auf dem Teppich weg. Immerhin konnte er an diesem wichtigen Tag seinen Mittagsschlaf gar nicht halten. Sicher wird er noch viele Nickerchen halten müssen, um die vielen urbanen Eindrücke zu verarbeiten. Doch wir sind voller Hoffnung, dass er auch diese Hürde meistert und in Harmonie mit seiner neuen Familie noch viele glückliche Jahre verbringen wird.

 

30.01.2019

Und wieder gelang uns eine ganz tolle Vermittlung. Bürokatze Putzi durfte nicht weit entfernt, in Lichtenberg, ihr Lager aufschlagen. Gleich nach der Ankunft hopste Putzi mehr oder weniger unelegant über die Katzentoilette und schaute sich erst einmal genau um. Als wir für den vertraglichen Teil in die Stube gingen, folgte sie ganz artig, hopste auf die Sessellehne und schnurrte von da an unablässig. Um ihr die Umgewöhnung etwas zu erleichtern, brachten wir Putzis gewohntes Trockenfutter mit. Nachdem wir davon etwas in den Napf füllten, kam sie gleich angelaufen und verputze die Ration. Sie schien sich recht wohl zu fühlen in der wohlig warmen häuslichen Umgebung. Wir sind hellauf begeistert, diese alte Mieze mit dieser Vermittlung so glücklich gemacht zu haben.

 

29.01.2019

Auch Katerchen Roberto hat es geschafft. Er eroberte das Herz einer netten Familie und wird künftig dort am Rande eines kleinen Dorfes seinen Lebensmittelpunkt haben. Schon bereits die Vorgängerkatze, die dort lange Jahre glücklich verbrachte, stammte aus unserem kleinen Tierheim und wir freuen uns, dass dort wieder ein Kater so gut untergekommen ist. Roberto war, genau wie wir es erwartet haben, ziemlich verschüchtert und erschlagen von den vielen neuen Eindrücken. Doch die lieben Menschen haben viel Zeit und Geduld. Sicher wird er schon bald merken, was für ein Glück er hat und sich zufrieden in der Stube wälzen. Nun fehlt nur noch sein Bruder Rosario, der sich als letzter der drei Geschwister, einen neuen Wirkungskreis wünscht.

 

28.01.2019

Vergangene Woche waren die netten Mitarbeiter der Dresdner Morgenpost im Tierheim, um einige unserer Schützlinge kennenzulernen. Der Artikel erschien nun online. Klicken Sie hier, um zu dem Ausschnitt zu gelangen.

Außerdem war der kleine Fratz Skipy wieder beim Tierarzt. Nach einigen Behandlungen gegen das Sticker Sarkom, wurde nun eine Biopsie der betroffenen Stelle entnommen, um festzustellen, ob der Tumor besiegt ist. Für die Biopsie musste Skipy eine kurze Narkose über sich ergehen lassen. Bereits am frühen Nachmittag war er wieder munter und wollte abgeholt werden. Drücken Sie die Daumen für den kleinen Skipy, dass nun alles ausgeheilt ist.

 

26./27.01.2019

Die beiden verbliebenen Kinder von Katze Miri sind nun auch "unter der Haube". Candy und Clair residieren jetzt fürstlich in einem Haus in Dresden Klotzsche mit enorm viel Platz und jeder Menge Spielmöglichkeiten. Ein Balkon wurde für die zwei Racker komplett eingenetzt, so das sie sich dort bei besserem Wetter den Wind um die Nase wehen lassen und auch die Sonne genießen können. Wir haben bereits eine äußerst positive Mail der neuen Besitzer erhalten, in der sie schrieben, dass sich Candy und Clair nach der Abreise von Josi zwei Stunden Relaxzeit unterm Sofa gönnten. Danach ging die Post ab, alles wurde erforscht und am Abend wurden bereits Streicheleinheiten eingefordert. Die Fotos dazu machen uns glücklich.

Einen Neuzugang gab es aber auch. Ein Stanleysittich wurde abgegeben, als Grund nannte man uns Zeitmangel. Naja. Der arme Kerl mit dem einfallsreichen Namen "Piepmatz" hatte bisher Wellensittiche als Gefährten, diese seien aber gestorben, wurde uns berichtet. Wir werden nun versuchen, ein gutes Zuhause mit Artgenossen für den gefiederten Freund zu finden. Leicht wird es vermutlich nicht, wie uns in der Vergangenheit ähnliche Versuche mit Papageienvögeln gezeigt haben. Auf dem Gebiet gibt es leider mehr Schatten als Sonne.

 

25.01.2019

Um 10:00 Uhr wurde der Charity Run in der Dresdener Centrum Galerie mit einem Count Down gestartet. Frau Falkenberg-Dziumla war vor Ort, um unsere Läufer und Läuferinnen anzufeuern, sowie dem Moderator für kleine Interviews und die Vorstellung unseres Vereins zur Verfügung zu stehen. Bis 19:00 Uhr lieferten sich 6 Teams einen wirklich spannenden Wettkampf, untermalt von Musik und der halbstündigen Bekanntgabe der Zwischenergebnisse. Unsere Läufer und Läuferinnen kämpften wie die Löwen, sie holten wirklich alles aus sich heraus. Am Ende standen für unseren Verein (Laufband 5) beachtenswerte 119,28 km zu Buche, was eine tolle Spendensumme von 357,84 € fürs Tierheim ergab. Wir bedanken uns auf das Herzlichste bei Holger, Franzi, Marion, Bernd, Domi, Gregor und Tilo für ihre bravourösen Leistungen. Ein besonderer Dank gilt Hartmut Kohn für seine Initiative zu diesem Charity Run, ebenso für seine Läufe auf dem Band. Es war eine wirklich gelungene Veranstaltung, die neben der wichtigen Spende auch eine Menge Publicity für den Tierschutzverein und das Tierheim brachte. Fotos davon sehen Sie unter Neues.

 

24.01.2019

Der ausgesprochen hübsche Rüde Runner hat ein neues Zuhause gefunden. Im Haushalt lebt bereits eine andere Hündin, die sich sehr über den neuen Hundekumpel freute aber auch etwas einbremste, wenn er zu forsch in ihrem Terrain herumwuselte. Umgekehrt hatte Runner der Hündin aber etwas zu sagen, immer wenn er sich zu sehr von ihr gegängelt fühlte. Eine lebendige Beziehung zwischen den beiden, mit viel Kommunikation. Frauchen hat einen wachen und realistischen Blick auf die Situation, freute sich aber natürlich sehr über den neuen vierbeinigen Mitbewohner. Bei einer ersten kurzen Rückmeldung vielen nur lobende Worte, was für ein lieber Hund Runner ist, das es sowohl im Haus als auch beim Gassi gehen alles super funktioniert. Wir freuen uns riesig über eine weitere tolle Vermittlung.

 

23.01.2019

Im schönen Lohmen wohnt künftig der liebe Kater Peter. Dort wartete nicht nur ein netter Katerkumpel auf Gesellschaft, sondern auch viele liebevolle Hände, die Ihn streicheln. Peter marschierte völlig selbstbewusst aus der Transportbox, hopste aufs Sofa und gönnte sich im Anschluss eine ganze Portion Nassfutter, die extra für ihn bereitgestellt wurde. Uns fiel auch auf, dass in Peters neuem Heim selbst den Stubenschrank absolut katzentauglich eingerichtet ist. Jedes zweite Fach war mit Decken und andere Liegemöglichkeiten versehen, sodass die Katzen auch in der Zeit ihres Wohnungsaufenthaltes nichts auszustehen haben. Da der liebe Kater nach seiner Eingewöhnung auch Freigang genießen sollte, schauten wir uns natürlich auch die nähere Umgebung an. Unter dem Carport entdeckten wir weitere Rückzugsmöglichkeiten und Schlafplätze, die für die Katzen hergerichtet waren. Und selbst die Oma, die gegenüber wohnt, hat einen wachsamen Blick, falls es den Miezen während des Aufenthaltes im Freien an etwas mangelt. Wie schön, dass wir wieder einen Schützling so passend vermitteln konnten.

Außerdem war am frühen Nachmittag zwei Mitarbeiter der Morgenpost im Tierheim. Gern wollten sie drei oder vier Tiere aus unserer Einrichtung in einer Ausgabe vorstellen. Was für ein tolles Angebot. Wir sagten zu und nach gut einer Stunde, waren alle Fotos gemacht und alle Infos notiert. Wer weiß, vielleicht können wir auf diesem Wege vielleicht sogar einen unserer Schützlinge Vermitteln. Das wäre wirklich famos.

 

22.01.2019

Einmal mehr hieß es "Lebe wohl". Diesmal mussten wir uns von Goofy verabschieden, der sich am Vormittag auf die lange Reise machte. Beim vorangegangen Besuch konnte Goofy mit seiner aufgeschlossenen Art von sich überzeugen und auch der erste Kontakt mit der bereits vorhanden Nackthund-Lady verlief sehr freundlich. In zwei Decken gemummelt verschlief Goofy die gut dreistündige Fahrt. Im neuen Zuhause angekommen herrschte bei Goofy Verwirrung. Als er seine neuen "Eltern" erblickte war das Eis gebrochen und die Freude groß. Im Garten markierte Goofy gleich jeden Strauch. Das bereits vorhandene Nackthund Mädchen führte Goofy im Anschluss im Haus herum, als wolle sie ihrem neuen Kumpel ganz stolz alles zeigen. In der Küche entdeckte Goofy dann eine Schüssel mit Walnüssen, schnappte sich eine Nuss und zerknackte sie gleich vor Ort. Die Hündin Zelda, die sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht die Bohne für die Walnüsse interessierte, ahmte Goofy sogleich nach und vergnügte sich mit einer Nuss. Der Küchenboden war rasch Nussschalen geschmückt. Was für ein witziges Duo! Selten hatten wir das Gefühl, dass ein Platz so gut zu einem Hund passt, wie hier. Einfach Traumhaft.

 

21.01.2019

Wir wurden von der Stadt Königsbrück um die Aufnahme einer Fundkatze gebeten. Wir sagten zu. Die Fundkatze entpuppte sich vor Ort dann als potenter hübscher Kater, der leider gar keinen Gefallen daran findet, dass er nun im Tierheim sein muss. Ziemlich miesepetrig liegt er in der hintersten Ecke der Quarantänebox und grummelt vor sich hin. Sicher hat er große Angst. Wir haben nun einen Feliwaystecker aktiviert, um ihm zumindest auf hormoneller Ebene zu vermitteln, dass alles in Ordnung ist. Hoffen wir, dass er bald aus seinem emotionalen Tief herausfindet. 

Leider versagte die Rotlichtlampe, die unseren Hühner etwas Wärme spendet den Dienst. Unser Hausmeister machte sich also zügig auf dem Weg und besorgte ein neues Model. Immerhin soll unsere liebe Hühnerschar, nicht unter der Klirrenden Kälte leiden müssen.

Nach ein paar Anlauf Schwierigkeiten haben die Amseln, Drosseln und Spatzen die eigens für sie errichteten Vogelhäuschen nun vollkommen in Beschlag genommen. Täglich freuen wir uns über die gefiederten Besucher, die sich bei uns die Bäuchlein voll schlagen können. Gratis nachfüllen inklusive. ;-)

 

19./20.01.2019

Das Meerschweinchenpaar Koko und Candy konnten vermittelt werden.

