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Rasse: Pekinesen-Mischling Geschlecht: männlich Kastriert: ja Geboren: 2000 Im Tierheim seit: Februar 2004 Schulterhöhe: 28 cm |
Er
wartet schon 8 Jahre hier...
Der kleine Micro stammt ursprünglich von der Insel Kreta und so kann man
über seine Vorgeschichte nur Vermutungen anstellen. Er hat einen ganz
besonderen Charakter, den man lieben lernt, wenn man sich an ein paar
einfache Spielregeln hält. Micro möchte immer gern bei den Menschen sein, er
liebt deren Gesellschaft, aber er möchte selbst bestimmen, wann die Zeit für
Berührungen und Schmuseeinheiten ist.
Micro geht für sein Leben gern spazieren. Wenn er die Leine sieht, ist er
immer total aus dem Häuschen und kann es kaum erwarten, dass es endlich
losgeht. Die ersten Meter rennt er dann meistens oder umkreist den Menschen
am anderen Ende der Leine. Er beruhigt sich allerdings schnell wieder und
läuft dann sehr ordentlich. Mit normalem Verkehrslärm hat er keine Probleme,
nur große und besonders laute Fahrzeuge mag er nicht so richtig.
Micro
zeigt uns immer ganz genau, wann er gestreichelt und wann er in Ruhe
gelassen werden will. Wichtig ist es dabei auf seine Körpersprache zu
achten. Sind Kopf und Schwanz gesenkt, sollte man ihn in Ruhe lassen.
Kommt er jedoch schwanzwedelnd und erhobenen Hauptes auf einen zu und
„krabbelt“ vielleicht sogar noch am Bein hoch, kann/soll man ihn streicheln
und mit ihm spielen. Anfangs lässt er sich womöglich nur sehr kurz
streicheln, aber das verbessert sich mit der Zeit zusehends.

Micro versteht sich mit den meisten seiner Artgenossen sehr gut, mag es aber
nicht so gern, wenn diese zu schnell auf ihn zu gerannt kommen. Auch ist er
etwas futterneidisch.
Ohnehin glauben wir, das es für Micro besser wäre, wenn wir ihn als
Einzelhund vermitteln könnten. Micro ist absolut stubenrein und bleibt
mühelos ein paar Stunden allein. Außerdem verträgt er sich mit Katzen.
Da er keine großen Treppen hinauf oder hinunter steigen will, wäre ein
Schlafplatz im Erdgeschoss vorzuziehen, weil man ihn nicht ohne Weiteres
hochheben kann. Noch zu erwähnen wäre, dass Micro auf Heimwerker-Geräusche
wie Bohrer, Säge, Schleifer etc. mit lautstarkem Protest reagiert.


Für Micro wünschen wir uns nach so vielen Jahren endlich ein ruhiges
Zuhause, wo man seine kleinen Macken und Besonderheiten zu nehmen weiß. Man
sollte ihn nicht umerziehen wollen, das funktioniert nicht. Micro braucht
einfach nur etwas mehr Zeit der Eingewöhnung, als andere Hunde und eine
große Portion Toleranz und Verständnis. Darauf wartet er nun schon fast 8
Jahre.

Erfahrungsbericht November 2011
Um Micro´s Verhalten in einer häuslichen Umgebung besser einschätzen zu
können, haben wir einen Versuch gestartet und ihn für zwei Tage mit zu
unserem Azubi Mario nach Hause gegeben.
Es zeigte sich, dass Micro sehr anhänglich ist und immer die Nähe der
Menschen suchte. Dabei war es ihm egal, ob es sich um unseren Azubi handelt
oder dessen Eltern, die er bis dahin überhaupt nicht kannte. Auch mit dem
ihm völlig unbekannten Hund der Familie vertrug sich Micro sofort, ebenso
mit den Katzen. Ein äußerst positiver Eindruck entstand.
Sehr viel Neugier zeigte Micro bei den Kaninchen und den Hühnern des
Nachbarn. Vermutlich, weil er so etwas bisher noch nicht gesehen hatte. Da
ein Zaun dazwischen war, konnte aber nichts passieren ;-)
Bei einem Spaziergang zusammen mit dem Familienhund in einem angrenzenden
Waldstück wirkte Micro ein wenig unsicher, fast ängstlich. Daher sollte man
in neuer Umgebung mit kleineren, immer wiederkehrenden Runden beginnen.
Wieder auf dem Grundstück angekommen, beruhigte sich Micro sofort und
spielte sogar kurz mit Mario´s Hündin..
Am Abend verließ Mario dann die Wohnung und ließ Micro mit seinen Eltern
allein, um zu sehen,
ob er auch mit fremden Personen nach so kurzer Zeit zurechtkommt.
Das Ergebnis war überwältigend: Micro schlief völlig entspannt zusammen mit
den Eltern auf dem Sofa !
Ebenso konnten sie ihn problemlos streicheln, solange er zeigte, dass er es
auch wolle.
Die Nacht über verhielt sich Micro ruhig und sauber. Nur kurz, als er
bemerkte, dass die Menschen zu Bett gehen und er nicht mit kann (weil er
keine Treppen läuft), jaulte er. Die Eltern brachten ihn zurück ins
Wohnzimmer und schlossen die Tür. Da schlief Micro friedlich ein.
Wichtig für ihn ist, dass er morgens sofort zum pullern raus kann. So kennt
er es vom Tierheim. Bei Mario wurde er erst mit in die Küche zum Frühstück
genommen, Dort machte er eine kleine Pfütze, sicher weil er aufgeregt war
und es eben anders kennt. Aber diese Sache bekommt man mit Sicherheit leicht
in den Griff.
Wir können nach diesen zwei Tagen sagen, dass Micro ein Hund ist, der sich
schnell einlebt, sich anpasst und versucht, alles richtig zu machen. Sofort
hat er die Herzen aller Beteiligten erobert und das Zusammensein mit ihm war
für sie eine Freude.