Während Candy sich gleich forsch im Gehege umsah, machte sich Koko erst einmal über den Salat her. Die Annäherungsversuche der Kleinen beeindruckten ihn in keinster Weise. Er war tiefenentspannt mit Fressen beschäftigt, beschnupperte kurz die Fremden und widmete sich wieder seinem Salat. Mit leisem Quieken näherte sich vor allem das kleine Böckchen vorsichtig unserer Candy, um dann doch wieder unsicher auf Abstand zu gehen, um es kurze Zeit später erneut zu versuchen. Keine Aggression oder Unmut erkennbar. Wie toll.

Nicht weit entfernt durften endlich die beiden Katzen Clarissa und Cäsilia ihre Transportbox verlassen. Schon im Hausflur war ihr Miauen zu hören. In der Wohnung verschlug es ihnen erst einmal die Sprache. Fremde Gerüche, fremde Stimmen, riesige Zimmer: sie wussten gar nicht, wie sie sich verhalten sollten. Mal neugierig, dann wieder schreckhaft erkundeten sie zunächst die Wohnstube. Sie ließen sich kurz streicheln, dann fiel ihnen wieder ein, dass ja alles beängstigend neu war, und schwupps, hopsten sie weg. Um in nächsten Augenblick wieder mutig umher zu tippeln. Nachdem beide die Katzentoilette eingeweiht haben und sich nach einiger Zeit in die - anfangs als gruselig empfundene - Küche trauten, war das Eis gebrochen. Besonders Clarissa flitzte umher und spielte und steckte damit ihre Schwester an. Solch ein Spaß. Geräumig ist die Wohnung sehr, es bieten sich neben Kletter-und Schlafmöglichkeiten viele schöne Freiflächen zum Herumtollen. Genau das Richtige für die beiden jungen Kätzchen.

 

 

18.01.2019

Und wieder waren wir mit dem Tierheimauto unterwegs. Diesmal ging die kurze Fahrt nach Burkau und mit an Bord war die süße Camelia. Wir hatten den Eindruck, dass Autofahren nicht ihre Lieblingsbeschäftigung wird, aber wir haben ihr gut zugeredet, dass es sich lohnen wird. In Burkau angekommen wurden wir freundlich von den drei aufgeweckten Kindern der Familie empfangen. Camelia war gleich Feuer und Flamme und wusste nicht, welches der Kinder sie zuerst abschlecken wollte. Im Haus führten die Kinder Camelia in jedes Zimmer und zeigten ihr alle Körbchen. Camelia folgte brav und wedelte beständig mit ihrem Stummelschwänzchen. Als wir uns dem "Papierkram" widmeten, nutzte Camelia die Gunst der Stunde und erschnüffelte eine besondere Leckerei. Wir staunten nicht schlecht als die kleine Hündin mit einer riesigen Tüte Schweineohren an uns vorbei lief. Camelias neues Frauchen erkannte die Situation, hielt die Kinder zurück und nahm Camelia selbst den Beutel ab. Sehr vorbildlich. Zum Abschied, begleiteten uns Camelias neue Besitzer noch mit der Hündin zum Auto, um in Anschluss noch einen Spaziergang mit ihr zu machen. Was für eine gelungene Vermittlung.

 

17.01.2019

Und in der Katzenkinderstube war es wieder einer weniger. Katerchen Cedric durfte heute nach Dresden reisen, wo bereits eine andere junge Mieze auf ihn wartete. Cedrics neues Frauchen hatte einen Katzenerlebniskletterpark in der Stube aufgebaut. Kratzmatten, Sitzbretter in unterschiedlichen Höhen und sehr hübsche Rückzugsmöglichkeiten. Die bereits vorhandene Mieze, bemerkte rasch den Neuankömmling, doch Cedric gab sich cool und schaute sich lieber sein neues Revier an. Als einziger Kater war er mit seinen vier rauflustigen Geschwistern wohlbehütet in unserer Obhut aufgewachsen. Da lässt er sich wohl jetzt nicht von so einer "Flitzpiepe" ins Bockshorn jagen. Kiddo, Cedrics neue Kameradin, erkannte die Lage schnell und entspannte sich auch recht zügig. Wir haben keinen Zweifel, dass die beiden sich rasch aneinander gewöhnen und dann zusammen über ihren "Catwalk" toben.

 

16.01.2019

Für die beiden hübschen Miezen Simonetta und Dalila stand ein Umzug an. Unter herzzerreißendem Gemaunzte ging die Fahrt ins schöne Moritzburg. Dort war schon alles für die Ankunft der beiden vorbereitet. Ein deckenhoher Kratzbaum stand ansprechend in der Stube, die Fenster waren vernetzt, um ein herabstürzen zu verhindern und das Futter stand auf der Anrichte bereit. Der kleine Mops der Familie freute sich so sehr über den Besuch, dass er erst einmal eine Auszeit im Nachbarzimmer bekommen hat, damit die beiden Samtpfoten sich in Ruhe alles ankucken können. Dalila stiefelte gleich selbstbewusst aus der Transportbox und schmeichelte ihrem neuen Herrchen um die Beine, während sich Simonetta unter der Decke in der Box versteckt hatte. Beides überraschte uns sehr, da wir es eher anders herum erwartet hätten. Wir hoffen sehr, dass die beiden noch viele glückliche Jahre in ihrer neuen Familie verbringen können.

 

15.01.2019

Die liebe getigerte Katze Findus konnte ihre Tierheimkarriere beenden. Eine nette ältere Dame verkuckte sich bei ihrem Besuch in Findus und wollte ihr ein liebevolles Zuhause schenken. Die Fahrt bis nach Neukirch in der Transportbox fand Findus überhaupt nicht toll. Woher sollte sie auch wissen, was für ein Katzenparadies auf sie wartete. Als wir ankamen würden wir sehr positiv überrascht, denn die Rentnerin hatte alles absolut perfekt für Findus eingerichtet. Es dauerte fünf Minuten bis sich Findus von allein aus der Box heraustraute und schwups war sie auch schon unter der Sitzbank verschwunden. Findus neues Frauchen hatte so etwas schon geahnt und vorab schon eine weiche, dicke Decke dort hingelegt. Auch die breiten Marmorfensterbänke waren sehr einladend für Katzen hergerichtet. Vor dem Fenster sah man ein lebendiges Katzenkino in Form eines rege besuchten Vogelhäuschens. Zwischenzeitlich klingelte es an der Tür und wie selbstverständlich verschloss die ältere Dame jede Tür hinter sich, um ein entwischen von Findus zu verhindern. Auch bezüglich des Futters hatten wir keine Aufklärungsarbeit zu leisten, da Findus neues Frauchen genau bescheid wusste über die Besonderheiten der Katzenfütterung wie zum Beispiel Taurin. Auch eine Katzenklappe war bereits eingebaut, aber zur Eingewöhnung natürlich noch verschlossen. Wir sind sehr froh, dass uns diese tolle Vermittlung geglückt ist und Findus nun endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die sie braucht.

 

14.01.2019

Wir hatten Kinderbesuch im Tierheim. Die Nichte(9 Jahre) von Tierpflegerin Josi war im Tierheim, um auszuprobieren, wie unsere Hunde reagieren. Wir sehen uns oft mit der Frage konfrontiert, ob dieser oder jener Hund ein Problem mit Kindern hat. Dem wollten wir auf den Grund gehen. Josi und ihre Nichten hatten gemeinsam viel Spaß mit unsere Vierbeinern und ausnahmslos alle Hunde haben den Test mit Bravour bestanden. Natürlich haben wir auch ein paar Fotos geschossen, die auch in Kürze auf der Homepage erscheinen werden.

 

12./13.01.2019

Erneut gab es Grund zur Freude. Kater Max konnte vermittelt werden! Nach der halbstündigen Stunde fahrt, stieg Max ganz selbstbewusst aus der Transportbox. Er nutzte auch gleich die Gunst der Stunde und zeigte seinem neuen Frauchen, wie artig er die Katzentoilette benutzt. Nach einer halbe Stunde Erkundungstour entschlossen wir uns Max auch gleich seinem neuen Katerkumpel vorzustellen. Als die Tür aufging stiefelte unser lieber Max auch gleich los, hüpfte auf dem Kratzbaum und schaute sich alles ganz genau an. Der neue Kater war von so viel Selbstvertrauen total beeindruckt, machte einen buschigen Schwanz und grummelte etwas. Sein Frauchen erklärte, das der BKH-Kater Linus in seinem Leben immer einstecken musste und er deswegen so defensiv droht. Da Max dieses Verhalten aber keines Blickes würdigte sind wird positiv gestimmt, dass Linus bald erkennen wird, das von Max keine Gefahr ausgeht und die beiden ein friedvolles Leben miteinander führen werden. Wir freuen uns, dass der fast 12 jährige Kater das Tierheim verlassen durfte und so ein tolles Plätzchen gefunden hat, wo er wohlig umsorgt wird.

 

11.01.2019

Heute können wir wieder von etwas positivem Berichten. Unser süßer Senior Blacky durfte endlich ausziehen. Eine liebe Familie aus Crimmitschau machte sich auf den Weg bis zu uns, um Blacky persönlich kennenzulernen. Dieser Besuch sollte nicht folgenlos bleiben, denn alle aus der Familie waren schwer begeistert von dem lieben Hundeopi. Völlig entspannt verbrachte Blacky die Fahrt schlafend in der Transportbox. Im neuen Heim angekommen war Blacky dann aber putzmunter und ganz aufgeregt. Ebenso aufgeregt war sein neues Frauchen, dass endlich wieder eine Fellnase einziehen darf. Während wir den "Papierkram" erledigten schnupperte sich Blacky durch alle Räume. Zwischenzeitlich kam die Tochter der Familie von der Schule nachhause, begrüßte "den Neuen" sanft und zog sich dann auf das Sofa zurück. Sie wollte warten, bis Blacky von allein zu ihr kommt. Wow, wirklich vorbildlich, kann man sich doch vorstellen, 
wie sehr sie sich auch auf Blacky gefreut haben muss. Natürlich folgte Blacky artig und kam kurz darauf auch an der Couch vorbei. Wir sind unglaublich glücklich, dass es Blacky noch einmal vergönnt war, ein liebevolles Zuhause zu finden.

10.01.2019

Egal wo man Hinschaut: Schnee. Die Schneemaßen haben auch das Tierheim fest im Griff. Fast rund um die Uhr schneit es hier und man kommt mit dem beräumen kaum nach. Trotzdem waren wir sehr überrascht, dass als wir am Morgen das ganz Ausmaß sahen. Mehrere Bäume waren aufgrund des Gewichts umgefallen. Besonders dramatisch sah es bei den Hühnern aus. Der alte Baum hat nur knapp das Hühnerhaus verfehlt und die Elektroleitungen beschädigt. Nur mit einiger Kletterarbeit konnten wir uns einen Weg zu den Tieren bahnen. Auch auf dem Hof knicke bei Baum ab. Zum Glück wurde niemand verletzt und nichts beschädigt. Unsere Hunde sahen es wie immer mit Humor, freuten sich über die neue Spiellandschaft und hüpfen über die verschneiten Ästen.

 

09.01.2019

Jede Vermittlungsfahrt ist derzeit aufgrund des Wetters ein kleines Abenteuer, aber wir scheuen uns nicht davor. Heute ging es bei reichlich Schneeregen nach Görlitz, wo die beiden Kaninchen Sammy und Klopfer eine wirklich tolle Behausung beziehen durften. Die Vorbereitungen für diesen Einzug waren bis ins kleinste Detail durchdacht, geplant und ausgeführt und zwar von den beiden Mädels (13 / 15), die sich Haustiere wünschten. Sogar das doppelstöckige Quartier im Wohnzimmer hatten sie selbst gebaut - wow! Dieses Verantwortungsbewusstsein war beeindruckend und sollte Schule machen. Dann würden vermutlich viel weniger Tiere im Tierheim landen. Sammy und Klopfer fanden es auch gleich schnuckelig dort. Nach einem Erkundungshoppeln machten sie sich über den Knuspertunnel aus getrockneten roten Beeten und Blütenblättern her, die verlockend im Laufgehege lag. Das lange Warten auf einen artgerechten Platz hat sich für Sammy und Klopfer definitiv gelohnt. 

 

08.01.2019

"Adieu" sagte uns heute die zutrauliche Mieze Miri. Erneut wurde die hübsch marmorierte Katze in eine weich gepolsterte Transportbox gesetzt. Und erneut unterhielt uns Miri die ganze Fahrt über mit ihrer lieblichen Stimme. Kaum ging die Transportbox auf, verkrümelte sich Miri erst einmal unter dem Sofa. Doch es dauerte keine fünf Minuten ehe sie die holprige Fahrt überwunden hatte und ihr neues Revier unter die Lupe nahm. Dabei wurde jede noch so kleine Ecke intensiv beschnuppert. Miri's neue "Dosenöffner" sind so glücklich endlich wieder eine Samtpfote im Haus zu haben, die sie rund um die Uhr streicheln können. Und wir freuen uns für Miri, dass sie so ein tolles Zuhause bekommen hat, wo ihr sicher jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird.

 

07.01.2019

Wir erhielten eine Mail von unserem lieben Aramis. Aber es waren diesmal keine Grüße aus einem schönen Urlaub, sondern Fotos von dem Rüden am Tropf (!) und sehr besorgte, schockierte Zeilen seiner Familie. Was war geschehen? Aramis hatte offenbar einen Giftköder aufgenommen! In seiner Heimatstadt ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Hundehasser unterwegs, der diese Verbrechen begeht. Aramis hatte riesengroßes Glück. Zum Einen, weil seine Leute den Ernst der Situation erkannten und umgehend einen Tierarzt aufsuchten. Und zum Anderen, weil dieser Tierarzt fachlich kompetent war und sofort die richtigen Maßnahmen einleitete. Aramis war sehr tapfer, blieb auch zu Hause artig liegen, als er weiter infundiert wurde. Er konnte gerettet werden und ist auf dem Weg der Besserung. Bei allen Beteiligten sitzt der Schock über solch eine Untat tief. Mit vielen Helfern wurde Aramis in Russland gerettet, nach Deutschland transportiert, hier gepflegt und vermittelt, so dass er endlich glücklich sein kann. Und dann wird sein Leben fast ausgelöscht von so einem Idioten. Unfassbar.

 

05./06.01.2019

Wir machen uns große Sorgen um unseren Kater Flocke. Der "Nackte" war plötzlich geplagt von einem ganz üblen, wässrigen Durchfall. Da damit ja viel Flüssigkeit verloren geht, war es uns wichtig, dass Flocke an die Infusion kommt. Also brachten wir ihn zur stationären Behandlung und eingehenden Diagnostik in die Tierklinik. Flocke hatte zu allem Übel auch noch Untertemperatur, die sich leider bis zum Sonntagabend hartnäckig hielt, trotz Wärmekissen und allerlei Medikamenten. Ein großes Blutbild und eine Kotprobe wurden ins Laborgeschickt, das Ergebnis steht noch aus. Im schlimmsten Falle hat Flocke einen Tumor im Darm, aber daran wollen wir nicht denken. Wir sind weiterhin optimistisch, dass er sich wieder fängt und es aufwärts geht. Bei Dr. Dziwok ist er in den besten Händen.

 

04.01.2019

Wie bereits am 22.12.2018 an dieser Stelle erwähnt, bekamen wir heute Besuch von der Polizeidirektion Görlitz. Ihr Präsident persönlich sowie eine Mitarbeiterin überbrachten uns den symbolischen Scheck und natürlich auch die Spende, welche wir aus dem Erlös eines weihnachtlichen Marktes erhielten. Im leichten Schneetreiben schauten wir uns gemeinsam ein wenig das Tierheim an, wobei die Tiere in der Scheune am meisten begeisterten. So entstand das Übergabefoto dann auch direkt an Marius seiner Behausung, wovon sich der große Kerl wenig beeindrucken ließ. Wir sagen nochmals Danke für diese finanzielle Unterstützung.

 

03.01.2019

Josi machte sich am Mittag auf den Weg Richtung Löbau, um einen nächsten Schützling von uns zum Glückspilz zu machen. Unterwegs brach der Winter herein, die Autobahn wurde zur Eisstrecke und Josi kam mit Mühe und Tempo 30 nach gefühlter Ewigkeit bei den Tierfreunden an. Zum Glück war weder Mensch, Tier noch Auto auf der Fahrt was passiert. Das grenzt an ein Wunder, standen doch  zahlreiche Fahrzeuge quer auf der Autobahn. Jason, der Auserwählte, konnte also bei seiner Familie einziehen. Man hatte ihm erstmal sein eigenes Zimmer eingerichtet, damit er sich in Ruhe an die Menschen, die Hunde und die Geräusche im Haus gewöhnen kann. Das wird der kleine Tausendsassa schon meistern, da sind wir ganz zuversichtlich.

Und dann knallten im übertragenen Sinne noch die Sektkorken bei uns. Der Anlass war wirklich gigantisch, denn Katze Gerda hat die gewichtsmäßige Schallmauer durchbrochen. Zum ersten Mal beim täglichen Wiegen zeigte die Waage eine "3" vorn, nämlich genau 3010 Gramm. Wow - wir haben uns unbeschreiblich gefreut. Mach bitte weiter so, Gerda, du Tapfere.

 

02.01.2019

Am heutigen Nachmittag ereilte uns eine ganz wunderbare Überraschung. Familie S. kam zu Besuch uns sie hatten unsere ehemalige Hündin Dame mit dabei. Wir hätten uns schon darüber endlos gefreut, denn Dame geht es wirklich blendend - doch es kam noch besser. Familie S. hatte bereits vor der Aufnahme von Dame signalisiert, dass sie gern einer lieben Freigängerkatze ein schönes Zuhause schenken wollten. Und heute war Familie S. da, um dieses Versprechen einzulösen. Beim Besuch in unserem Katzenhaus war die Wahl zwischen all unseren lieben Miezen so schwer, dass die Familie nicht nur eine, sondern gleich zwei Katzen dieses wunderbare Angebot machte. Die Glückspilze waren Betsy und Nea! Natürlich waren wir einverstanden, denn Familie S. hat nicht nur ein Haus mit Grundstück in traumhafter Freigänger Lage, sondern auch das Herz am rechten Fleck. Uns so sagten uns heute ganz überraschend gleich zwei Katzen adé. Ein amüsanter Fakt am Rande: Nea und Betsy sind, mit einem Jahr Abstand, am gleichen Tag im Tierheim abgegeben worden.

 

01.01.2019

Die Silvesternacht ist überstanden. Zum Glück ohne Verletzte bei den Tierheimbewohnern oder anderen Schäden. Das würde uns gerade noch fehlen.  Vereinzelt hörte man noch Knaller, die das ein oder andere Bellkonzert zur Folge hatten. Wenn die Fellnasen doch nur eine Idee davon hätten, welche Sorgen uns derweil plagen. Pünktlich zum Jahresbeginn buchte der Heizöllieferant seine Rechnung ab. 1163 € kostete das Befüllen der Tanks. Schon war das Budget des Tierheimkontos rapide geschmälert. Noch dazu kommt, dass wir ab dem heutigen Tag eine neuerliche Erhöhung des Mindestlohnes um 0,35€ / Stunde mittragen müssen, einhergehend mit der Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge und der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft). Wie man das als gemeinnütziger Verein stemmen soll, hat uns leider niemand verraten. Und so sind wir künftig noch ein bisschen mehr auf Sie, liebe Tierfreunde, angewiesen. Helfen Sie uns, dass wir auch im Jahr 2019 für die Tiere da sein können und ihnen die Hoffnung auf ein besseres Leben geben dürfen. 

 

31.12.2018

Silvester. Der Horror für Haus- und Wildtiere. Obwohl unser Tierheim so abgelegen ist, gab es natürlich einige unter unsere Bewohnern, die der Knallerei nichts Vergnügliches abgewinnen können. So waren wir heute lange damit beschäftigt unsere Hunde zu beruhigen und ihnen zumindest durch unsere tägliche Routine etwas Normalität zu schenken. Fünf Hunde, die sich gar nicht beruhigen wollten, erhielten von uns etwas Adaptil Express, was "Entspannungsbotschaften" auf Pheromonbasis sendet und durch stressreiche Situationen hilft. Damit konnten wir den armen Nasen wenigstens etwas Druck nehmen. Weniger entspannt waren unsere Miezen. Besonders heftig reagierten Jimbo und Flocke. Der Stress durch die Knallerei schlug den beiden gehörig auf den Magen. Wenn man ihnen doch nur erklären könnte, dass sie keine Angst haben brauchen.

 

29/30.12.2018

Der kleine Rüde Skipy hatte einen neuerlichen Termin zur Chemobehandlung seines Tumors. Wie bereits das letzte mal, war Skipy ganz brav und artig, ließ sich Blut abnehmen und ertrug die Infusion mit der Chemotherapie. Da das Bein kurz nach der Injektion jedoch leicht angeschwollen war, ermahnte uns die Tierärztin dazu genau zu beobachten, ob sich dort eine negative Veränderung ergab. Wir behalten das Beinchen jetzt genau unter Beobachtung und hoffen, dass sich alles normalisiert.

 

28.12.2018

Große Aufregung herrschte heute im Tierheim. Es klingelte das Telefon und am anderen Ende war der Patenonkel von Hündin Bonny. Wie viele male zuvor war er auch an diesem Nachmittag mit der Hündin in einem nahe gelegenen Waldstück unterwegs, als sich Bonny vor einem Böller oder Schuss von einem Jäger so erschrak, sich in Panik aus dem Geschirr zog und in den Wald flüchtete. Sofort machten sich Josi, ihr Hund und Annett auf dem Weg, um bei der Suche mit zu helfen, denn das Waldgebiet grenzt direkt an die Autobahn. In der dort gelegenen Gaststätte gaben wir Bescheid und man versprach Augen und Ohren offen zu halten. Nach gut zwei Stunden erhielten wir den Anruf, dass Bonny auf der anderen Seite der Autobahn gesund und munter aufgegriffen wurde. Wir konnten sie also wieder im Empfang nehmen doch der Schreck sitzt tief. Liebe Hundebesitzer: Sichern Sie Ihre Hunde gerade um den Jahreswechsel doppelt mit Halsband und Geschirr. Auch der entspannteste Hund kann in Panik verfallen und entlaufen. Im schlimmsten Fall bezahlen die Tiere für unsere Bequemlichkeit mit dem Leben, also nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter!

 

27.12.2018

Dieser Tag hielt ein Ereignis für uns bereit, welches für so manche Enttäuschung der letzten Zeit entschädigte: wir durften unseren alten Hund Andrew in sein vermutlich erstes gemütliches familiäres Zuhause bringen! Die Fahrt ging ins Erzgebirge, Andrew war während der Reise ganz brav. Dort angekommen, stand erstmal ein kleiner Spaziergang im Garten auf dem Programm, anschließend ging es ins gemütliche Häuschen. Andrews Familie hat sich ganz bewusst für diesen armen Tropf entschieden, möchte ihm seinen letzten Lebensabschnitt so schön wie möglich gestalten. Sie ließ sich auch von Andrews Grummeligkeit nicht abschrecken, überhaupt waren diese Menschen erfreulich vorbehaltlos. Der alte Zottelbär Andrew lebte 9 Jahre in der Smeura in Rumänien und anschließend 1,5 Jahre bei uns. Nun hat er das, wovon er bestimmt sein Leben lang geträumt hat. Möge es für immer halten, möge Andrew dort eines Tages friedlich einschlafen. Hoffentlich erst in ein paar Jahren, damit er dieses Glück noch ein großes Weilchen genießen kann.

 

26.12.2018

Da auch dieser Tag zum Glück für uns alle hier absolut ruhig und friedlich verlief, berichten wir an dieser Stelle von einem weiteren Rückkehrer, der schon ein paar Tage vorher abgegeben wurde. Es ist der kleine Franz-Herbert, seines Zeichnens Meerschweinchen. Wir hatten den hübschen Braunen vor reichlich zwei Monaten gemeinsam mit seinem Kumpel Hans-Ole vermittelt. In dem wahrhaft paradiesischen neuen Zuhause lebte ein weiteres Meerli namens Toffy und dieses war leider Franz-Herbert ein Dorn im Auge. Während sich sein Kumpel und Toffy wunderbar arrangierten, suchte der Braune immer wieder Streit, wurde richtig böse. Die Familie hatte Geduld und startete zahlreiche weitere Versuche der Vergesellschaftung. Leider ohne Erfolg. Wir berieten gemeinsam eine vernünftige Lösung und diese sah dann die Rückgabe von Franz-Herbert vor. Da  erfahrungsgemäß einzelne Meerlis recht gesucht sind, wenn ein Partner verstirbt, hoffen wir auf eine baldige nächste Vermittlung des kleinen Raufboldes. Wir geben ihn nur noch zu einem Weibchen ab, da ist die Erfolgsaussicht einfach größer.

 

25.12.2018

Auch der erste Weihnachtsfeiertag ging friedlich vorüber. Wir nutzten die ruhige Zeit, um bei Marius mal richtig Reine zu machen. Zwölf volle Schubkarren mit altem Stroh holten wir aus Marius Schlafhäuschen, um es im Anschluss mit frischem Einstreu zu bestücken. Marius war bei der ganzen Aufregung im wahrsten Sinne des Wortes "aus dem Häuschen" und beschnüffelte und beäugte alles, was sich in seinem Revier so tat. Nicht nur wir, sondern auch Marius waren zufrieden mit dem Ergebnis. Als wir fertig waren, gab es für Marius noch lecker Schokobrötchen für seine Geduld, die er gierig und mit Inbrunst verputzte.

 

24.12.2018

Weihnachten. Wie jedes Jahr versuchen wir, es unseren Tieren so angenehm wie möglich zu gestalten, damit wir das fehlende Zuhause wenigstens ein Stück weit ersetzen können. Es gab also wieder den großen Weihnachtsschmaus, eine wunderbare Tradition, der sich vorallem Frau I. aus Dresden verschrieben hat. In ihrer Familie sind mehrere Vierbeiner aus unserem Heim glücklich, somit stehen wir in regem Kontakt. Bereits vor Wochen schrieb Frau I., dass sie gern erneut den Weihnachtsschmaus zubereiten würde. Nichts lieber als das. Es gab wieder viele Schachteln, Döschen und Tüten, es war wieder für jeden Geschmack etwas dabei. Alles bestens beschriftet, schon klein geschnitten oder portioniert. Alles frisch und artgerecht - wir und unsere Tiere hatten erneut große Freude daran. Fotos gibt es in diesem Jahr keine, aber wir können Ihnen versichern, dass dieser Schmaus dem Anlass würdig war. Tausend Dank sagen wir Frau I. und wünschen uns, dass die Tradition zum nächsten Weihnachten fortgesetzt wird.

 

22./23.12.2018

Wir sind immer wieder sehr erfreut, wenn tierliebe Menschen speziell für unser Heim initiativ werden, um uns mit einer Spende zu unterstützen. 

So zum Beispiel eine große Baufirma aus Bautzen, welche die von den Praktikanten gefertigten Vogelhäuschen für 5 Euro verkaufte und uns den gesamten Erlös zukommen ließ. Immerhin eine 300-Euro-Spende, für die wir uns vielmals bedanken möchten.

Auch die Kollegen einer Polizeidirektion sammelten anlässlich des Weihnachtsfestes in ihrem Kreise Geld, um es einem guten Zweck zu spenden. Es ging eine Liste rum, in der die Beamten eintragen konnten, wenn sie für spendenwürdig halten. Unser kleine Einrichtung stand mit an vorderster Stelle! Und so bekommen wir am 4.1. eine Spende von den Polizisten übergeben. Toll, oder? Zwei ausgesprochen nette Aktionen mit echtem Weihnachtscharakter. Wir sind wirklich gerührt und sagen von Herzen DANKE!

 

21.12.2018

 Die letzte Tierarztrunde dieses Jahr war schnell abgehandelt. Lediglich zwei Katzen mussten geimpft werden. Weder die scheue Ronja noch die alte Lumpi konnte der Behandlung besonders viel abgewinnen. Trotzdem hielten beide tapfer durch und erhielten ihre Impfung.

Außerdem hatten wir noch Skipys erste Chemotherapie auf dem Programm. Zum Glück kennt Skipy das Autofahren, sodass es ihm nicht viel ausgemacht hat mit uns diesen Ausflug zu unternehmen. Und auch in der Praxis war alles super entspannt. Einmal Blut ziehen, dann die Infusion und schwup waren wir mit Skipy schon wieder auf dem Rückweg. Es werden im wöchentlichen Abstand noch weitere Sitzungen folgen, bis zur vollständigen Heilung.

 

20.12.2018

Die Stadtverwaltung Königsbrück bat uns um die Aufnahme einer jungen Fundkatze. Bereits seit einem Monat suchte man vergeblich nach einem Besitzer. Die dreifarbige Katze war äußerst freundlich und aufgeschlossen, sodass vermutet wurde, ein Leben unter Menschen ist ihr nicht fremd. Doch niemand vermisste dieses verschmuste Tier. Wir kamen der Bitte der Stadtverwaltung nach und nahmen Kiwi, wie wir sie nannten, in unsere Obhut. Sie ist wirklich kein bisschen schüchtern und bringt einen sofort zum lächeln, wenn man sie erblickt. Wirklich seltsam, dass niemand dieses nette Tier vermisst. Gewiss werden wir ein schönes Zuhause für Kiwi finden.

 

19.12.2018

Wie wichtig es ist, ein Tier nicht einfach in die Hände fremder Menschen zu geben, sondern sich vorher das Zuhause der Interessenten genauer anzuschauen, haben wir erneut an gleich zwei Beispielen festgestellt. Josi fuhr in einen Nachbarort, um eine Vorkontrolle für einen Verein aus den alten Bundesländern zu machen, welcher eine vielversprechend klingende Anfrage für eine Hündin aus einem italienischen Canile hatte. Was sie vorfand, war eine verqualmte Wohnung mit Matrazen auf dem Fußboden, einen 15 qm großen Gemeinschaftsgarten mit löchrigem Zaun und Menschen, die ziemlich gleichgültig auftraten. Um nur Einiges zu nennen. Das teilten wir dem Verein umgehend mit, der daraufhin von einer Vermittlung Abstand nahm.

So ähnlich verhielt es sich leider auch bei Katze Miri. Wir fuhren schon zu zweit in die sächsische Schweiz, da es gewisse Zweifel gab, wir aber dennoch die Chance nicht ungenutzt lassen wollten. Aber auch in dieser Wohnung wurden wir ernüchtert. Eine Decke in einer Gemüsekiste und ein Lappen auf der Fensterbank, dass waren die Plätze für Miri. Kein Kratzbaum, nichts. Fressen sollte sie direkt vorm Katzenklo. Die vorgesehene Treppe für den Balkon war nicht vorhanden, auch das angegebene Nebengelass als Unterschlupf gab es nicht. Wir möchten hier keine weiteren Einzelheiten nennen, jedenfalls fuhr Miri wieder mit uns ins Tierheim. Für diese liebe Miez gibt es gewiss einen besseren Platz.

 

18.12.2018

Woran merkt man, dass das Weihnachtsfest naht? Der Postbote schwitzt trotz Minusgraden. Uns erreichten zahlreiche Pakete und Sachspenden - nicht nur per Post sondern auch in unserer Öffnungszeit. Wir waren also einige Zeit damit beschäftigt, alles auszupacken und aufzuräumen. Es ist einfach wunderbar wie viele nette Menschen auch an die Tiere im Tierheim denken, die das Weihnachtsfest nicht im Kreise einer Familie verbringen können. Und auch für das leibliche Wohl der Mitarbeiter wurde gesorgt. Wir möchten auf diesem Wege noch einmal allen Danken, die es uns ermöglicht haben, auch dieses Jahr das beste für unsere Schützlinge zu erreichen. DANKE.

 

17.12.2018

Der Baumarkt Werkers Welt in Pulsnitz machte uns eine große vorweihnachtliche Freude: wir durften uns Holzlasuren und Holzfarben in gewünschter Menge raussuchen und mit ins Tierheim nehmen. Lediglich eine Spendenbescheinigung sollten wir ausstellen. Durch einen Sortimentswechsel waren verschiedene Bestände im Lacke-/Farbenbereich übrig und aus denen konnten wir wählen. Das machte unserem Hausmeister natürlich großen Spaß. Die Lücken im Laderaum unseres Autos füllte der Markt dann noch mit einer Futterspende.

Wir bedanken uns vielmals für diese tolle Unterstützung.

 

15./16.12.2018

Kater Moritz konnte aus der Klinik abgeholt werden und seinen angestammten Platz im Tierheim wieder einnehmen. Es geht ihm wieder richtig gut, was uns über die Maßen freut und beruhigt. Seine Blutwerte weisen für sein Alter tadellose Werte aus. An was Moritz gelitten hat und woher die seltsame Symptome rührten, wird sein Geheimnis bleiben. Bei all den durchgeführten tierärztlichen Untersuchungen wurde keine Ursache gefunden. Nun hoffen wir, dass Moritz stabil bleibt.

 

14.12.2018

Ein kleiner Stern leuchtet für uns am Ende des Tunnels und will uns Mut machen. Wir durften eines unserer älteren Tiere in ein absolut passendes, wunderbares Zuhause bringen. Der Glückspilz ist Kater Rocky. Er wohnt seit gestern im Spreewald in einem Ortsteil von Lübben und dort in einem hübschen Häuschen. Das noch viel Bessere daran ist aber, dass in diesem Haus drei besonders liebe Zweibeiner für ihn sorgen werden und - das er von drei Hunden umgeben ist. Rocky liebt doch Hunde so sehr! Wir werden gewiss nicht gleich euphorisch, zu sehr enttäuscht worden wir in der letzten Zeit. Aber eine gewisse Portion Freude kommt schon auf angesichts dieser Vermittlung. Möge sie bitte dauerhaft halten.

 

13.12.2018

Wie soll man es noch nett umschreiben? Katze Lumpi verlor nach 14 Jahren ihr Zuhause. Grund dafür ist, dass ihre Besitzerin pflegebedürftig wurde und niemand sich um die alte Mieze kümmern konnte oder wollte. Für die Katzenomi ist das natürlich ein ganz enormer Einschnitt in ihrem Leben, den sie nicht ohne weiteres hinnimmt. Lumpi verkrümelte sich also in der hintersten Ecke des Quarantänekäfigs und wollte uns nicht einmal anschauen. Es bricht uns das Herz immer wieder so alte Tiere aufnehmen zu müssen und sie derart leiden zu sehen.

 

12.12.2018

Die Abwesenheit unseres Glücks sollte sich keinesfalls auf unsere Tiere auswirken. Darum gab es heute mal wieder eine ganz besondere Leckerei. Wir kaufte leckere Broiler (Brathähnchen) für unsere Schützlinge! Mit etwas Friemelei trennten wir das Fleisch von den Knochen und es gab für jeden ein wenig in den Napf. Gerda, die im Nachbarraum der Futterküche gerade ein Nickerchen hielt, wurde durch den herrlichen Duft sofort munter. Sie miaute aus voller Kehle, bis wir ihr endlich etwas in den Napf füllten. Das machten wir natürlich gern. Diesen vorweihnachtlichen Schmaus wollten wir unseren Schützlingen einfach gönnen. 

 

11.12.2018

Leider scheint sich unser "Glück" dem Wetter anzupassen. Im matschigen Schneeregen wurde uns heute der kleine Rüde Skipy zurückgebracht. Grund dafür war, dass Skipy ein Sticker-Sarkom hat. Eine Erkrankung, welche ordentlich behandelt eine sehr gute Heilungschance hat. Unglücklicherweise erkannte dies der behandelnde Tierarzt nicht, verordnete stattdessen Antibiotika. Diese führten bei Skipy zusätzlich zu hartnäckigen, wiederkehrendem Durchfall. Die Nerven lagen blank, Skipy wurde unverschuldet zur Last. Erst als auf unsere Drängen hin unser Tierarzt konsultiert wurde, erhielt man die Diagnose Sticker-Sarkom. Doch das Urteil war gesprochen: Skipy soll wieder ins Tierheim. Der kleine Rüde versteht die Welt nicht mehr und beklagt nun lautstark sein Schicksal.

 

10.12.2018

Derzeit scheinen wir von einer Pechsträhne verfolgt zu werden. Kater Moritz machte einen schlappen Eindruck, schlief auffallend viel und wollte nichts fressen. Nach etwas Motivation rappelte er sich doch auf, kam uns allerdings sehr steif vor. Das gefiel uns ganz und gar nicht. Wir fuhren sicherheitshalber zum Tierarzt, wo er stationär aufgenommen wurde. Hoffentlich findet man heraus, woran er leidet. Auf dem Rückweg bemerkten wir, dass unser Tierheimauto einen Platten hat. Auch das noch. Es hilft ja nichts: Wir stellten das Gefährt bei der Werkstatt unseres Vertrauens ab. Als wir dann am Nachmittag zu Fuß im Tierheim ankamen und uns wenigstens am schönen Weihnachtsbaumschmuck erfreuen wollten, mussten wir feststellen, dass freche Mäuschen sich am Kabel vergangen hatten. Die Lichter blieben dunkel. Hoffen wir, dass unser Hausmeister in den nächsten Tagen noch etwas retten kann.

 Manche Tage sollte man wirklich aus dem Kalender streichen. 

 

08./09.12.2018

Eine tierliebe Frau aus Bischofwerda brachte uns eine Barspende in einem Umschlag. Aber das war nicht irgendeine Spende. Diese Dame hatte sich richtig Mühe gemacht und wunderschöne Adventsherzen aus Naturmaterial gefertigt, welche sie auf einem kleinen, feinen Weihnachtsmarkt verkaufte. Der Erlös wanderte in das Kuvert, welches uns gemeinsam mit einem dieser äußerst geschmackvollen Schmuckstücke übergeben wurde. Wir bedanken uns auf das Herzlichste für diese tolle Initiative.

 

07.12.2018

Zwei weitere Miezen haben die Quarantänezeit erfolgreich und ohne besondere Vorkommisse hinter sich gebracht. Der hübsche junge Kater Jason und die achtjährige getigerte Findus sind in unsere Katzenhäuser umgezogen. Findus verkrümelte sich gleich unter dem Sofa, wo sie sich in der Gesellschaft der scheuen Gabi wieder fand. Wir hoffen, dass sich Findus in ein paar Tagen eingelebt hat und sich dazu entschließt lieber auf dem Sofa zu ruhen. Jason fand den Trubel in unserem "Katzenkindergarten" in gleichem Maße spannend wie beängstigend. Bestimmt wird er bald wieder zu alter Form zurück gefunden haben und dann miauend alle Besucher empfangen.

Außerdem waren wir heute einige Zeit damit beschäftigt unsere Scheune auszumisten. Grund dafür ist der bevorstehende Termin zur Sperrmüllabholung. Kaputte Kratzbäume, zernagte Hundekörbchen und andere Zeugen des Lebens in unserem Tierheim sammelten sich im letzten Jahr reichlich an. Nach dem "Budenschwung" in der Scheune hat man jetzt wieder allerhand Platz und freie Fläche. Die Scheunenkatzen beäugten soviel Bewegung lieber aus sicherer Entfernung. Nur der Frechdachs Friedrich wollte vor Neugier überall seine Nase hineinstecken.

 

06.12.2018

Leider gab es wieder einen Rückkehrer zu vermelden. Kater Kenny musste von uns abgeholt werden. Er durchlebte nach seiner Vermittlung eine absolute Wesensänderung, die uns allerhand Rätsel aufgibt. Er terrorisierte nicht nur Kater Steffen, mit dem er gemeinsam vermittelt wurde, sondern auch alle Katzen der Umgebung. Er spulte sich regelrecht hoch, bevor er nach draußen ging, als wäre er auf Ärger aus und würde die Konfrontation suchen. Nach und nach richtete sich sein Frust dann auch gegen Zweibeiner, bis die Stimmung kippte und der Entschluss feststand, dass Kenny zurück ins Tierheim muss. Wie aus "unserem" Kuschelkenny dieser Rambo werden konnte, ist uns nicht klar. Nun werden wir sehen, ob sich Kenny bei uns wieder etwas akklimatisiert und auf den Boden der Tatsachen zurückkommt.

 

05.12.2018

Zur Tierarztvisite gab es diese Woche für drei Miezen einen Pieks. Die liebe Findus, der kecke Jason und der gemütliche Peter wurden gründlich untersucht und im Anschluss geimpft. Nachdem Peter zuletzt wegen einer Entzündung in der Blase behandelt wurde, stand eine Nachkontrolle an. Leider war diese nicht zufrieden stellend und nur eine minimale Besserung war zu erkennen. Es stand der Verdacht im Raum, dass er Struvitkristalle hat, die den entzündlichen Prozess befeuern. Um Klarheit zu erlangen, wird Peter in den nächsten Tagen zum Ultraschall der Blase in die Klinik müssen. Danach waren die Hunde an der Reihe. Lediglich zwei Hunde mussten nach dem Gesundheitscheck mit der Spritze geärgert werden. Alles in allem, war es diese Woche ein kurzes Vergnügen mit der Tierärztin.

 

04.12.2018

Der hübsche Kater Ricardo packte sein Köfferchen und verließ das Tierheim. In einer großen Transportbox reiste er nach Großerkmannsdorf, wo bereits ein weiterer junger Kater auf den hübschen Burschen wartete. Trotz der überschaubaren Fahrtdauer, machte Ricardo seinem Unmut Luft und miaute die ganze Fahrt unablässig. In dem großen Haus angekommen, startete er gleich seine Erkundungstour. Obwohl wir erwartete hätten, dass er sich erst einmal versteckt, stapfte er mutig durch alle Zimmer in allen Etagen. Als der bereits vorhandene Kater Ricardo erblickte, entwich ihm ein leises knurren. Doch Ricardo war nicht beeindruckt und stiefelte fröhlich weiter. Als Auskuck wählte er dann das Sofa und beobachte dann seinen, hoffentlich bald, besten Freund und sondierte die weitere Lage. Wenn sich Ricardo dann vollends eingelebt hat, steht ihm nicht nur das riesige Haus, sondern Freigang in einer wundervollen Katzenfreundlichen Umgebung. Wir hoffen, dass die beiden Katerchen bald richtig dicke Kumpels sind und die Umgebung zusammen unsicher machen können.

 

03.12.2018

Nächster Kontrolltermin für Helga bei Dr.Dziwok. Drei Wochen waren seit der letzten Inaugenscheinnahme vergangen und wir fuhren mit einem guten Gefühl in die Praxis. Helga ist mittlerweile stundenweise im Hofrudel und bewegt sich fast "rund". Aber was sagt der Doc dazu? Er hat ja immer den kritischen Blick und das ist auch gut so. Um es kurz zu machen: Dr.Dziwok war begeistert vom Heilungsprozess nach der Femurkopfentfernung. Das Beste ist, dass sich die luxierte Kniescheibe durch die Korrektur des Beines  von selbst eingerenkt hat und bombenfest an der richtigen Stelle sitzt. Sensationell! Über eine weitere OP brauchen wir also nicht mehr nachdenken. Helga muss nun weiterhin kontrolliert bewegt werden, damit sie das Bein noch mehr belastet. Dies ist für den Aufbau der Muskulatur überaus wichtig. Also heißt es wieder 3x täglich Gassigehen mit ihr, was sie natürlich sehr genießt.

 

01./02.12.2018

Leider haben wir einen nächsten Rückkehrer zu vermelden. Die kleine weiß-braune Hündin Lenuta zog wieder bei uns ein. Ihre Besitzerin hat offenbar große gesundheitliche Probleme, außerdem ist ihre finanzielle Situation instabil. So sah sie keinen anderen Weg, als Lenuta zu uns zurück zu geben. Im Anfrageformular, welches vor der Vermittlung im Sommer 2017 ausgefüllt wurde, steht allerdings auch, dass sich im Krankheitsfall Familie und Freunde um den Hund kümmern. Tja, Papier ist geduldig. Mann und Kinder haben offenbar andere Interessen und die Eltern übernahmen lediglich den Weg ins Heim, um Lenuta zurück zu bringen. Für die hübsche Vierjährige wird es eine neue Chance geben. Am Abgabetag zeigte sie uns allerdings deutlich, wie ihr die Situation gerade missfällt. Uns auch, kleine Hündin, aber wir machen gemeinsam das Beste daraus. Versprochen.

 

30.11.2018

Eine eher ungewöhnliche Aufgabe ereilte unseren Hausmeister. Er durfte heute einen kleinen Weihnachtsbaum hübsch mit LED-Lichterkette verzieren und im Eingangsbereich unseres Tierheims aufstellen. Diesen eher ungewöhnlichen Wunsch erfüllte uns die liebe Frau B. aus Bautzen. Danke dafür! Nun erstrahlt das hübsche Bäumchen weithin sichtbar für uns und unsere Besucher. Auf das die besinnliche Zeit auch im stressigen Tierheimalltag ankommen möge. Wir sind guter Hoffnung und werden uns nun täglich an diesem schönen und dekorativem Anblick erfreuen. Der Advent kann kommen.

 

29.11.2018

Unser Katzenbestand zählt zwei Kandidaten mehr. In unsere Hände wurden zwei bildhübsche griechische Katzen gegeben, welche eine tierliebe Frau aus ihrem Urlaub in Athen mitgebracht hatte. Sie versorgte die Tiere dort, ließ sie auch impfen, chippen und sterilisieren. Die Reise überstanden die beiden Samtpfoten prima, doch dann erhielt der Erfolgsweg einen Knick. Der Vermieter duldete die Katzen nicht in der Wohnung, setzte eine Frist zur Abgabe. Wir nahmen die Beiden auf, die auf die klangvollen Namen Dalila und Simonetta hören. Und wir sind optimistisch, dass es für diese Göttinnen doch noch ein Happy End geben wird, denn sie haben wirklich Charme, wenn auch noch etwas Angst aufgrund der neuen Situation.

 

28.11.2018

Unsere Gerda scheint auf dem Weg der Besserung. Gierig wartet sie darauf, dass es endlich wieder Futter gibt und verspachtelt es dann meist in einem Rutsch. Sie genießt die Wärme der Rotlichtlampe oder schmiegt sich an die Wärmflasche. Nun durfte sie sich wieder unter Aufsicht im Raum die Beine vertreten, als unser lustiges Bild der Woche entstand. Aktuell steht Gerda noch unter Medikamenten aber wir sind voller Hoffnung, dass sie auch diese Hürde meistert. Die alte Kämpferin Gerda ist so tapfer. Danke an alle, die mit uns Daumen gedrückt haben. 

 

27.11.2018

Die drei hübschen Kater Ricardo, Rosario und Roberto sind in unser kleines Katzenhaus, zu dem "Jungvolk" umgezogen. Auch wenn die drei um einiges größer sind als Miris Kids, sind sie dennoch nicht sehr viel älter. Unsere Tierärztin vermutet, dass irgendwo im Stammbaum der drei Brüder ein Main Coone versteckt sein muss. Anders ließe sich nicht erklären wieso die drei Kater derart groß gewachsen sind. Auch bei der letzten Untersuchung fanden wir noch Milchzähne, die noch nicht gänzlich durchgewechselt sind. Als wir die drei Brüder im Katzenhaus aus der Transportbox ließen, machten sie erst einmal große Augen bei dem Trubel, den die fünf anderen Jungtiere veranstalteten. Ricardo war der erste, den es nicht mehr auf dem Stuhl gehalten hat. Er flitzte und tobte umher, rannte durch den Rascheltunnel und schoss die Spielzeugmäuschen umher. Nun fehlt den drei Katerchen nur noch ein liebevolles Zuhause.

 

26.11.2018

Katzenvermehrung einzudämmen ist ein ganz wichtiger Punkt des Tierschutzes. Am heutigen Tag haben wir erneut einen Beitrag dazu geleistet. Auf einem Hof in einer Gemeinde ca. 15 km entfernt von uns, gab es seit Jahren 2x jährlich reichlich Katzennachwuchs. Von mehreren Seiten wurden wir darauf aufmerksam gemacht. Nun endlich konnten wir die Leute davon überzeugen, uns die 4 Mutterkatzen zum Zwecke der für sie kostenlosen Kastration zu übergeben. Die Mädels wurden erfolgreich unfruchtbar gemacht und werden morgen wieder zurück gesetzt. Damit haben wir innerhalb von wenigen Wochen aus diesem Ort bereits 9 weibliche Katzen kastrieren lassen, denn an einer anderen Stelle waren es 5 Mädels. Wieviel ungewollter, ungeliebter Nachwuchs damit verhindert wurde, kann sich Jeder ausrechnen. Wichtig ist eben, dass es bei den Besitzern/Versorgern "Klick" macht und sie bereit sind, mit uns gemeinsam diesen Schritt zu gehen. 

 

24./25.11.2018

Nach 8 Monaten und zwei großen Operationen ist Dame am Ziel ihrer Wünsche angekommen. Von nun an hält das Leben ganz bestimmt nur noch sonnige Tage für diese tapfere Hündin bereit. Ihre neue Familie hat in der Vergangenheit bereits bei zwei Hunden aus unserem Tierheim bewiesen, über welch großes Herz sie verfügt und das sie alles für ihre Tiere tut. Dame fühlte sich in dem wunderschönen, geräumigen Fachwerkhaus mit Fußbodenheizung auch sofort wohl. Sie legte sich während unseres Gespräches zwischen die Stühle und relaxte, gerade so, als wäre sie schon lange dort daheim. Die selbstsichere kleine Hündin Gömbi aus Ungarn, die bereits dort wohnt, nimmt Dame die Restskepsis, die vielleicht noch vorhanden ist. Beide Hunde haben sich auf Anhieb verstanden, auch schon bei den Besuchen hier vor Ort. Wir sind also guten Mutes, dass dies eine Vermittlung von Dauer ist, verbunden mit Freude und Glückseligkeit bei allen Beteiligten. Unser großer Dank geht an Familie Sch. für diese Adoption. Keine Gezeter bezüglich der "zusammengebastelten" Knochen von Dame, keine Vorurteile, keine Angst vor dem, was kommen könnte. Einfach nur Liebe und Willkommenskultur. Das tut so unbeschreiblich gut.

 

23.11.2018

Gestern noch lobten wir Gerda für ihre gute Genesung. Heute bot sich ein beunruhigendes Bild. Gerda erbrach sich, wollte nicht fressen, speichelte und hatte Untertemperatur. Es half nichts: sie musste dringend zum Tierarzt. Unsere Sorge war groß, immerhin ist Gerda noch immer sehr dünn und ihr kleiner Körper hat keine Reserven. In der Praxis wurde sie gründlich durchgecheckt, erhielt mehrere Aufbauspritzen, etwas gegen die Übelkeit und wurde infundiert. Es besteht der Verdacht, dass sie einen Katzenschnupfen ausbrütet. Sofort bauten wir eine Rotlichtlampe vor Gerdas Schlafplatz und bestückten das Körbchen mit einer Wärmflasche. Neben einer Aufbaupaste, sollten wir Gerda mit Futter gegen Durchfall und Erbrechen versorgen. Außerdem sollten wir in den nächsten Tagen täglich mit Gerda vorstellig werden, um sie auch medizinisch engmaschig zu versorgen. Drücken Sie bitte alle Däumchen und Pfötchen, dass sich Gerda wieder fängt und es ihr bald besser geht.

 

22.11.2018

Bei der Tierarztrunde diese Woche konnten 6 Katzen erfolgreich geimpft werden. Bei niemandem hatte die Tierärztin Grund zu klagen. Lediglich bei Max und Moritz war es unmöglich das Herz abzuhören, da beide um die Wette schnurrten. Unkooperativ durch Freundlichkeit. Lieber so, als anders. Außerdem holten wir uns noch einmal Rat, weil Kater Peter, trotz unauffälliger Nierenwerte, viel trinkt. Wir kamen überein, dass man der Ursache mit einer Urinprobe näherkommen könnte. Und tatsächlich! Peter hat Eiweiß und Blut im Urin. Sogleich bekam er Medikamente verordnet, die ihm hoffentlich zu einer raschen Genesung verhelfen. Als nächstes versicherte sich die Ärztin, dass auch bei der alten Gerda alles in bester Ordnung war. Im Anschluss baten wir die Tierärztin einen Blick auf die Hündin Sandy zu werfen, die erst diese Woche bei uns ankam. Sie lobte gleich, was für ein glänzendes Fell die Hündin hat. Bis auf den sichtbaren Überbiss gab es auch hier keine Beanstandungen. Zum Schluss schauten wir noch bei Florel vorbei. Seine Daumenkralle bereitete uns immer noch Sorgen und tat ihm offenbar weh. Doch auch da wusste die Tierärztin Rat und entfernte das kaputte Stück. Damit Florel nicht weiter daran leckt und sich das Pfötchen am Ende noch entzündet, muss er die nächste Woche einen Trichter tragen. Wenn er nur wüsste, dass dies zu seinem Besten ist, würde er uns bestimmt nicht so vorwurfsvoll anschauen.

 

21.11.2018

Bitte halten Sie sich fest: Hund Runner musste bereits heute wieder abgeholt werden. Zwei Tage nach seinem Umzug trat er den Rückweg mit Mario an. Der Grund lässt uns nur noch Kopf schütteln: für einen 10-jährigen Hund ließe sich keine Krankenversicherung mehr abschließen, somit könne man die Verantwortung für Runners Zukunft nicht übernehmen.

Außerdem würde der Hund nicht rennen (Runner?) und kenne keine Kommandos. Ein Hund, der der rumänischen Hölle entkommen ist, der einfach nur anschmiegsam, lieb und sanftmütig ist, noch dazu super an der Leine läuft, wird nach zwei Tagen daran gemessen... Auch über das Alter hätten wir nicht richtig informiert, wurde gesagt. Dabei kann man sogar unter "Aufnahmepatenschaft" Runners Alter lesen. Wir sind wieder einmal fassungslos und einfach nur bitter enttäuscht. Das es für den hübschen Runner eine zweite Chance gibt, daran zweifeln wir jedoch keine Minute.

 

20.11.2018

Und noch ein lieber Hund durfte uns verlassen. Der unfassbar hübsche Marco hat das Herz einer netten Familie im Sturm erobert und residiert jetzt nahe Neustadt in Sachsen. Im neu gebauten Häuschen auf einem riesigen Grundstück lebt er nun mit diversen anderen Tierarten. Schon bei der Ankunft beäugte er neugierig die Enten. Und die Enten schauten neugierig zurück. Als wir an den Ziegen und Schafen vorbei liefen, hatte Marco etwas Bammel. Aber das ließ er rasch hinter sich, als wir im Wohnhaus angekommen waren. Dort wälzte er sich genüsslich auf dem Teppich, der direkt vor dem warmen Kamin lag. Ins Obergeschoss wollte er erst einmal nicht, aber auch diese Hürde wird bald überwunden sein. Wir freuen uns, dass Marco nicht so lange im Tierheim ausharren musste und hoffen, dass er noch viele glückliche Jahre mit Bauernhofflair in seiner neuen Familie verbringen darf.

 

19.11.2018

Gegen Mittag fuhr Mario mit dem süßen Rüden Runner nach Dresden, um ihn seiner neuen Familie zu übergeben. Der 10-jährige rumänische Hund hat es nicht mal bis auf die Homepage geschafft, so schnell hatten sich Tierfreunde für ihn interessiert. Gesehen und geliebt und das auf beiden Seiten. Runner protestierte auf der Fahrt lautstark, aber nach der Ankunft war der Kummer vergessen. Es gab sooo viel zu schnuppern! In der Wohnung verlief alles reibungslos, Runner saß neben Mario. Und er wollte wieder mit ihm mit, als der Abschied nahte. Es ist gut, dass es den Hunden bei uns gefällt, aber ein Zuhause ist noch was ganz Anderes. Dies wird das wuschelige Kerlchen bestimmt bald zu schätzen wissen.

Den freigewordenen Platz nahm eine Stunde später die sanftmütige, zierliche Hündin Sandy ein, von der wir am 1.11. unter "Neues" berichteten. Sandy war bereits eine Woche bei Marion, um sich in aller Ruhe von der schlimmen Zeit in Rumänien zu erholen. Dies gelang ganz prächtig, Sandy ist eine äußerst liebenswerte kleine Maus. Morgen wird sie ins Hofrudel integriert, was dann hoffentlich der nächste Schritt in Richtung eigenem Zuhause ist.

 

17./18.11.2018

Über diese Vermittlung haben wir uns besonders gefreut: Katze Mo durfte das Tierheim verlassen. Als letzte der 4 "M" Katzen (Markus, Marlies, Madeleine) hat Mo nun ein feines Plätzchen in einem geräumigen Haus gefunden, bei Menschen, die ihr viel Liebe geben möchten. Ihre Motivation Mo aufzunehmen war tatsächlich, dass diese Katze unbedingt Zuwendung braucht. Und damit haben sie so recht. Wie nicht anders zu erwarten, versteckte sich die schüchterne Mo nach der Ankunft erstmal im Kellerraum, wo es gefühlte tausend Verstecke gab. Ihre Toilette stand auch dort unten, außerdem stellte das neue Frauchen noch einen Wassernapf hin. Der gefüllte Futternapf blieb oben in der Küche, damit Mo einen Grund hat, ihre Deckung zu verlassen und in die Nähe ihrer Menschen zu kommen. Vermutlich wird dies ein paar Tage dauern, aber wir sind zuversichtlich, dass Mo "auftaut". Es ist ein sehr gutes Gefühl, diese unscheinbare Katze, die sich immer im Hintergrund gehalten hat, so gut aufgehoben zu wissen. Wir sagen vielmals DANKE an ihre neue Familie.

 

16.11.2018

Wir waren einmal mehr mit unseren Schützlingen beim Tierarzt. Mitgefahren sind die vier Jungtiere von Miri, die einen Kastrationstermin hatten. Einzig das Katerchen blieb allein zurück im Tierheim. Der kleine Cedric verstand die Welt nicht mehr, dass wir ihm seine Schwestern entführt haben. Und so jammerte er kläglich. Erst als wir ihm eine große Portion Nassfutter brachten, war die Trauer vergessen. Er verspachtelte seine Portion gierig, putzte sich dann etwas und hielt ein Nickerchen. Schon ein paar Stunden später konnten wir die Mädels wieder abholen, die Kastration verlief problemlos. Bei Candy wurde neben der Kastration auch ein Nabelbruch operiert. Auf die Kleine sollen wir ein Auge haben, da ihre Gebärmutter etwas angeschwollen war und die Ursache dafür nicht ganz klar ist. Cedric war heilfroh, seine Schwestern wieder bei sich zu haben.

Wir hatten mit der Tierärztin vereinbart, dass wir Gerda gleich noch einmal zur Nachkontrolle vorstellen wollten. Auch hier war die Veterinärin voll der Lobesworte über die gute Wundheilung. Die Ohrränder wiesen keine Verkrustungen auf und beim Kontrollwiegen brachte Gerda ein neues Spitzengewicht auf die Waage. Als Sahnehäubchen gab es den pathologischen Befund der eingeschickten Gewebeprobe von Gerdas Ohr. Ergebnis: die Wundränder sind frei von Krebszellen. Dies bedeutet, es wurde beim Schneiden alles erwischt. Wunderbar. Wir sind so froh, dass Gerda gefunden wurde und jetzt auf dem aufsteigenden Ast ist. Nicht auszudenken, wie elendiglich die arme Mieze ganz allein da draußen zugrunde gesiecht wäre.

 

15.11.2018

Am späten Mittag brachte Mario den großen Rüden Fozzy zu seiner neuen Familie nach Klipphausen. Diese berichtete uns am Abend Folgendes: Gleich nach Ankunft fläzte sich Fozzy aufs Sofa und betrachtete von dort aus das Geschehen. Als Mario gegangen war, folgte ein gemeinsamer Mittagsschlaf mit Herrchen, denn der Rüde signalisierte deutlich, dass er erstmal die neue Situation überdenken muss. Im Anschluss gab es "Futter für Alle". Während seine Menschen aßen, saß Fozzy brav auf seinem Platz, machte keine Anstalten zu betteln oder sich aufzudrängen. Von diesem tadellosen Verhalten waren seine Leute ganz entzückt. Sein eigenes Futter verschlang der Rüde nicht halb so gierig wie im Tierheim, im Gegenteil. Offenbar hatte er schon erkannt, dass ihm dort niemand die Bissen streitig macht und er die Mahlzeit genießen kann. Der anschließende Aufenthalt im Garten war ebenfalls entspannt bis eine kleine freche Katze aus der Nachbarschaft aufkreuzte. Die schien es wissen zu wollen und kam ganz nah an Fozzy ran. Der Hund war an der Leine, saß bei Herrchen am Stuhl und - machte gar nichts. Er schaute die Katze nur grimmig an, als wolle er mit einem Blick sagen, dass dies hier sein Revier ist und das genügte. Der kleine Provokateur trollte sich. Am Abend ging dann die Familie gemeinsam noch eine ausgiebige Runde Gassi. Es ist interessant mal zu hören, wie so ein Ankunftstag verläuft und wie vorbildlich sich ein Hund aus dem Tierheim verhält. Wir wünschen, dass diese Harmonie für immer anhält.

 

14.11.2018

Heute durften wir eine Menge Futterspenden abholen. Unter anderem aus unserer Spendenbox, die im Rewe Pulsnitz steht und auch von der WerkersWelt in Pulsnitz. Zeitgleich erreichte uns auch das gespendete Futter vom Edeka aus Radeberg. An dieser Stelle einmal mehr ein herzliches Dankeschön an die vielen anonymen Gönner. Mit vereinten Kräften buchsierten wir die vielen Kisten, Beutel und Säcke in unsere Scheune und sortierten dann die Futterspenden an den dafür vorgesehenen Platz. Nach gut 45 Minuten war es geschafft und unser Vorratslager stand gut da. 

Ein bisschen Sorgen hatten wir am Nachmittag. Florel humpelte. Als wir uns den Senior genauer beschauten, stellten wir fest, dass seine Daumenkralle eingerissen war und etwas blutete. Rasch die Krallenschere geholt und das Übel beseitigt. Noch eine ganze Weile würdigte uns Florel keines Blickes und leckte wehleidig sein Pfötchen. Am Abend war dann aber alles vergessen und er nahm freudig sein Betthupferl in Empfang. 

 

13.11.2018

Zuwachs in unserem Katzenbestand: eine Fundkatze fand den Weg zu uns. Eigentlich wollten die Finder den älteren Kater behalten, fütterten ihn, stellten ihn dem Tierarzt vor. Doch leider zeigte sich Rocky, wie die Finder den Kater nannten, äußerst aggressiv gegenüber seinen Artgenossen. Das gefiel der bereits vorhandenen Katze überhaupt nicht und führte dazu, dass Rocky zu uns umsiedeln musste. In den Wochen, die Rocky das Übergangszuhause hatte, konnten die Leute einige nützliche Informationen sammeln. Zum Beispiel liebt der Kater Hunde über alles, streift um deren Beine, schnuppert am Mäulchen, kuschelt mit ihnen - aber reagiert gegenüber Katzen mit erbarmungsloser Härte. Außerdem kann Rocky Türen öffnen und ist sehr anhänglich. Wir werden dem Kater nun einen Einzelplatz zuweisen und hoffen, dass er rasch ein Für-Immer-Zuhause findet.

 

12.11.2018

An diesem Tag hieß es 2x Fahrt zum Tierarzt. Es standen die Nachkontrollen der OP´s bei Helga und Gerda an. Die erste Tour ging um 12:30 Uhr in Richtung Steina, wo sich Dr.Dziwok den Heilungsverlauf und das Gangbild von Helga anschaute. Er war mit Beidem hoch zufrieden. In der Tat ist es sensationell, wie gut Helga 6 Tage nach dem großen Eingriff läuft. Sie ist ja kaum zu bremsen, aber wir müssen auf langsames Gehen achten. Nur keine Überlastung, das könnte fatale Folgen haben. Die nächste Kontrolle findet bei weiterhin gutem Verlauf erst am 3.12. statt. Wir sind wirklich glücklich mit dem, was Dr.Dziwok wieder geleistet hat.

Um 17:00 Uhr fuhren wir dann mit Katze Gerda zu Frau Brandt. Die Tierärztin schaute sich das "verschnittene" Ohr genau an, auch sie war überaus erfreut über die Heilung. Sogar der geschwollene Lymphknoten war bereits um die Hälfte kleiner geworden, wunderbar! Anschließend  wurde Gerda noch gewogen. Auch hier gab es Grund zur Freude, die Waage zeigte 2575 Gramm. Also wieder eine kleine Gewichtszunahme. Mit solch guten Nachrichten im Gepäck fuhren wir zurück ins Heim und hoffen, dass dieser Trend anhält.

Fotos von Helga und Gerda haben wir für Sie bei "Neues" eingestellt.

 

10./11.11.2018

Einen Monat nach seinem Bruder Steffen hat nun auch Kater Arne ein Zuhause gefunden. Ihn konnten wir fast zu Fuß hinschaffen, denn sein neuer Wirkungskreis liegt am Ortseingang von Ohorn. Ein kleiner, gemütlicher Dreiseitenhof, welcher nicht mehr bewirtschaftet wird, aber für einen Kater natürlich der reinste Abenteuerspielplatz ist. Zuerst jedoch heißt es "Eingewöhnung" und die findet bekanntlich im Haus statt. Arne huschte aus der Transportbox direkt unters Bett. Seinem neuen Besitzer war klar, dass der Kater erstmal Ruhe benötigt und es eine Weile dauern kann, ehe er sich vortraut. Auf Arne wartet dann eine geräumige Wohnung, in der alle Türen offen stehen und eine Katzenklappe zum ganz individuellen Freigang einlädt. Einem schönen Katerleben durfte also nichts im Wege stehen.

Am Samstag traf dann noch die gerettete Hündin Sandy aus Rumänien bei Marion ein. Sie wird dort die ersten Tage verbringen, ehe sie zu uns ins Tierheim kommt. Die Fahrt hat Sandy gut weggesteckt. Sie ist nicht ängstlich, aber etwas vorsichtig, was Niemanden wundert. Und vor allem ist sie sehr mager. Dem können wir gewiss Abhilfe schaffen, auch Dank der lieben Aufnahmepaten, die für Sandy gespendet haben.

 

09.11.2018

Am Vormittag starten wir mit Gerda in Richtung Tierarzt. 12:00 Uhr sollte die bei der Tierarztrunde am vorigen Tag vereinbarte OP durchgeführt werden, Gerda sollte sich vorher noch etwas in der Praxis vom Autofahren aklimatisieren. Wir alle dachten den Tag über an diese tapfere alte Katze und drückten ihr in Gedanken die Daumen, dass sie alles gut übersteht. Als am Nachmittag der Anruf kam, Gerda sei abholbereit, waren wir wirklich erleichtert. Bei der Übergabe berichtete die Tierärztin, dass die einen Großteil des Außenohres entfernt und das Gewebe eingeschickt hat. Es ist mit Sicherheit ein Plattenepitelkarzinom. Wichtig ist daher zu wissen, ob die Wundränder frei von Krebszellen sind und somit alles erwischt wurde. Das hoffen wir natürlich sehr. In der Narkose bekam Gerda auch gleich noch eine Gebisssanierung, etliche Zähne wiesen Löcher auf und mussten gezogen werden. Wir staunten echt, wie die gute alte Gerda diese Prozeduren wegsteckte und sogleich bei Ankunft im Tierheim Futter einforderte. Mit dem Halskragen zu fressen, muss Gerda noch lernen. Vorläufig halten wir ihr mehrmals täglich das Näpfchen direkt hin, das klappt prima. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass für Gerda jetzt ein wunderbares Leben ohne Schmerzen beginnt und sich dies auch endlich an ihrem Körpergewicht zeigt. An uns soll es nicht liegen, beste Versorgung ist garantiert.

 

08.11.2018

Tierarztrunde mit einem wahren Mamut-Programm.

Los ging es mit der Impfung von 9 (!) Katzen und Hund Whisky. Nachdem die Untersuchungen im CT und im MRT keine Auffälligkeiten in seinem Kopf zutage brachten, sind wir nun durchaus gewillt, Whiskey zu vermitteln. Offenbar sind die kleinen Verhaltensänderungen, die er manchmal zeigt, eine Marotte und keine Krankheit. Das stimmt uns optimistisch für eine Vermittlung.

Nach all den Impfungen wurden die 7 neuen Hunde aus Rumänien auf "Herz und Nieren" geprüft, d.h. Anschauen von Augen, Ohren und Zähnen, Abhören des Herzens, Kontrolle der Gliedmaßen. Außer etwas Zahnstein bei Truly und einen Satz geröteter Ohren bei Andromeda war alles in Ordnung. Letztere bekommt nun 7 Tage Ohrentropfen, dann müsste die Sache ausgestanden sein. Als nächstes schaute sich die Tierärztin unsere alte Katze Gerda an, dabei besonders das blutige Ohr. Dieses soll nun umgehend entfernt werden, da der Lymphknoten darunter bereits eine Schwellung aufweist. Wir machten einen OP Termin für den nächsten Tag aus. Zum Schluss setzten wir noch eine Mutterkatze von einer Futterstelle in eine Transportbox, welche wir mittels Falle vor einiger Zeit eingefangen hatten. Sie soll kastriert werden, damit der weiteren Vermehrung vorgebeugt wird. Ronja, wie wir diese Katzen nannten, fuhr gleich mit der Ärztin in die Praxis. Am Abend konnten wir sie "unfruchtbar" wieder abholen.

 

07.11.2018

Fast 8 Jahre alt musste Abby werden, ehe sie ihr Tierheimdasein beenden und in ein richtiges Zuhause einziehen durfte. Was für eine unfassbare Wartezeit! Abby kam im Februar 2014 zu uns, eine Hündin aus Bulgarien, die als Welpe vorm sicheren Tod gerettet wurde. Seitdem waren Tierheime ihr Zuhause. Bei uns fühlte sich Abby zweifellos wohl, aber wir waren stets der Meinung, dass sie ausziehen darf, wenn die richtigen Menschen kommen. Tierfreunde, die sich dieser Mission annehmen und einem Hund ohne jegliche Erfahrung bezüglich Zivilisation eine Bleibe voller Verständnis und Liebe geben. Und diese Menschen kamen vor ein paar Wochen hier her und sie waren sofort in Abby verliebt. Es folgen zahlreiche Besuche, bei denen man immer deutlicher spürte, welche Harmonie zwischen beiden Seiten herrschte. Ja, wir konnten es wagen und mit Abby durch das Tierheimtor marschieren, ins Auto einsteigen und sie zu ihrem Frauchen zu bringen. Und was sollen wir sagen? Abby war beeindruckend entspannt, als sie den Garten und später auch das Haus inspizierte. An ihrer Seite neben Josi und ihrem neuen Frauchen auch immer die bereits vorhandene Berner-Sennenhündin Brandy, die Abby zeigte, dass alles "halb so wild" ist. Wir bedanken uns über alle Maßen bei Frau B. für die Aufnahme von Abby und für ihren grenzenlosen Optimismus. Der übertrug sich vom ersten Treffen an auf alle Beteiligten. Es ist unbeschreiblich, wie gut sowas tut in einer Zeit, in der Misstrauen und Vorbehalte gegenüber Tieren und Personal aus Tierheimen leider an der Tagesordnung sind. Genieße dein neues Leben in vollen Zügen, liebe Abby und lass mal von dir hören!

 

06.11.2018

Zwei weitere Katzen im Glück. Und das quasi doppelt, denn Gustl und Bastl mussten nur anderthalb Monate im Tierheim ausharren, eher sie von einer Familie auserwählt worden. Das ist eine Seltenheit. Ab jetzt dürfen die Zwei wieder als umsorgte Wohnungskatzen leben und dies mit Sicherheit tausend Mal besser als beim Vorbesitzer. Ihre neue Herberge ist ein sehr geräumiges, modernes EFH in Ullersdorf, in dem der Einzug der Katzen liebevoll vorbereitet war. Besonders die Kinder hatten sich dafür ins Zeug gelegt. Offenbar war das den beiden Katzen aber erstmal egal, sie verzogen sich in die Kellerräume und warteten in einem Versteck, bis sich die Aufregung legt. Wir vermuten, dass Gustl und Bastl bereits am Abend mal einen kleinen Rundgang gemacht haben und werden bestimmt in den nächsten Tagen die News erfahren. Bis dahin sagen wir Danke für diesen tollen Platz für zwei nicht mehr ganz junge Stubentiger.

Um 11:00 Uhr hieß es für Helga "Einsteigen bitte!", denn ihr OP-Termin (Femurkopfentfernung) stand an. Am Abend übergab uns Dr.Dziwok die Hündin mit den Worten, dass alles gut verlaufen sei und wir am Montag zur Nachkontrolle kommen sollen. Bis dahin erhält Helga Schmerzmittel, darf sich nur ganz wenig bewegen und muss dringend Halskragen tragen. Wir haben ihr ein gemütliches Krankenlager eingerichtet und werden uns natürlich besonders um Helga kümmern.

 

05.11.2018

Gleich früh musste unser Tierheimauto wieder auf die bekannte Strecke nach Steina zum Tierarzt. Mutterkatze Miri hatte einen Termin zur Kastration. Vor Ort informierte man uns auch noch über das Blutbild von Kater Peter, der so auffällig viel trinkt. Seine Nieren scheinen in Ordnung zu sein, keine abweichende Werte waren festzustellen.

Am Nachmittag wurde die Rückkehrerin Ophelia in ihr ehemaliges Rudel wieder eingegliedert. Offenbar erkannten sich alle gleich, denn ohne viel Geschnupper wurde umgehend gespielt. Darüber waren und sind wir wirklich froh.

 

03./04.11.2018

Auf den Tag genau einen Monat nach Ihrem Umzug fuhr die Hündin Ophelia den gleichen Weg wieder zurück. Ankunft: Tierheim. Schon gegen 5 Uhr in der Früh waren D.& D. mit unserem Auto gestartet, um Ophelia aus der Nähe von Nürnberg wieder abzuholen. Das neue Frauchen kam leider mit der etwas speziellen Ophelia nicht zurecht, sie war nicht konsequent genug und hat in der Eingewöhnungsphase bereits zahlreiche Fehler gemacht, die sich kurzfristig nicht reparieren ließen. Dazu kam eine Antipathie von Ophelia gegen den Hund der Familie, bei der sie ab und zu ein paar Tage in Pension sein sollte. So wie früher unser Hund Kamil, der vorher auf diesem Platz wohnte. Aber Hunde sind eben verschieden. Es ist nicht zu erwarten, dass sie 1:1 austauschbar sind. Die Autofahrt bekam Ophelia offenbar nicht gut, sie war verängstigt und wollte mit niemandem etwas zu tun haben, als sie am zeitigen Nachmittag eintraf. Aber das wurde schlagartig mit dem Schichtbeginn von Mario besser. Und am Abend war die Hündin wieder ganz die Alte. Morgen werden wir sie in ihr bekanntes Rudel wieder eingliedern und dann alle gemeinsam auf eine neue Chance hoffen. Und die kommt bestimmt.

Eine gute Nachricht gibt es auch noch: der zweite Bluttest von Katze Gerda ergab, dass sie nicht an FIP, FIV oder Leukose erkrankt ist.

 

02.11.2018

Wunder gibt es immer wieder - der Glaube daran hat uns noch nicht verlassen. Und nun durften wir erneut Eines erleben. Ein Ehepaar aus Dresden hat ihr Herz für ein krankes Tier geöffnet und wird von nun an unserem liebenswerten Bürokater Markus in der 108 qm großen Wohnung mit eingenetztem Balkon und Wendeltreppe ein wunderbares Leben bereiten. Dabei nehmen sie es wie selbstverständlich auf sich, dass Markus wegen seiner chronischen Darmentzündung nur Spezialfutter bekommen darf sowie täglich Medikamente benötigt. Wir sind über diese Vermittlung unbeschreiblich glücklich und bedanken uns von ganzem Herzen ! Markus liebt Menschen über alles, er möchte so oft wie möglich gestreichelt werden, nicht selten ringelte er sich auch auf unserem Schoß ein oder legte sich auf die Tastatur, um soviel Aufmerksamnkeit wie möglich zu erhaschen. Nun wird er voll auf seine Kosten kommen. Er zeigte sich bei Ankunft auch sofort angetan von dem neuen Domizil, erkundete alles, sprang auch aufs Fensterbrett, um die Umgebung zu begutachten. Dann, offenbar platt von den vielen neuen Eindrücken, legte er sich unter den Tisch im Wohnzimmer und relaxte. Gewiss bleiben wir in Verbindung und stehen diesen wahren Tierfreunden mit Rat und Tat zur Seite. Genieße dein neues Leben, Markus !

 

01.11.2018

Wir begrüßen nach einem reichlichen Jahr Josi Braun wieder als Mitarbeiterin im Tierheim. Darüber sind wir wirklich erfreut, denn Josi ist eine exzellente Tierpflegerin und auch im logistischen Bereich eine große Unterstützung.

Wir hoffen auf eine gute langfristige Zusammenarbeit.

Der OP-Termin für Helga wurde festgelegt. Am kommenden Dienstag den 6.11. wird bei der Hündin eine Femurkopfresektion durchgeführt. Herr Dr.Dziwok nahm diesbezüglich noch Rücksprache mit der Spezialklinik in Hofheim. Die dortigen Mediziner sind ebenfalls der Meinung, dass diese OP zwingend nötig ist, um der Hündin Spätfolgen durch die schiefe Körperhaltung zu ersparen (siehe auch "Was gestern geschah" vom 29.10.) Wir sind sehr optimistisch, dass die OP erfolgreich verläuft, es ist nicht das erste Mal, dass bei einem Hund von uns dieser Eingriff durchgeführt wird. Lediglich die Kosten bereiten uns Bauchschmerzen. Vielleicht finden sich zum Wohle der lieben Helga auch Unterstützer?